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10.04.2021
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Bezirksklinikum Mainkofen erweitert medizinisches Angebot zur Behandlung von Depressionen

Weiterer Therapieraum zur Depressionsbehandlung mit rTMS eingerichtet

Unter Federführung des leitenden Arztes Ulrich Kornacher, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie wurde das medizinische Behandlungsangebot mit rTMS (repetitive transkranielle magnetische Stimulation) ausgebaut und ein neuer, zusätzlicher Therapieraum in Betrieb genommen.

Am Bezirksklinikum Mainkofen wurde bereits vor einiger Zeit mit dem Zentrum für integrale Depressionsbehandlung ein Therapieangebot implementiert, bei dem neben den klassischen auch verschiedene biologische Therapieverfahren angeboten werden – mit großem Erfolg. Durch die guten Erfahrungen entschieden sich die Verantwortlichen zum Ausbau des rTMS-Angebotes: Ein weiterer Therapieraum für die Anwendung des nicht invasiven Hirnstimulationsverfahrens wurde kürzlich in Betrieb genommen.

 

Leitender Arzt Ulrich Kornacher (links) und Ingrid Sixt (rechts) erläutern Martina Lösl, Assistentin des Krankenhausdirektors, die Behandlung mit rTMS im neuen Therapieraum
Leitender Arzt Ulrich Kornacher (links) und Ingrid Sixt (rechts) erläutern Martina Lösl, Assistentin des Krankenhausdirektors, die Behandlung mit rTMS im neuen Therapieraum

 

Die repetitive transkranielle magnetische Stimulation – kurz rTMS – hat sich besonders bei der Behandlung von Depressionen bewährt und hat gerade in den vergangenen Jahren bei der Diagnostik und Therapie neuropsychiatrischer Erkrankungen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um eine sanfte und schonende Behandlungsmethode, die mit Hilfe eines Magnetfeldes das Gehirn von außen stimuliert. Eine Spule, welche an präzise festgelegten Stellen des Kopfes positioniert wird, erzeugt durch elektromagnetische Induktion in Form von sehr kurzen Pulsen ein Magnetfeld, wodurch Regionen des Gehirns gezielt angeregt oder beruhigt werden.  Das Verfahren wird nach fachärztlicher Indikationsstellung und der Abklärung möglicher Kontraindikationen angewandt. So kann bei Patientinnen und Patienten mit metallischen Implantaten oder einem Herzschrittmacher rTMS nicht angewandt werden.

Die bewährte Behandlungsmethode bietet viele Vorteile und wird von vielen Betroffenen auch als angenehm empfunden. Sie berichten von einem leichten Kribbeln oder Klopfen auf der Kopfhaut.

Und da auch das räumliche Umfeld eine Rolle spielt, wurde im neuen Therapieraum auf ein wohnliches Ambiente geachtet. Beruhigende Blautöne und Bilder mit Naturmotiven bieten einen harmonischen Rahmen und lassen schnell vergessen, dass es sich hier um ein medizintechnisches Therapieangebot handelt. Der Leitende Arzt Ulrich Kornacher zeigt sich sehr erfreut über die Inbetriebnahme des neuen Therapieraumes und der damit einhergehenden erweiterten Behandlungsmöglichkeiten.


- AB


Bezirksklinikum MainkofenMainkofen

Quellenangaben

Foto: Bezirksklinikum Mainkofen

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