Fläche für neue Kauz-Volieren im Nationalparkzentrum Lusen wird vorbereitet

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10.02.2026
Neuschönau
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Der Weg für den Bau von drei neuen Volieren für Eulen und Käuze im Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Lusen wird derzeit frei gemacht. Auf einer rund 3600 Quadratmeter großen Fläche zwischen Wildkatzen- und Bärengehege werden in dieser Woche Bewuchs und einzelne Bäume entfernt.

 

Dass die vorbereitenden Maßnahmen bereits jetzt erfolgen, hat naturschutzfachliche Gründe. Baumfällarbeiten dieser Art müssen vor Beginn der Vogelbrutzeit abgeschlossen sein. Zudem wird in diesem Bereich auch Rücksicht auf die seltene Haselmaus genommen, die in den Wintermonaten noch keine Nester baut. Wertvolle Habitatbäume bleiben erhalten und werden bewusst in die Fläche integriert.

 

Die erforderlichen naturschutzrechtlichen Einvernehmen wurden von der Regierung von Niederbayern und dem Umweltministerium unter Beteiligung der Naturschutzverbände erteilt, sodass die Maßnahme nun zeitnah umgesetzt werden kann.

 

Bereits im Sommer 2024 hatte eine umfassende Bauwerksprüfung gezeigt, dass bestehende Volieren im Tier-Freigelände stark sanierungsbedürftig sind. Die Greifvogelvoliere sowie eine seit Jahren ungenutzte Aas-Fresser-Voliere wurden daraufhin abgerissen, da eine Sanierung nicht verhältnismäßig gewesen wäre. Parallel dazu erarbeitete eine Arbeitsgruppe der Nationalparkverwaltung ein neues Volierenkonzept.

 

Ein Mitarbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald steht in Schutzkleidung mit Motorsäge im verschneiten Wald. Im Hintergrund arbeiten mehrere Forstmaschinen und Fahrzeuge daran, Bäume und Gehölz zu entfernen, um eine Fläche im Tier-Freigelände vorzubereiten.
Dort, wo aktuell Bewuchs entfernt wird, sollen ab Spätsommer drei neue Volieren für Eulen und Käuze entstehen.

 

Als erstes sollen nun die Käuze ein neues Zuhause erhalten. Wenn alles planmäßig verläuft, kann mit dem Bau der neuen Volieren im Spätsommer begonnen werden. Das Tier-Freigelände zählt mit rund 300000 Besuchern jährlich zu den beliebtesten Einrichtungen des Nationalparks und ist zugleich ein zentraler Ort der Umweltbildung.

 

Während der laufenden Arbeiten müssen Besucher mit keinen nennenswerten Einschränkungen rechnen. Lediglich kurzfristige Sperrungen einzelner Bereiche sind möglich und werden durch Mitarbeitende des Nationalparks begleitet.


- JS


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Quellenangaben

Nationalpark Bayerischer Wald, Vinzent Geiger

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