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07.08.2019
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Ein Tag im Leben eines Radiojournalisten

Eine ganz besondere E-Mail landete kürzlich im Postfach der Schülerzeitung Freinger Zwitscher-Blatt. Sie stammte von Gerhard Schiechel, dem Studioleiter des BR Studios Niederbayern/Oberpfalz, welcher der Redaktion zum Sieg beim Wettbewerb „Wir reden mit!“ gratulierte und die Schüler zu sich ins Studio nach Regensburg einlud.

Sehr gerne folgten die prämierten Freyunger Jungjournalisten der Einladung und nutzten den Wandertag für eine Exkursion nach Regensburg. Dort nahm sich der erfahrene Medienmacher mehrere Stunden Zeit, um die Schüler in das Medium Radio einzuführen und über das Handwerk des Journalisten zu informieren.

Auf welcher rechtlichen Basis steht der Beruf des Journalisten und wie kann man den Beruf erlernen? Was ist eine Akkreditierung, was ein Presseausweis? Wie wird eine Radiosendung gestaltet und wie funktioniert das neue DAB-Radio? Und was wäre, wenn im Studio der Strom ausfiele? Diese und viele weitere Fragen kamen zur Sprache, während Gerhard Schiechel und die Freyunger Schüler im Konferenzzimmer zusammensaßen und rege diskutierten. Mit Anekdoten aus seiner beruflichen Praxis und seiner Biographie veranschaulichte der Studioleiter die Rolle der Medien in der Gesellschaft und erläuterte auch den Unterschied zwischen einer öffentlichen Rundfunkanstalt wie dem Bayerischen Rundfunk und privaten Radiosendern.

Fasziniert und mucksmäuschenstill schauten die Freyunger Schülerzeitungsredakteure zu, als Moderator Tobias Dörges um 11:30 Uhr live die regionalen Nachrichten im BR1 verlas.Fasziniert und mucksmäuschenstill schauten die Freyunger Schülerzeitungsredakteure zu, als Moderator Tobias Dörges um 11:30 Uhr live die regionalen Nachrichten im BR1 verlas.


Dann ging es in die Redaktionsräume. Gebannt lauschten die Schüler den Nachrichten um halb 12, deren Übertragung sie live – lediglich durch eine Glasscheibe getrennt – mit eigenen Augen sehen und parallel über ein Radio mit nur geringer Zeitverzögerung hören konnten.

Wie viel Vorarbeiten es braucht und wie viel technisches Know-how hinter einer Radiosendung steckt, davon konnten sich die Freyunger Gymnasiasten im eigentlichen Sendestudio selbst überzeugen. Dort zeigte ihnen Gerhard Schiechel nicht nur das gesamte technische Equipment, sondern erläuterte auch den Aufbau einer Radiosendung und wie beispielsweise die Auswahl der Musikstücke funktioniert. Außerdem durfte die Schülergruppe den für die Zwölf-Uhr-Sendung technisch Verantwortlichen über die Schulter schauen. Die Schüler konnten sich dabei auch davon überzeugen, dass es beim Radiomachen auf perfektes Timing ankommt: Keine zwei Minuten, nachdem sie hinter die Glasscheibe des Studios getreten waren, begann Radiomoderatorin Veronika Meier routiniert mit der Live-Übertragung ihrer Mittagssendung.

Studioleiter Gerhard Schiechel (hinten) zeigte den begeisterten Jungredakteuren das Studio und erläuterte dessen technische Raffinessen.Studioleiter Gerhard Schiechel (hinten) zeigte den begeisterten Jungredakteuren das Studio und erläuterte dessen technische Raffinessen.


Auch für die vielen Fragen, die sich nach dem Studiorundgang ergaben, nahm Gerhard Schiechel sich erneut Zeit, so dass erst der Blick auf die Uhr die Freyunger Schülerzeitungsredakteure um Chef-Redakteurin Isabell Stadler zum Aufbruch mahnte. Alle waren einhellig der Meinung, jede Menge gelernt und einen hochinteressanten Tag in der Welt des Mediums Radio verbracht zu haben – und vielleicht wird das Freinger Zwitscher-Blatt demnächst auch einmal einen Radiobeitrag gestalten!


- sb |


Gymnasium FreyungFreyung

Quellenangaben

Gymnasium Freyung, Tanja Wagner



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