zurück zur Übersicht

13.04.2022 10:00 Uhr
450 Klicks
teilen

Ausbau internationaler Kooperationen im Bereich KI

Am 4. April 2022 organisierte die Europaregion Donau-Moldau e.V. und das Netzwerk INDIGO einen digitalen runden Tisch zum Thema künstliche Intelligenz (KI) mit Fokus auf Daten und Grundlagen. Im Rahmen der Netzwerkveranstaltung konnten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der tschechischen, deutschen und österreichischen Hochschulen und Universitäten austauschen. Dabei hatten sie Gelegenheit, ihre Forschungsthemen und Projekte im Bereich der KI vorzustellen und sich zu möglichen grenzüberschreitenden Kooperationen auszutauschen.

 

Bereits im Dezember 2021 trafen sich KI-Expertinnen und -Experten aus tschechischen, deutschen sowie österreichischen Hochschulen und besprachen aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen im Bereich des maschinellen Lernens und damit verbundenen Technologien. Da das Thema der Datengrundlage für die Anwendungen künstlicher Intelligenz hierbei stark diskutiert wurde, wurde das grenzüberschreitende Netzwerktreffen in 2022 zu diesem Thema fortgesetzt. Insgesamt nahmen rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 13 Hochschuleinrichtungen aus Deutschland, Tschechien und Österreich an der zweistündigen Veranstaltung teil.

Organisierten den wissenschaftlichen grenzüberschreitenden Austausch zum Thema künstliche Intelligenz: obere Reihe v.l. Anne-Kathrin Böhm (Netzwerkmanagerin INDIGO), Prof. Dr. Wolfgang Dorner (Technische Hochschule Deggendorf) sowie untere Reihe v.l. Prof. Dr. Tomas Sauer (wissenschaftlicher Leiter INDIGO) und Projektmanagerin Vendula Maihorn (Trägerverein Europaregion Donau-Moldau e.V.).

 

Vier Impulsbeiträge zu Best Practices zum Thema „Daten und Grundlagen im Bereich KI“ wurden in Veranstaltung vorgestellt und anschließend im Plenum diskutiert. Hierbei konnten die Vortragenden Prof. Dr. Stefan Rass (Johannes Kepler Universität Linz), Bernhard Bauer (Technische Hochschule Deggendorf), Dr. Torsten Priebe (Fachhochschule St. Pölten) sowie Prof. Dr. Florian Lemmerich (Universität Passau) Rückfragen zur ihren dargestellten Projekten beantworten und weitere Aspekte ihrer Forschungsschwerpunkte vertiefen. Besonders im Fokus standen die Themen Potentiale sowie der vertrauenswürdige Einsatz von KI, Datenqualität und Datengrundlagen für KI-Anwendungen sowie Datenmanagement und -sicherheit. Moderiert wurde die fachliche Diskussion von Prof. Dr. Tomas Sauer (wissenschaftlicher Leiter des Netzwerks INDIGO) und Prof. Dr. Wolfgang Dorner (TH Deggendorf).

 

Neben der Vernetzung und der Vertiefung von Hochschulkooperationen hat es sich die Europaregion Donau-Moldau in den nächsten Jahren zum Ziel gesetzt, den Austausch zum Forschungsthema der künstlichen Intelligenz verstärkt zu unterstützen. Auch im Netzwerk INDIGO und der von der Geschäftsstelle seit 2020 organisierten Kooperationsplattform KI Campus Ostbayern spielen wissenschaftliche Kompetenzen im Bereich KI eine zentrale Rolle. „Der grenzüberschreitende Wissensaustausch im Rahmen des runden Tisches zur künstlichen Intelligenz fördert eine engere Vernetzung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Tschechien und Österreich. Dies schafft eine solide Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und fördert die Entstehung von neuen Forschungsprojekten“, erläutert Prof. Sauer.

 „Wir freuen uns, dass die Kooperation mit dem Netzwerk INDIGO aus dem letzten Jahr mit dieser Veranstaltung erfolgreich fortgesetzt werden konnte, indem wir im Rahmen unseres runden Tisches Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der EDM-Region zusammenbringen konnten“, resümierte Vendula Maihorn, die für die Betreuung und Ausbau der Hochschulkooperationen im Trägerverein der Europaregion Donau-Moldau e.V. zuständig ist. Die grenzübergreifende Projektinitiative wird im Rahmen der Förderrichtlinie Landesentwicklung (FöRLA) vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Landesentwicklung gefördert und vom Bezirk Niederbayern kofinanziert.

„Wir hoffen, dass der internationale Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Grenzregion auch zukünftig fortgesetzt wird“, ergänzt Anne-Kathrin Böhm, Netzwerkmanagerin von INDIGO.

