Mitgliederversammlung des Landschaftspflegeverbandes Straubing-Bogen e.V.

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22.01.2026
Straubing
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Zahlreiche Informationen erhielten die Mitglieder des Landschaftspflegeverbandes Straubing-Bogen e.V. bei der Mitgliederversammlung im Großen Sitzungssaal des Landratsamtes am Dienstag.

 

Geschäftsführerin Julia Hagner, stellvertretender Geschäftsführer Ambros Köppl und Julia Schnurrer (zuständig für Streuobst, Ackerwert und Flächenaufwertung) informierten über Möglichkeiten und Vorteile für Kommunen. Thematisiert wurden unter anderem das Management von Ausgleichsflächen, die Heckenpflege, die Gewässer- und Grabenpflege sowie Beratung und Umsetzungsbegleitung. „Wir bieten eine Vor-Ort-Beratung, bei Ausgleichsflächen eine Sicherstellung der fachlichen Umsetzung und bei der Heckenpflege eine Antragsstellung für Förderung nach KULAP“, so Julia Hagner.

 

Vorgestellt wurden außerdem die neuen Projekte Ackerwert und Fondazione Capellino. Ackerwert ist ein DVL-Projekt (Deutscher Verband für Landschaftspflege), bei dem in der dritten Projektphase bis 2028 der LPV Straubing-Bogen als einer von sechs LPV in Bayern beteiligt ist. Es richtet sich an Eigentümerinnen und Eigentümer von landwirtschaftlichen Flächen ohne eigenen landwirtschaftlichen Betrieb als Verpächter. In einem moderierten Rahmen sollen zwischen Pächter und Verpächter nachhaltige Lösungen zur Steigerung der biologischen Vielfalt entstehen, die einen Mehrwert für alle Beteiligten und auch die Natur bieten. „Das Projekt soll eine Motivation und Unterstützung zur gemeinsamen Maßnahmenentwicklung darstellen“, betonte Julia Schnurrer.

 

Gruppenfoto im Sitzungssaal des Landratsamtes. Mehrere Personen stehen und sitzen vor einer gebogenen Tischreihe, im Hintergrund eine Backsteinwand mit Wappen.
Die Mitglieder der Vorstandschaft und der Geschäftsführung beim Gruppenfoto am Rande der Mitgliederversammlung.

 

Beim DVL-Projekt Fondazione Capellino geht es um Renaturierungsmaßnahmen an der Großen Laber und im Donautal. Finanziert wird es durch eine gemeinnützige italienische Stiftung gleichen Namens (Inhaber der Tiernahrungshersteller almo nature). Nachdem die Bereiche Kelheim und Regensburg bereits involviert sind, soll das Projekt nun auch auf die LPVs Landshut und Straubing-Bogen ausgeweitet werden. „Erste Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf und dem Landesfischereiverband sind bereits erfolgt. Ziel ist der Erhalt und die Wiederherstellung natürlicher Lebensräume“, erläuterte Hagner.

 

Zudem stimmten die Mitglieder über Neufassungen der Satzung ab, da diese in manchen Punkten veraltet war. Die Neufassung wurde einstimmig angenommen.

 

Abschließend informierte Julia Hagner über die LNPR-Fördermittel. Im Rahmen der Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinien (LNPR) werden Maßnahmen durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. „Für 2026 ist ein ähnliches Budget wie 2025 zu erwarten“, sagte Hagner. 2025 gab es laut Information für den LPV Straubing-Bogen rund 46 Prozent weniger LNPR-Fördermittel als im Jahr zuvor. „Wir haben dies versucht durch andere Fördertöpfe und wirtschaftliche Arbeiten wie die Anlage von Ausgleichsflächen zu kompensieren.“

 

Landrat und erster Vorsitzender Josef Laumer lobte das Team des LPV: „Es wird sehr viel gemacht und gute Arbeit geleistet, die sowohl der Natur und den Landschaftsräumen wie auch unseren Kommunen zu Gute kommt.“ Zudem freute er sich, „dass mittlerweile auch alle Gemeinden im Landkreis Mitglied im Landschaftspflegeverband sind.“ Entsprechend der Parität setzt sich die Vorstandschaft des LPV aus Vertretern von Politik, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen. Stellvertretende Vorsitzende sind Gerhard Stadler (BBV-Kreisobmann) sowie Andreas Molz (Bund Naturschutz in Bayern e.V.).


- KM


Landratsamt Straubing-BogenLandratsamt Straubing-BogenStraubing

Quellenangaben

Landratsamt Straubing-Bogen, Foto: Landratsamt/Pressestelle

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