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03.02.2022
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Nationalpark-Führungsangebot 2021 gut angenommen

Auch im vergangen Jahr war der Führungsbetrieb im Nationalpark Bayerischer Wald nur eingeschränkt möglich. Der lange Lockdown und sich immer wieder ändernde Corona-Maßnahmen wirbelten das geplante Programm teilweise gehörig durcheinander. Trotz aller Widrigkeiten wurden aber 37 Prozent der Teilnehmerzahlen aus vorpandemischen Zeiten erreicht (2020 nur rund 25 Prozent). Insgesamt konnten 2021 in Deutschlands ältestem Nationalpark 2 265 Führungen stattfinden. Daran teilgenommen haben 19 116 Menschen, was einen erfreulichen Anstieg zum Jahr davor bedeutet (2020: 13 475 Teilnehmer). Besonders beliebt waren erneut Führungen durch das Rachel/Lusen-Gebiet, mit insgesamt über 3 100 Teilnehmern und Tagesangebote für Schulklassen. Hier konnten sich 2 542 Kinder und Jugendliche mit der Natur des Nationalparks vertraut machen.

„Die Zahlen zeigen, dass das Interesse an unseren Führungsangeboten für Schulen, Kindergärten und naturinteressierte Besucher trotz gewisser Einschränkungen ungebrochen groß ist. Das freut uns als Nationalpark sehr. Für uns ist es wichtig möglichst vielen Menschen die Natur unserer wilden Wälder näher zu bringen“, sagt Nationalparkleiter Dr. Franz Leibl. „Alleine mit unseren Mitarbeitern von Nationalparkwacht und Umweltbildung könnten wir dies aber nicht stemmen. Mein ausdrücklicher Dank gilt daher den über 100 ehrenamtlichen Waldführern und den Pro Nationalpark-Vereinen. Ohne ihr Engagement wäre das nicht möglich.“ Derzeit finden Führungen im Nationalpark Bayerischer Wald weiterhin mit begrenzten Teilnehmerzahlen und unter 2G-Bedingungen statt. Immerhin kann so aber ein Teil des Winterprogramms durchgeführt werden. Im vergangenen Jahr musste dies in Gänze ausfallen.

Führung mit einem Waldführer über den Seelensteig bei Spiegelau.
Führung mit einem Waldführer über den Seelensteig bei Spiegelau.


Die corona-bedingten Einschränkungen machen sich auch in der Jahresstatistik der Nationalpark-Einrichtungen bemerkbar. 2021 verzeichneten das Hans-Eisenmann-Haus bei Neuschönau, das Waldgeschichtliche Museum in Sankt Oswald und das Haus zur Wildnis bei Ludwigstal erneut deutlich weniger Besucher als üblich. Wegen des monatelangen Lockdowns konnten die Einrichtungen erst am 28. Mai wieder öffnen, zudem mussten einzelne geplante Veranstaltungen wegen der Pandemie abgesagt oder verschoben werden. Besuchen das Hans-Eisenmann-Haus normalerweise im Schnitt 180 000 Menschen pro Jahr, waren es 2021 nur 79 513. Auch das Waldgeschichtliche Museum und das Haus zur Wildnis erlebten einen ähnlichen Einbruch.

Trotz derzeit grassierender Omikron-Welle und anhaltenden Zugangsbeschränkungen (2G, bzw. 2G+) gibt es in diesem Jahr Hoffnung auf einen Aufwärtstrend bei den Besucherzahlen. Es ist geplant noch in diesem Jahr die neue Dauerausstellung im Haus zur Wildnis zu eröffnen und damit eine neue Attraktion für die Nationalpark-Besucher zu schaffen.


- SB


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

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