 

Über die Europaregion Donau-Moldau e.V.

Die Europaregion Donau-Moldau (EDM) ist ein 2012 gegründeter, dreiländerübergreifender Zusammenschluss der Regionen Niederbayern, Oberpfalz, Oberösterreich, Niederösterreich, Südböhmen, Pilsen und Vysoina in Form einer politisch vereinbarten Arbeitsgemeinschaft. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die trilaterale Zusammenarbeit zum Wohle der dort lebenden Menschen, zur Stärkung der gesamten Region im Wettbewerb der Regionen und zur Umsetzung des europäischen Gedankens beizutragen. In der fast 60.000 Quadratkilometer umfassenden Europaregion leben über sechs Millionen Menschen. In der Region Niederbayern befindet sich der Sitz der EDM in Freyung, wo die Tätigkeit für die EDM durch den Trägerverein Europaregion Donau-Moldau wahrgenommen wird. Vorsitzender des Trägervereins ist Bezirkstagspräsident Niederbayerns, Dr. Olaf Heinrich, Geschäftsführer ist DIpl.-Ing. Kaspar Sammer. Weitere Informationen zu EDM: https://www.europaregion.org/

 

Über das Netzwerk INDIGO und den KI Campus Ostbayern

Der KI Campus Ostbayern wurde 2020 initiiert und wird durch das Netzwerk INDIGO (Internet und Digitalisierung Ostbayern) koordiniert und organisatorisch unterstützt. Der KI Campus Ostbayern ist eine Kooperationsplattform, mit der die ostbayerischen Hochschulen (OTH Amberg-Weiden, OTH Regensburg, Hochschule Landshut, TH Deggendorf, Universität Regensburg und Universität Passau) ihre Kompetenzen zum Thema künstliche Intelligenz bündeln, den wissenschaftlichen Austausch stärken und die Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft ausbauen wollen. Weitere Informationen finden Sie auf der INDIGO-Homepage unter: https://www.indigo-netzwerk.de/ki-campus-ostbayern/

 


- JS


Trägerverein Europaregion Donau-Moldau e.V.Freyung

Quellenangaben

Trägerverein Europaregion Donau-Moldau e.V.

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.


Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?


Ähnliche Berichte

MdB Al-Halak startet eigenes Jugendförderprogramm „NextGen for politics“Grafenau MdB Al-Halak startet eigenes Jugendförderprogramm „NextGen for politics“ 19-jähriger Schüler als Koordinator im Wahlkreisbüro – Dialog mit jungen Menschen ist das Ziel.Mehr Anzeigen 10.09.2022Ausbildung macht Zukunft 2022 setzt Akzente im PflegebereichStraubing Der Landkreis Straubing-Bogen setzt sich aktiv für die berufliche Ausbildung ein. Mit dieser Initiative sollen Betriebe und Firmen und junge Menschen zusammengebracht und miteinander vernetzt werden.Mehr Anzeigen 25.05.2022Zukunftsreise macht Halt im Ilzer LandGrafenau (Zentrum) Wie kommt der Glasfaseranschluss zu mir nach Hause? Wie werden ländliche Räume zu Smart Regions? Wie verändert die Digitalisierung unser Bildungssystem? Mit Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um die Zukunft fährt das Infomobil der atene KOM auf Tour durch ganz Deutschland.Mehr Anzeigen 04.11.2021Mit Daten und Verstand – Berufsbegleitende Weiterbildung Maschinelles Lernen in PythonDeggendorf Ab 10. Januar 2022 bietet das Zentrum für Akademische Weiterbildung der TH Deggendorf für alle IT Begeisterten mit „Maschinelles Lernen in Python“ eine berufsbegleitende Weiterbildung im Bereich Künstliche Intelligenz an.Mehr Anzeigen 29.09.2021Künstliche Intelligenz soll Studierende aus ganz Europa nach Deggendorf lockenDeggendorf Die Technische Hochschule Deggendorf (THD) bekommt den ersten englischsprachigen technischen Bachelorstudiengang in Deggendorf: Artificial Intelligence. Schon ab Oktober 2021 sollen Studieninteressierte Künstliche Intelligenz (KI) auf Englisch studieren können.Mehr Anzeigen 29.03.20214. Bayerisch-Tschechischer UnternehmertagDeggendorf Fachleute beleuchten die Frage, wie sich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz künftig auf das Arbeiten und Leben im grenzübergreifenden Kontext auswirken: Lassen sich daraus neue Potenziale für nachhaltige grenzübergreifende Kooperationen mobilisieren?Mehr Anzeigen 04.02.2020