Selbstschutztraining an der Grundschule Spiegelau: Viertklässler lernen klare Grenzen

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14.01.2026
Spiegelau
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Lautstark hallte es durch die Turnhalle der Grundschule: Stopp! Lassen Sie mich in Ruhe! Eine klare Ansage, die sich wie ein roter Faden durch den diesjährigen Selbstschutzkurs der vierten Klassen zog. Seit mehr als 20 Jahren wird dieses Präventionsprojekt an der Grundschule Spiegelau durchgeführt, auch in diesem Jahr wieder mit großem Engagement und spürbarem Erfolg.

Organisiert wurde das zweitägige Projekt von der Schulleitung und dem Elternbeirat in enger Zusammenarbeit mit dem 2. Karate Club Bayerwald e.V. Als erfahrene Präventionslehrkräfte standen Natalie Berner, Carmen Berner und Paul Gruber den Schülerinnen und Schülern zur Seite. Der Kurs orientiert sich an den Lehrplanvorgaben des Heimat- und Sachunterrichts sowie an schulübergreifenden Bildungszielen wie Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Persönlichkeitsstärkung.

 

Gruppenfoto in einer Turnhalle. Viertklässler der Grundschule Spiegelau sitzen und stehen in mehreren Reihen und halten Urkunden in die Kamera. Links und rechts stehen Betreuerinnen und ein Trainer.
Viertklässler der GS Spiegelau präsentieren stolz ihre Urkunden.

 

Selbstsicherheit durch Stimme, Haltung und klare Botschaften

Im Mittelpunkt des Kurses stand die Schulung von Selbstwahrnehmung, Körpersprache und mentaler Stärke. Die Kinder lernten, wie wichtig ein sicheres Auftreten, eine deutliche Stimme und klare Grenzen sind. In praxisnahen Rollenspielen wurde trainiert, wie man potenziell gefährliche Situationen frühzeitig erkennt und verbal deeskaliert, ganz nach dem Motto: Kampf vermeiden, Sicherheit durch Haltung und Stimme gewinnen.

Selbstschutztrainer Paul Gruber betonte, dass es vor allem darum gehe, Gewalt zu vermeiden. Wer klar auftritt und laut und deutlich Nein sagt, zeigt Stärke und schützt sich am besten. Im Notfall sei die Flucht immer die beste Option, bevor es zu einem körperlichen Konflikt komme.

 

Rollenspiele und Selbstverteidigung zum Anfassen

Die Schülerinnen und Schüler durften sich in realitätsnahen Szenarien ausprobieren, ob auf dem Nachhauseweg, dem Pausenhof oder in Alltagssituationen. Sie lernten unter anderem: Wie wirkt meine Körpersprache? Wie kann ich durch Stimme und Haltung Grenzen setzen? Wie reagiere ich in einer Notsituation?

Ergänzt wurde der Kurs durch praktische Übungen an Schlagpolstern sowie altersgerechte Selbstverteidigungstechniken. Dabei vermittelten Paul Gruber sowie die Gewaltpräventionscoaches Natalie und Carmen Berner wichtige Grundlagen wie Ausdauer, Zielstrebigkeit und Technik, vor allem aber den Mut zur eigenen Stimme.

 

Ein Projekt mit Wirkung

Dass der Kurs nicht nur spannend, sondern auch nachhaltig wirkte, zeigte sich in der Motivation der Kinder. Mit großem Eifer und Interesse nahmen sie teil und konnten am Ende ein gestärktes Sicherheitsbewusstsein mit nach Hause nehmen. Auch die Lehrkräfte unterstrichen den pädagogischen Wert: Kinder lernen frühzeitig, auf sich zu achten und Grenzen klar zu setzen.

Zum Abschluss erhielt jedes Kind eine Urkunde. Dabei gab Coach Paul Gruber den jungen Teilnehmenden noch einen Merksatz mit: Verhaltet euch in einer Notsituation wie der Tiger auf eurer Urkunde, nicht wie das sanfte Kätzchen.


- KM


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Quellenangaben

Grundschule Spiegelau

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