Die Stadt Deggendorf hat zu einer praxisnahen Einführung in den Obstbaumschnitt auf die städtische Streuobstwiese am Schluttenhof eingeladen. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Ausstellung Streuobstwiesen Paradiese aus Menschenhand im Foyer des Neuen Rathauses statt.
Die Streuobstwiese liegt nordwestlich von Aletsberg an der Grenze zur Gemeinde Metten und ist Teil einer großen Ökokontofläche. Dort wurden insgesamt 76 neue Obstbaum Hochstämme regionaler Sorten gepflanzt. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern und gleichzeitig einen Beitrag zum Naturschutz zu leisten.
Stadtgärtner Robert Schneider erklärte den Teilnehmern zunächst die wichtigsten Werkzeuge für den Obstbaumschnitt. Anschließend ging er auf die richtige Pflanzung junger Bäume ein. Dabei betonte er, dass Obstbäume nicht zu tief gesetzt werden dürfen. Die Veredlungsstelle sollte sich etwa eine Hand breit über dem Boden befinden.
Anhand von jungen Birn und Apfelbäumen zeigte Schneider grundlegende Techniken wie den Aufbau des Leittriebs, die sogenannte Saftwaage sowie den kegelförmigen Aufbau der Krone. Auch das Entfernen von Parallelästen wurde demonstriert. Wichtig sei dabei, nicht zu viel zu schneiden, da dies vor allem das Wachstum von Trieben fördert, aber keinen Fruchtansatz bringt.

Stadtgärtner Robert Schneider demonstriert an einem jungen Birnbaum den richtigen Schnitt
Die Vielfalt regionaler Obstsorten ermöglicht eine lange Verfügbarkeit frischer Früchte. So können auch im Frühjahr noch eingelagerte Äpfel aus heimischem Anbau verzehrt werden. Der Kauf weit transportierter Ware wird dadurch überflüssig und schont das Klima.
Beim gemeinsamen Austausch bei Bio Apfel Birnensaft von städtischen Bäumen ließen die Teilnehmer den Vormittag auf der Streuobstwiese ausklingen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Wissen und Engagement für den Erhalt traditioneller Kulturlandschaften sind.

Stadt Deggendorf