Es musste einfach aus ihm raus

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11.05.2024
Schönberg

Josef Schwarz schenkt Gemeinde und Pfarrei je ein Bild

Kreativität sucht sich ihre Bahn. Bei Josef Schwarz waren es die bewegenden Eindrücke der Natur, die in ihm arbeiteten, bis er sie irgendwie festhalten wollte. Er schnitzte und er malte. Jetzt teilte er das, was er auf Leinwand bannte, mit Gemeinde und Pfarrei.

 Josef Schwarz (v.l.) teilte seinen ganz eigenen kreativen Blick auf die Wunder der Erde mit Pfarrer Michael Bauer und Bürgermeister Martin Pichler.

Josef Schwarz (v.l.) teilte seinen ganz eigenen kreativen Blick auf die Wunder der Erde mit Pfarrer Michael Bauer und Bürgermeister Martin Pichler. 

 

Josef Schwarz war kein Maler; er hat es nicht erlernt, er war auf keiner Kunstschule. Eigentlich hat er sich erst mal auf Baustellen in München seinen Lebensunterhalt mit schwerer Arbeit verdient, bevor es zuhause auch mehr Möglichkeiten gab, sesshaft zu werden und an Familie zu denken. Die Atex-Werke gaben Arbeit und Lohn und die Freundin wurde zur Frau und deren elterlicher Hof zur Heimat. Drei Kinder wurden ihnen geschenkt, von denen eines zu früh wieder starb. Ansonsten gab es noch Ziegen, Hühner und sogar eine Zeit lang das weithin bekannt gewordene Känguru Charlie, das hier aufgenommen wurde, weil es sonst mutterlos keine Chance gehabt hätte. Josef Schwarz ist ein ebenso fröhlicher wie nachdenklicher Mensch, der nicht viele Worte verliert, sondern lieber etwas anpackt. Deshalb durfte das Kreative in ihm auch immer heraus, ohne dass er sich zu stark seinen Kopf darüber zerbrach. Er hatte geschickte Hände und schnitzte. Er hatte das Auge für ein schönes Motiv, das er malte. Es entstanden Rübezahl und Schützenscheibe, ein Uhu schaut aus einem Holzstamm und ein Zeitungsbild bannte er früher in Öl, heute in schneller trocknenden Kaseinfarben auf Leinwände. Er tut es mehr für sich, Früher hat er auch fotografiert. Aber so kann er einer Wildsau auch einen verwegenen Blick aufsetzen, wenn er es sieht und fühlt.

 

Als Bürgermeister Martin Pichler und Pfarrer Michael Bauer am 14. April zum 85. Geburtstag zum Gratulieren kamen, da freute sich Josef Schwarz sehr darüber und versprach den beiden, dass sie sich jeder ein Gemälde von ihm als Geschenk aussuchen dürften. Und sie ließen sich dazu überreden und ihn erzählen, warum und wie er denn zur Malerei gekommen sei. Martin Pichler entschied sich schließlich für eine Karawane, passend zu dem berühmten Zitat, das auf ein orientalisches Sprichwort zurückgeht und von Helmut Kohl bekannt gemacht wurde: „Die Hunde bellen, die Karawane zieht weiter.“  Zum Ausdruck komme dabei, dass trotz Anfechtungen von verschiedenen Seiten ein Ziel oft unbeeindruckt angesteuert werden muss, um es zu erreichen. Michael Bauer entschied sich für einen stolzen Greifvogel, der sich jeden Moment vom steilen Fels in die klare Luft werfen könnte, ohne die Wahl tiefer begründen zu können. Vielleicht ist der Himmel über uns aber schon immer die beste Ahnung für ein in jeder Situation tragendes Gottvertrauen.


- JS


Markt SchönbergFirmenpartner-BronzeWAIDLER Partner BronzeSchönberg

Quellenangaben

Foto: Markt Schönberg

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