MdL Stefan Ebner kritisiert mangelnden Einsatz von Aiwanger für Rodenstock

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11.12.2024
Regen
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Minister hat Belegschaft zu schnell aufgegeben - stattdessen Eigentümer Freibrief zum Arbeitsplatzabbau gegeben

 

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verkündet in einer Pressemitteilung am 06.12.2024, dass es keine Hoffnung mehr für die Rodenstock-Mitarbeiter gibt. Er spricht von "unrealistischen Hoffnungen" für die Rodenstock-Mitarbeiter. Der Stimmkreisabgeordnete Dr. Stefan Ebner, der zugleich Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags ist, kritisiert Aiwanger scharf:
 
Es wäre die Pflicht eines Bayerischen Wirtschaftsministers gewesen, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Stattdessen hat sich Aiwanger in den letzten Wochen und Monaten kaum um Rodenstock gekümmert, keine erkennbaren Lösungswege entwickelt und sich auch nicht wesentlich um die Belange der Belegschaft angenommen.
 
Aiwanger hat den Eigentümern von Rodenstock, der Private Equity Fonds Apax, einen Freibrief für den Arbeitsplatzabbau gegeben: Er hat kurz nach der Bekanntgabe des Eigentümers, 250 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, die Entscheidung akzeptiert. Er sagte: "Wir bedauern die von Rodenstock angekündigten Umstrukturierungen und Stellenverlagerungen sehr, müssen diese Entscheidungen aber akzeptieren. Die Rahmenbedingungen und insbesondere die hohen Kosten zwingen immer mehr Unternehmen in Deutschland zu solchen Schritten."
 
Es wäre aber die Aufgabe von Hubert Aiwanger gewesen, auf alle Beteiligten zuzugehen, nach Alternativen zu suchen und persönlich vor Ort vorzusprechen. Stattdessen hat er sich nicht erkennbar gekümmert und die Aufgaben, die er in dieser Situation als Wirtschaftsminister erledigen hätte müssen, mussten andere übernehmen:
 

  • Der DGB hat Kontakt zu einem Investor, der an Rodenstock interessiert war, aufgenommen (Callista Private Equity)
  • Die Staatskanzlei hat den Eigentümer Apax in London kontaktiert und sich als
    Vermittler zwischen dem bestehenden Eigentümer Apax und dem interessierten Investor Callista angeboten (was leider an Apax gescheitert ist, da kein Interesse an einem Austausch bestand)
  • Der Fraktionsvorsitzende der CSU-Landtagsfraktion, Klaus Holetschek, war vor Ort im Werk in Regen, um ein Gespräch mit dem Betriebsrat zu führen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen – während Aiwanger kein einziges Mal vor Ort war oder das Gespräch mit der Belegschaft gesucht hat
  • Die örtlichen Mandatsträger haben mit Geschäftsführung, Belegschaft und Betriebsräten Gespräche geführt und nach Lösungen gesucht

 

Hätte Hubert Aiwanger von Anfang an die Suche nach Investoren positiv begleitet, hätten vielleicht bessere Ergebnisse für die Belegschaft erreicht werden können. Stattdessen hat er diesen Prozess nicht erkennbar positiv begleitet. Er ist seinem Job nicht nachgekommen: Vermutlich musste er Landräte von einer Bundestagskandidatur für die Freien Wähler überzeugen, anstatt sich um das Schicksal der 280 betroffenen Mitarbeiter zu kümmern.
 
Als örtlicher Stimmkreisabgeordneter bin ich zutiefst enttäuscht, dass der Bayerische Wirtschaftsminister, der ja selbst Niederbayer ist, die Rodenstock-Belegschaft so schnell aufgegeben hat.
 
Ich danke allen Beteiligten, die sich für die Mitarbeiter von Rodenstock eingesetzt haben, zuvorderst Staatsminister Florian Herrmann und CSU-Fraktionschef Klaus Holetschek, der persönlich nach Regen gekommen ist und das gemeinsame Gespräch mit dem Rodenstock-Betriebsrat geführt hat.
 
Es war richtig und notwendig zu versuchen, den Rodenstock-Eigentümer Apax mit dem interessierten Investor Callista zusammenzubringen. Es ist umso bedauerlicher und schwer nachvollziehbar, dass Apax dieses Gespräch nicht für notwendig erachtet hat, obwohl sie gegenüber der Politik zuvor Gesprächsbereitschaft signalisiert haben.
 
Wichtig ist nun, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die keine Zukunft bei Rodenstock mehr haben, in der Region bleiben und eine adäquate Beschäftigung bei anderen regionalen Betrieben finden können. Für unsere heimische Wirtschaft ist es wichtig, dass deren Können und die fachliche Kompetenz in der Region bleibt.
 
Als örtlicher Abgeordneter bin ich bereits im Austausch mit verschiedenen Unternehmen in der Region, um zu prüfen, wo Bedarf für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rodenstock sein könnte. Ich bin zuversichtlich, dass es hier verschiedene Chancen geben wird.

 


 Dr. Stefan Ebner, Mitglied des bayerischen Landtags kritisiert Hubert Aiwangers mangelnden Einsatz für Rodenstock


- LL



Quellenangaben

Dr. Stefan Ebner - Mitglied des bayerischen Landtags
Bildupload: Lisa-Marie Liebl

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