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31.03.2022
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Der Spargel

Heute für alle, die ihn genauso sehr lieben wie ich - Der Spargel!

Mit Infos über den Spargel, den Anbau und die Ernte, die Aufbewahrung und den Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel.

Da nun schon der April kommt, ist es endlich soweit – die Spargelzeit ist da. Der Spargel kommt aus der Familie der Liliengewächse. Er besteht aus 90% aus Wasser und hat somit sehr wenig Kalorien. Leider ist die Spargelzeit sehr kurz und ist stark vom Wetter abhängig. Wenn der Winter recht lang und kalt ist, und der Frühling nicht so richtig loslegen will, kann sich der Start der Spargelzeit etwas verzögern. Manchmal sogar bis in den Mai. Das traditionelle Ende ist der „Johannistag“ am 24. Juni, beim grünen Spargel sogar noch etwas früher. Die Bauern könnten zwar danach nochmals ernten, aber eine späte Ernte verringert den Ertrag der Ernte für die nächste Saison.

Ihr habt bestimmt auch schon vor Mitte April Spargel im Supermarkt gesehen, aber der hat natürlich schon einen langen weg hinter sich. Meistens kommt er aus Griechenland oder Spanien. Geschmacklich macht ihm das nichts aus, doch die ganzen Vitamine gehen flöten. In Deutschland wird er vor April meist unter Folie gezogen oder in einer beheizten Erde angebaut, das ist natürlich auch nicht so ideal. Die größte Spargelernte in Deutschland ist in Niedersachsen, da wurden auch schon mal 25.000 Tonnen davon in einem Jahr gestochen.

Anbau und Ernte

Wer Spargel anbauen will, braucht sehr viel Geduld. Die Triebe können erst im 2. Standjahr geerntet werden, noch ergiebiger sind sie erst im 3. Standjahr. Die Besten Voraussetzungen sind ein sonniger Standort und ein sandiger oder lehmiger Boden. Das Spargelbeet sollte schon im Herbst zuvor vorbereitet werden. Beim Einsetzen der Wurzeltriebe muss der Boden locker und unkrautfrei sein, am besten mit Mist oder Kompost mischen. Der Abstand zu den anderen Trieben mit 25 cm und den Reihenabstand mit etwa 1,20 m einrichten. Nun zu der Schichtung: Den Graben 30 – 40 cm tief graben, da etwa 10 cm hoch Kompost, Mist oder Humus auflegen. Darauf nun eine 5 cm hohe Schicht Erde, auf die die Spargelpflanze mit Wurzeltrieb aufgesetzt werden kann. Nun noch die Knospen mit Erde bedecken und der Spargel kann wachsen.

Der Unterschied: weißer Spargel - Grüner Spargel

Der weiße Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, sobald die Köpfchen draußen sind, wobei der grüne Spargel bereits in der Sonne wächst. Er bildet dadurch die wichtigen Stoffe für die Photosynthese und bekommt seine grüne Farbe. Natürlich stecken in ihm viel mehr Inhaltsstoffe und er ist gesünder. Das grüne Gemüse hat sehr wertvolle Vitamine, wie Zink, Mangan und Folsäure, mehr Provitamin A + C und sogar das dreifache mehr an B – Vitaminen als der weiße Spargel. Beim Geschmack scheiden sich die Geister, der grüne Spargel schmeckt etwas anders, einfach kräftiger und aromatischer. Das hat aber gar nichts mit dem Reifegrad zu tun. Auch bei der Zubereitung hättet ihr es mit dem grünen Spargel etwas einfacher: Es werden nur die Enden geschält und er wird nicht so lange gekocht.

Aufbewahrung

Bei der Lagerung von Spargel gilt für beide: Wenn schon geschält spätestens am nächsten Tag aufbrauchen. Er verliert sonst seinen besonderen Geschmack und das Aroma. Ungeschält sind alle zwei ca. 3 – 4 Tage haltbar. Den weißen nehmt ihr bitte aus der Plastikverpackung und wickelt ihn in ein feuchtes Geschirrtuch. So in das Gemüsefach im Kühlschrank lagern. Aber Vorsicht: Keine geruchsintensiven Lebensmittel wie offene Wurst, Käse, Zwiebeln oder Knoblauch in unmittelbare Nähe legen! Den grünen dagegen lagert ihr stehend in einem Glas oder einer Vase mit Wasser. Die Enden sollten dabei immer im Wasser sein und die Köpfe können mit einem feuchten Tuch eingewickelt werden, damit sie nicht austrocknen. Ihr braucht kein Sonnenlicht für die Aufbewahrung des grünen Spargels.

Einfrieren geht natürlich auch. Dafür säubert ihr den Spargel, schneidet die holzigen Enden weg und den weißen schält ihr. In eine Gefriertüte oder Dose und für die nächsten 6 Monate ist euch der Spargel sicher! Habt ihr Hunger drauf? Kein Problem, einfach gefroren in kochendem Wasser bissfest garen.

Noch ein kleiner Tipp!

Da Spargel fast nur aus Wasser besteht, schaut bitte genau auf Schimmelspuren, das geht ziemlich schnell. Nehmt ihn unbedingt aus der Verpackung und schaut ihn vor der Zubereitung an. Bei den kleinsten Anzeichen alles weg, nur wegschneiden reicht da nicht aus, der Schimmel verteilt sich bei Spargel wirklich zügig.

 

So, nun bin ich am Ende meines Spargelvortrags und ganz ehrlich: Ich hätte jetzt richtig Lust auf einen Spargeltoast.


Lasst es euch schmecken und bis bald.

Eure Nicole Stöger


- NS


Serie: Gesundheit & ErnährungIn dieser Serie beleuchten wir Themen rund um Gesundheit und Ernährung, Unverträglichkeiten, Allergien, Diät und vieles mehr.

Quellenangaben

Bild: Pixabay

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