Das Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Lusen ist wieder um eine Attraktion reicher: Nach umfangreichen Bauarbeiten wurde das erweiterte Wildkatzen-Gehege offiziell eröffnet. Gleichzeitig sind zwei neue Tiere in die Anlage eingezogen, die nun von Besuchern beobachtet werden können.
Durch einen Anbau ist das Gehege mittlerweile mehr als doppelt so groß wie zuvor. Nationalparkleiterin Ursula Schuster zeigte sich bei der Eröffnung erfreut über das Ergebnis und dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz. Sie betonte, dass die Weiterentwicklung der Infrastruktur im Nationalpark kontinuierlich vorangetrieben werde. Auch künftig sind weitere Maßnahmen geplant, darunter die Sanierung des bisherigen Anlagenbestands sowie der Bau neuer Volieren.

Nationalparkleiterin Ursula Schuster und Bürgermeister Alfons Schinabeck bei der Eröffnung des erweiterten Wildkatzen-Geheges im Tier-Freigelände.
Für die Gemeinde ist das Tier-Freigelände ein wichtiger Besuchermagnet. Bürgermeister Alfons Schinabeck hob hervor, wie bedeutend die Anlage gerade für Gäste der Region ist. Umso größer sei die Freude, dass Wildkatzen nun wieder in einer besonders naturnah gestalteten Umgebung zu sehen sind.
Das Gehege war zuvor vorübergehend geschlossen, da sowohl bauliche Erweiterungen durchgeführt als auch neue Tiere gesucht werden mussten. Der neue Bereich fügt sich nahtlos in das bestehende Areal ein. Große Teile der Arbeiten wurden von der Nationalparkmannschaft selbst umgesetzt. Zwei Tunnel verbinden die Gehegeteile miteinander und ermöglichen es, die Tiere bei Bedarf zu trennen.
Bei den neuen Bewohnern handelt es sich um einen Kater aus dem Wildpark Lüneburger Heide sowie ein Weibchen, das nach einem Verkehrsunfall nicht mehr in die freie Wildbahn zurückkehren konnte. Ob letzteres langfristig im Gehege bleiben muss, wird derzeit geprüft.
Ein besonderes Augenmerk lag darauf, ausschließlich echte Wildkatzen zu präsentieren. Denn die genetische Vermischung mit Hauskatzen stellt eine große Gefahr für die Art dar. Parallel dazu plant der Nationalpark ein umfangreiches Monitoring, um mehr über die Wildkatzenpopulation im Nationalparkwald zu erfahren.

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald