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17.11.2018
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Azubi-Bus startet als Pilotprojekt am Buß- und Bettag

Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann kommt eben der Berg zum Propheten. So könnte man das Konzept des Azubi-Busses des Landkreises Straubing-Bogen beschreiben. Dieser startet als Pilotprojekt zum ersten Mal am 21. November und soll fortan zu einer jährlichen Einrichtung werden. Details dazu stellte Wirtschaftsreferent Martin Köck im Beisein von Landrat Josef Laumer nun der Öffentlichkeit vor.

Schülerinnen und Schüler der achten bis zwölften Klassen aus Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien werden von Straubing und Bogen aus mit Bussen zu Betrieben der Region gebracht, wo ihnen Ausbildungsberufe näher gebracht werden. Insgesamt nehmen 130 Schüler auf drei Touren teil. Die beteiligten Firmen sind die Sennebogen Maschinenfabrik GmbH, die Sturm Holding GmbH, die Max Frank GmbH & Co KG, die Moll Automatisierung GmbH, die Karl Lausser GmbH, die Bischof + Klein GmbH, die Wallstabe & Schneider GmbH und die Schnupp GmbH.

„Wir haben im Vorfeld die Schulen angeschrieben und die Rückmeldungen waren überwältigend“, sagt Martin Köck. „Wir haben das in diesem Jahr als Pilotprojekt geplant, deshalb haben wir bewusst bei drei vollen Bussen einen Stopp gemacht. Auch ist uns bewusst, dass wir jetzt zum Beispiel nicht die klassischen Handwerksbetriebe anfahren oder keine Pflegeberufe dabei sind. Aber wir wollen dieses Pilotprojekt nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und organisatorisch zu lernen, um es in den nächsten Jahren auszuweiten“, erläutert Köck. So sei für die Zukunft geplant, dass sich einzelne Handwerksrichtungen an einer größeren Anlaufstelle zusammentun, um sich den Schülerinnen und Schülern zu präsentieren. „Denn man braucht natürlich auch die Logistik, um 50 Besucher unterzubringen“, macht Köck deutlich. Auch die Förderzentren sollen dann speziell mit eingebunden werden.

Wirtschaftsrefent Martin Köck (links) und Landrat Josef Laumer freuen sich auf das Pilotprojekt Azubi-Bus.
Wirtschaftsrefent Martin Köck (links) und Landrat Josef Laumer freuen sich auf das Pilotprojekt Azubi-Bus.


Jeweils vier Stationen werden pro Tour angefahren, jeder Betrieb wird sich den Jugendlichen unterschiedlich präsentieren. Von Auszubildenden, die von ihren Erfahrungen berichten, über die Anfertigung von kleineren Werkstücken bis hin zur Vorstellung der unterschiedlichen Ausbildungsberufe und Tipps der Personalleitung zur Bewerbung ist alles mit dabei. Eine Tour richtet sich speziell auch an Interessenten an einem dualen Studium.

„Wir wollen die jungen Leute bei uns in der Region halten“, sagt Landrat Josef Laumer. „Und wir wollen die Versorgung unserer Betriebe mit qualifiziertem Nachwuchs sicherstellen. Das sind die Intentionen hinter dem Ausbildungsbus. Es ist auch ein Stück weit ein Angebot des Landkreises an die Jugendlichen und die Betriebe, deshalb kommen wir auch für die Buskosten auf.“ Die Unternehmen ihrerseits organisieren die eineinhalb Stunden, die jede Gruppe bei ihnen vor Ort ist und werden ein Gewinnspiel auf die Beine stellen, bei dem die Teilnehmer Tablets gewinnen können.

Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist auf jeden Fall geplant, wie Wirtschaftsreferent Martin Köck jetzt bereits verrät. „Das Interesse bei Schulen, Betrieben, Schülern und Eltern ist riesig. Auch der Termin am schulfreien Buß- und Bettag wird von allen als ideal angesehen.“ Im Kampf um die wichtigste Ressource, junge Fachkräfte, geht man also auch im Landkreis Straubing-Bogen neue und innovative Wege.


- sb |


Landratsamt Straubing-BogenLandratsamt | Straubing

Quellenangaben

Landratsamt Straubing-Bogen



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