zurück zur Übersicht
19.08.2015
1195 Klicks
teilen

Unternehmen in Freyung-Grafenau untereinander und nach Passau vernetzt

Unternehmen mit Sitz im Landkreis Freyung-Grafenau sind stark mit dem eigenen Landkreis verflochten. Ebenso zeigen sich starke wirtschaftliche Beziehungen zur angrenzenden Region Passau. Das ergibt eine Standortverflechtungsstudie, die die IHK Niederbayern zusammen mit der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz beim Niedersächsischen Institut für Wirtschaftsforschung in Auftrag gegeben hat. Demnach beziehen 73 Prozent der Betriebe ihre Vorleistungen innerhalb der eigenen Landkreisgrenze und 85 Prozent setzen dort auch ihre Waren und Dienstleistungen ab. Alois Atzinger, Vorsitzender des IHK-Gremiums Freyung-Grafenau, erklärt die Ergebnisse so: „Die starke regionale Verflechtung gilt besonders für die große Gruppe der kleinen Betriebe, die unsere Unternehmenslandschaft prägen. Mit zunehmender Größe und Wirtschaftskraft der Unternehmen steigt die Anzahl überregionaler Verflechtungen.“ Für HWK-Präsident Dr. Georg Haber machen die Ergebnisse deutlich, dass die vielen kleinen und mittleren Betriebe gerade für ländliche Regionen von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind, sie stellen mit ihren Produkten und Dienstleistungen dort ein wichtiges Standbein dar.

Dr. Haber, Foto: Graggo
Dr. Haber, Foto: Graggo

Daneben zeigt die Studie: Geografische Nähe und Erreichbarkeit sind wichtige Faktoren für wirtschaftliche Verflechtungen, gerade mit Blick auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Jedes zehnte Unternehmen in Freyung-Grafenau bezieht Vorleistungen aus dem Raum Budweis – das ist unter allen niederbayerischen Regionen der höchste Wert. Auch die Vernetzung Richtung Oberösterreich ist hier über dem niederbayerischen Durchschnitt“, berichtet Atzinger. Ungeachtet dieser überdurchschnittlich starken Beziehung zu den Grenzregionen orientieren sich die heimischen Unternehmen insgesamt noch deutlicher nach Passau und in Richtung Westen. Letzteres Phänomen zeigt sich Atzinger zufolge aber genauso für Niederbayern insgesamt. Bei der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen kooperieren die Unternehmen aus dem Landkreis Freyung-Grafenau am häufigsten mit dem Landkreis Deggendorf (zehn Prozent), dicht gefolgt von Institutionen im eigenen Landkreis (sieben Prozent). „Gerade für kleine und mittelständische Betriebe sind regionale Hochschulen und Technologiezentren wichtige Partner im Bereich Forschung und Entwicklung“, meint dazu Atzinger.
Dr. Haber ist es wichtig, dabei auch die berufliche Bildung im Blick zu haben. Bei Aus- und Weiterbildungskooperationen finden Unternehmen ihre Partner insbesondere im eigenen sowie im Nachbarlandkreis Deggendorf. Dabei kooperieren gerade die kleineren Betriebe mit den Kammern, aber auch den berufsbildenden Schulen, die gleichzeitig ein bedeutender Partner speziell bei der Personalgewinnung sind.
Für die Studie wurden insgesamt 732 Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Niederbayern zu ihren wirtschaftlichen Verflechtungen und Kooperationen befragt. Eine Kurzfassung der Studie ist abrufbar unter www.ihk-niederbayern.de/standort beziehungsweise www.hwkno.de/standortverflechtungsanalyse.


- ab


IHK für Niederbayern in PassauBeruf, Karriere | Passau

Quellenangaben

Text:IHK Niederbayern
Foto: Graggo



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?

Ähnliche Berichte

Sie beherrschen auch das UnerwartetePassau Rund 250 Fachkräfte der Niederbayerischen Wirtschaft haben ihren nächsten Schritt in der beruflichen Weiterbildung mit Bravour gemeistert: Bei einer IHK-Veranstaltung in Ergolding haben sie ihre Zeugnisse erhalten.Mehr Anzeigen 31.07.2018Durchwachsenes Zeugnis für Wirtschaftsstandort FRGGrafenau Wie steht der Landkreis Freyung-Grafenau als Wirtschaftsstandort da - und wohin soll er sich entwickeln? Diese Fragen haben sich die Unternehmer des IHK-Gremiums Freyung-Grafenau bei ihrer Sitzung gestellt.Mehr Anzeigen 13.11.2017Jahrzehntelanger Einsatz für die Berufsbildung gewürdigtPassau Dass sich die Prüfung an der Wirklichkeit in den Betrieben orientiert und den Anforderungen der Wirtschaft an den Fachkräftenachwuchs entspricht, dafür sorgen die rund 3.000 ehrenamtlichen Prüfer der IHK Niederbayern im Bereich der Berufsbildung.Mehr Anzeigen 31.10.2017160 neue Fachkräfte und ein neuer WeiterbildungsabschlussPassau Premiere in Straubing: Bei einer Abschlussfeier der IHK-Weiterbildung am vergangenen Donnerstag in Straubing haben erstmals auch die Industrietechniker ihre Zeugnisse erhalten.Mehr Anzeigen 19.10.2017Die Meister verstehen, wie der Laden läuftPassau Fachkräftenachwuchs für die niederbayerische Industrie: bei einer Zeugnisfeier in der Stadthalle Dingolfing haben am vergangenen Donnerstag rund 150 Absolventen ihre Zeugnisse und Meisterbriefe erhalten.Mehr Anzeigen 29.09.2017Zeugnisse für die „Gipfelstürmer“Passau Ob Floristmeisterin oder Betriebswirt, ob Fremdsprachenkorrespondent oder Bankfachwirtin – rund 250 junge Fachkräfte haben gestern in Ergolding ihre IHK-Zeugnisse für eine bestandene berufliche Fortbildung erhalten. Gemeinsam mit Regierungspräsident Rainer Haselbeck überreichte IHK-Vizepräsident Hans Graf den erfolgreichen Absolventen ihre Zeugnismappen.Mehr Anzeigen 02.08.2017