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24.10.2018
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Feuerwehr übt im Wildniscamp

Zwieslerwaldhaus. Im Ernstfall geht es bei einem Brand im Wildniscamp am Falkenstein um jede Sekunde. Genau deswegen übten jüngst sechs Feuerwehren und die Rettungshundestaffel Zwiesel in der Nationalpark-Umweltbildungseinrichtung. Die Ehrenamtlichen – 87 Frauen und Männer – simulierten die Abläufe bei einem großen Unwettereinsatz.

Die Feuerwehr Ludwigsthal rückte als erste im Wildniscamp an.
Die Feuerwehr Ludwigsthal rückte als erste im Wildniscamp an.


Einsatzleiter Josef Simmet, gleichzeitig stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Ludwigsthal, ließ die anrückenden Helfer der Wehren aus Bayerisch Eisenstein, Lindberg, Lindbergmühle, Ludwigsthal, Oberzwieselau und Regenhütte, ein komplexes Szenario absolvieren. Angenommen wurde ein Brand des Zentralgebäudes durch Blitzeinschlag. Mit Atemschutz galt es dort eingeschlossene Kinder zu retten. Gleichzeitig wurde von außen gelöscht. Das Wasser dafür kam nicht nur aus der hauseigenen Zisterne, sondern wurde auch mittels einer von den Feuerwehren verlegten 1,3 Kilometer langen Schlauchleitung aus dem Steinbach in Zwieserlwaldhaus ins Wildniscamp gepumpt.

Mit Atemschutz wurde das Zentralgebäude abgesucht.
Mit Atemschutz wurde das Zentralgebäude abgesucht.


Zweiter Brennpunkt war das Baumhaus. In der Übung wurde angenommen, dass ein umgestürzter Baum den Hauptzugang zur über dem Gelände schwebenden Hütte unpassierbar gemacht hat. Daher mussten speziell geschulte Höhenretter zwei eingeschlossene Kinder mit Seilsicherungen über den steilen Notausgang retten. Als drittes Element sah die Übung noch vor, zehn Kinder, die sich im Trubel des Gewitters im Wald verlaufen haben, zu finden. Um diese zu suchen, waren Rettungshunde im Einsatz.

„Insgesamt bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte am Ende Kreisbrandmeister Hans Richter, der zusammen mit vielen Zuschauern, darunter Lindbergs Bürgermeisterin Gerti Menigat, die komplette Übung verfolgte. „Die Wasserversorgung war sehr schnell aufgebaut und auch die Kinder waren flott aus dem Gebäude gerettet.“ Nur an wenigen Punkten gebe es etwa Optimierungsbedarf.

„Wir freuen uns und sind sehr dankbar, dass sich die Helfer am Wochenende so viel Zeit genommen haben, um unser weitläufiges Gelände kennen zu lernen“, lobte Wildniscampleiter Achim Klein. So sei im Notfall gewährleistet, dass die Rettungskette reibungslos funktioniert.


- sb |


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldBehörden | Grafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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