Caritas-Fachtag zur Prävention stärkt Gewaltschutz in der Pflege

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08.02.2026
Passau
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Wie kann Gewalt in der Pflege wirksam verhindert werden und wie lassen sich Würde und persönliche Grenzen schützen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Fachtag „Grenzen spüren. Gewaltschutz stärken. Gemeinsam handeln.“, zu dem der Caritasverband für die Diözese Passau nach Passau eingeladen hatte.

 

Caritasdirektorin Andrea Anderlik betonte, dass Gewaltschutz weit mehr sei als eine formale Pflichtaufgabe. Es gehe immer um den konkreten Menschen, insbesondere im Alter, wenn Verletzlichkeit zunimmt. Gewaltfreie Pflege sei ein grundlegendes Recht und müsse im Alltag konsequent gelebt werden.

 

Drei Frauen stehen nebeneinander vor einer Präsentationswand mit dem Schriftzug „Zusammen geht was“. Alle drei lächeln in die Kamera. Sie tragen Brillen und sind gepflegt gekleidet. Im Hintergrund ist das Logo der Caritas sowie der Titel einer Fachveranstaltung zur Prävention im Pflegebereich zu sehen.
Gemeinsam für Gewaltschutz in der Pflege: Caritasdirektorin Andrea Anderlik, Prof. Dr. Ursula Immenschuh und Andrea Kramer, Präventionsbeauftragte der Caritas, beim Fachtag zur Prävention in Passau.

 

Einen zentralen Impuls lieferte Prof. Dr. Ursula Immenschuh von der Katholischen Hochschule Freiburg mit ihrem Vortrag „Scham als Hüterin der Würde“. Sie zeigte auf, wie das bewusste Wahrnehmen von Scham helfen kann, Grenzverletzungen frühzeitig zu erkennen und Gewalt vorzubeugen. Eine offene Auseinandersetzung mit schwierigen Gefühlen sei Voraussetzung für eine würdevolle Pflege.

 

Ergänzt wurde der Fachtag durch Workshops und Praxisbeispiele, die sich unter anderem mit Gewalt in digitalen Medien, sexualisierter Gewalt sowie Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen in der Pflege beschäftigten. Ziel war es, Handlungssicherheit zu vermitteln und bestehende Schutzkonzepte weiter zu stärken.


- JS


Caritasverband für die Diözese Passau e. V.Caritasverband für die Diözese Passau e. V.Passau

Quellenangaben

can/mr

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