Limit von 1.000 Euro – Online-Casinos bundesweit erlaubt

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24.02.2022
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Lange Zeit war das online Glücksspiel in Deutschland nicht legal. Mit der Einführung des neuen Glücksspielstaatsvertrags im Juli 2021 wurde dieser Umstand endgültig geändert. Alle Online-Casino-Anbieter können nun bei der zuständigen Behörde eine deutsche Lizenz beantragen. Entsprechend den Zielen des neuen Gesetzes gibt es aber einige Auflagen und Vorschriften, die es zu erfüllen gilt, um eine solche Lizenz zu erhalten.

Welche Auflagen müssen Online-Casinos mit deutscher Lizenz einhalten?

Die deutsche Lizenz, die es Betreibern von Online-Casinos im In- und Ausland möglich macht, auch in Deutschland ihr Angebot zu unterbreiten, bringt vielfältige Auflagen mit sich. Die Möglichkeiten der Spieler werden deutlich beschränkt. So auch bei den monatlichen Einzahlungen. Im Glücksspielstaatsvertrag wurde festgelegt, dass Spieler lediglich eine Summe von monatlich maximal 1.000 Euro für das Glücksspiel aufwenden dürfen. Diese Einschränkung soll durch ein zentrales Melderegister überwacht werden. In diesem werden die Daten, die Kopie des Lichtbildausweises und die Einzahlungen der Spieler erfasst werden. In enger Absprache mit den Betreibern wird so abgesichert, dass keiner dieses Limit überschreitet.

Neben dem Melderegister soll auch eine zentrale Sperrdatei etabliert werden. Dadurch sollen die Spieler die Möglichkeit erhalten, eine Selbstsperrung vornehmen zu lassen, welche sich über alle Anbieter mit einer deutschen Lizenz erstreckt. Spielsuchtgefährdete Nutzer sollen so die Möglichkeit haben, für eine bestimmte Zeit Distanz zum Spielen aufzubauen. Aber auch Sperrungen durch den Anbieter oder die Behörde können über diese zentrale Stelle realisiert werden. Darüber hinaus gibt es auch einige Einschränkungen im Bereich der Spiele. So entfallen viele Tisch- und auch Live-Casino-Spiele. Auch bei den virtuellen Automaten ändert sich einiges. Denn Einsatzlimits und Zwangspausen sollen künftig fester Bestandteil beim Spielen sein. Jedoch gibt es auch Online-Casino mit einer Lizenz aus dem EU-Ausland, welche bisher keine deutsche Lizenz beantragt haben. Diese unterliegen nicht den Limitierungen und Maßnahmen der deutschen Lizenz. Klicken Sie hier, um mehr über diese Casinos zu erfahren.

Ziele der Maßnahmen und Einschränkungen

Im Glücksspielstaatsvertrag sind mehrere Ziele aufgelistet, die durch die Etablierung der deutschen Lizenz für Online-Casino-Anbieter erfüllt werden sollen. Die Maßnahmen, die in Verbindung mit dieser Lizenz stehen, sollen zum einen die Entstehung von Glücksspiel- und Wettsucht eindämmen oder sogar ganz verhindern. Aber auch der Jugend- und Spielerschutz soll insbesondere durch die neuen Behörden und deren Kontrollfunktion stärker in den Fokus gerückt werden. Auf der anderen Seite soll aber auch der natürliche Spieltrieb der Bevölkerung befriedigt werden. Dies soll durch die strengen Vorgaben jedoch in geregeltem Maß geschehen, wodurch auch den illegalen Glücksspielangeboten auf dem Schwarzmarkt entgegengewirkt werden soll.

Abgesehen von den offiziell ausgeschriebenen Zielen des neuen Gesetzes sind vermutlich auch die aus der Legalisierung des Glücksspiels resultierenden Steuereinnahmen ein Bestreben der Länder. Denn sämtliche bei den digitalen Spielbanken getätigte Einsätze werden künftig mit 5,3 Prozent besteuert. Diese Besteuerung entspricht ungefähr einer 125-prozentigen Besteuerung der Einnahmen. Vergleichsweise ergibt sich daraus eine vier- bis fünffach höhere Besteuerung als in stationären Casinos. Damit die Online-Casinos weiter wirtschaftlich bleiben, sind sie daher gezwungen die Auszahlungsquote erheblich zu senken.

Kritik an der deutschen Lizenz

Die Ziele des Glücksspielstaatsvertrags sind klar. Doch, ob die Ziele durch die Maßnahmen und Einschränkungen erreicht werden können, wird von vielen infrage gestellt. Insbesondere die Legalisierung an sich stößt auf einige Kritik. Denn es stellt sich die grundsätzliche Frage, wie die Legalisierung des Glücksspiels suchtgefährdete weiter von eben diesem Trigger entfernen soll. Durch die leichtere Zugänglichkeit werden eher mehr Menschen zum Spielen animiert, als das dies eine abschreckende Maßnahme wäre.

Darüber hinaus wird auch das hohe Maß an staatlicher Kontrolle, welches durch das Melderegister und die Sperrdatei entsteht, von vielen Seiten scharf kritisiert. Denn ganz gleich, welche Ziele diese Erfassungsregister verfolgen, viele Spieler schreckt eben diese staatliche Überwachung ab. Ebenso wie die gesetzten Limits. Die Kontrolle und Limitierung der finanziellen Mittel, die eine Privatperson für Freizeitbeschäftigungen aufwendet, stößt bei vielen Spielern auf Unverständnis. Aber auch die Einschränkungen im Spielangebot und während des Spiels erfreut sicherlich nur wenige Spieler. Daher bleibt abzuwarten, inwiefern die deutsche Lizenz dabei unterstützen kann, die Nutzer dieser Angebote in eine legale Richtung zu lenken.

Online-Casinos bundesweit erlaubt: Fazit

Online-Casinos sind durch den Glücksspielstaatsvertrag seit Mitte letzten Jahres bundesweit legal. Im neuen Gesetz wurden zahlreiche Ziele ausgeschrieben, die mit dieser Legalisierung einhergehen sollen. Doch sowohl die Legalisierung als auch die Maßnahmen und Einschränkungen, die mit dieser einhergehen, stoßen sowohl seitens der Spieler als auch bei den Anbietern auf enorme Kritik. Daher bleibt ungewiss, inwiefern die Ziele des Gesetzes mithilfe der deutschen Lizenz erreicht werden können und ob sie die bereits bestehende Problematik nicht gegebenenfalls noch verschlimmert.




Quellenangaben

Bild: pixabay.com

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