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13.06.2018
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Auch in El Salvador soll es bald Junior Ranger geben

Grafenau. Der Austausch zwischen dem Nationalpark Bayerischer Wald und dem Nationalpark Montecristo in El Salvador, der Teil des trinationalen Biosphärenreservats Trifinio Fraternidad ist, geht in die nächste Runde. Nachdem Ende vergangenen Jahres die Bayerwäldler 10 000 Kilometer nach Zentralamerika geflogen sind, folgte nun ein fast zweiwöchiger Gegenbesuch. In dieser Zeit bekamen die Gäste viele Informationen zu den Themenbereichen Forschung, Tourismus und Regionalentwicklung, Umweltbildung sowie Besucherlenkung im Nationalpark Bayerischer Wald.
Idalma Marilu Aldana ist eine der fünf weitgereisten Gäste. Sie arbeitet im Nationalpark Montecristo im Umweltbildungsbereich. An diesem Morgen werden sie nach der Übernachtung im Waldjugendheim bei Glashütte von Ranger Mario Schmid abgeholt. Die beiden vorhergehenden Tage hat er die Gruppe bereits betreut und ihnen die Arbeit der Nationalparkwacht und der Junior Ranger näher erläutert. Nun steht eine Wanderung von der Hirschbachschwelle über das Zwieselter Filz zum Hochschachten auf dem Programm.

Ranger Mario Schmid (l.) erläuterte den Gästen aus El Salvador anhand einer jungen Fichte auf einem abgestorbenen Baumstumpf den Gedanken „Natur Natur sein lassen“.Ranger Mario Schmid (l.) erläuterte den Gästen aus El Salvador anhand einer jungen Fichte auf einem abgestorbenen Baumstumpf den Gedanken „Natur Natur sein lassen“.

Doch zuerst heißt es Koffer in die Shuttle-Busse schleppen. An dem von Idalma Marilu Aldana hängt ein Feuerwehrhelm. Den hat sie bei ihrem Besuch hier im Bayerischen Wald geschenkt bekommen, erzählt sie. Denn in El Salvador kann der Helm nützlich werden. „Unser Nationalpark ist ein Trockenwald, Feuer ist eine der großen Gefahren.“ Aber bei ihrem Aufenthalt im Nationalpark Bayerischer Wald spielen andere Themen eine Rolle. Deshalb setzt sie lieber die Kappe der Junior Ranger auf.
Mario Schmid hat sie den Besuchern geschenkt. Zusammen mit den Junior Rangern hat er den Gästen gezeigt, welche Aktionen im Rahmen dieses Programms durchgeführt werden, wie zum Beispiel die Betreuung von Infoständen, kleinere Arbeitseinsätze im Gelände sowie Exkursionen. „Wir haben aufgezeigt, wie wir nicht nur Kinder, sondern auch deren Eltern für den Nationalpark begeistern können“, erzählt Schmid. Und mit dem Thema stößt er bei den Gästen auf großes Interesse. Wie Idalma Marilu Aldana erzählt, ist die Akzeptanz von Nationalparken in der Bevölkerung auch in El Salvador ein großes Thema. Daher steht fest, dass sie die Gründung von Junior Rangern auch in ihrer Heimat anregen will. „Ich bin beeindruckt, wie die Ranger hier auf die Kinder zugehen und sie motivieren“, schwärmt Idalma Marilu Aldana. Begeistert waren die Gäste auch vom touristischen Konzept in den Besucher-Infozentren. „Wir nehmen viel an Wissen mit nach Hause.“

Nationalparkchef Dr. Franz Leibl (l.) und Teresa Schreib, beim Nationalpark zuständig für den Bereich Tourismus (3.v.l.), mit den Besuchern aus El Salvador bei der Spendenübergabe.Nationalparkchef Dr. Franz Leibl (l.) und Teresa Schreib, beim Nationalpark zuständig für den Bereich Tourismus (3.v.l.), mit den Besuchern aus El Salvador bei der Spendenübergabe.

Doch nicht nur Wissen und Ideen hatten die El Salvadorianer bei ihrer Abreise im Gepäck, sondern auch Spenden und Geschenke. Von der Louisoder Umweltstiftung erhielten sie Zelte mit Platz für 30 Schüler, die für umweltpädagogische Programme verwendet werden sollen. Überreicht wurden diese von Dr. Franz Leibl, dem Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, im Rahmen eines geselligen Abends. „Wir freuen uns, dass die Partnerschaft zu einem regen Austausch führt und wir nicht nur unsere Erfahrung weitergeben können, sondern auch wertvolle Impulse erhalten.“ Von Lusenwirt Heinz Duschl bekamen die Gäste aus Zentralamerika eine Spende in Höhe von 850 Euro. Der Betrag stammt aus dem Erlös, den der Lusenkalender 2017 erbracht hat, und soll ebenfalls für umweltpädagogische Zwecke verwendet werden. Vorgestellt wurde in diesem Rahmen auch die Spendenbox für das trinationalen Biosphärenreservats Trifinio Fraternidad, die im Haus zur Wildnis in Ludwigsthal aufgestellt ist. Finanziell unterstützt wurde die Reise auch von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, die die Flugkosten übernommen hat.
Das nächste Treffen ist für November dieses Jahres geplant. Dann wird Umweltbildungsreferent Lukas Laux in El Salvador einen Workshop durchführen.
Neben den Besuchern aus El Salvador konnte zeitgleich auch eine Gruppe aus dem Sharri National Park, der im Kosovo liegt, begrüßt werden. Die Mitarbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald stellten den Gästen derzeit laufende Maßnahmen vor, wie zum Beispiel aus dem Bereich der Forstwirtschaft oder des Wildtiermanagements, und führten die Gruppe auch ins Gelände.


- sb


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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