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18.01.2021
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Die Videospielbranche als Zukunftssektor: In Bayern wird die Spieleentwicklung gefördert

Videospiele gehören heutzutage zum Alltag der Menschen und sind allseits beliebt. Zudem sind sie eine der innovativsten kreativen Ausdrucksformen, die bereits als Kulturgut der Gesellschaft anerkannt sind. Während der Umsatz der Branche weltweit bei knapp 160 Milliarden Euro liegt und in Deutschland bereits die 6-Milliarden-Euro-Grenze überschritten wurde, fehlt es an inländischen Produktionen. Obwohl die Branche sich zu einem florierenden Zukunftsmarkt entwickelt hat, fehlt es hierzulande an der nötigen Förderung, um den Sektor auch in Deutschland voranzutreiben. Bayern zeigt sich auf dem Gebiet jedoch als Vorreiter, denn hier werden Spieleentwicklungen bereits seit 2009 gefördert.

Videospiele im Zentrum der Gesellschaft

Spiele aller Art sind im Zentrum der Gesellschaft angekommen und stellen ein Kulturgut des täglichen Lebens dar. Die Welt der Videospiele wird im Zuge dessen vielfältiger und zieht immer mehr Menschen in ihren Bann. Für alteingesessene Gamer sind vor allem die AAA-Produktionen mit anspruchsvollem Gameplay interessant. Darunter fallen zum Beispiel Hits wie Fortnite und Counter-Strike, die weltweit von Millionen gespielt werden. Doch derartig aufwändige Produktionen sind nicht das einzige Angebot in der Welt der Games.

Denn es erscheinen immer mehr Gelegenheitsspiele, die auch Game-Neulinge und Freunde der klassischen Spiele begeistern. Unter anderem gibt es 3-Gewinnt-Spiele, wie etwa das populäre Candy Crush Saga, die sich in den sozialen Netzwerken und App-Stores tummeln. Darüber hinaus sind andere Klassiker wie etwa Casinospiele virtuell anzutreffen. Bei den besten Online Casinos in Deutschland werden eine breite Auswahl an Tischspielen wie Roulette und Blackjack sowie viele Spielautomaten angeboten. Früher waren diese ausschließlich in der Spielbank verfügbar, doch heute können sie zu jeder Zeit und überall gespielt werden. Zu guter Letzt muss heute auch keiner mehr ein Rätselheft mitbringen oder Spielbrett aufbauen, denn von Kreuzworträtseln und Sudoku bis Monopoly und Schach ist heute alles online verfügbar. Im Zuge dessen greifen immer mehr Menschen zu den Spielen, was der Games-Branche Aufwind verleiht.

Die Games-Branche in Deutschland verzeichnet beachtliches Wachstum

Bei der großen und stetig wachsenden Auswahl an Games sowie steigenden Nutzerzahlen kann die Spielebranche beachtliche Zahlen verzeichnen und einen beeindruckenden Umsatz generieren. In Deutschland wurden 2019 erstmalig über 6 Milliarden Euro Umsatz verbucht, was einem Wachstum von 6 Prozent im Vergleich zu 2018 gleichkommt. Bereits seit Jahren zeigt der Trend der Branche aufwärts. Auch 2020 ging es steil gen Norden, denn allein im ersten Halbjahr wuchs der Markt um 27 Prozent.

Die Zahlen zeigen, dass die Branche eine wichtige Zukunftsindustrie für die Wirtschaft sein kann. Andere Länder wie Großbritannien und Frankreich haben dies längst erkannt und fördern Spieleentwicklungen, um den digitalen Wachstumssektor zu fördern. In Deutschland hinkt die Wirtschaft hier jedoch noch hinterher, denn inländische Produktionen machen vom Gesamtumsatz der Branche lediglich unter 5 Prozent aus. Der Großteil der Einnahmen erfolgt durch Importe aus dem Ausland. Eindeutig zeigt dies, dass Deutschland auf dem internationalen Markt nicht wettbewerbsfähig ist. Die Entwicklung von Videospielen ist meist mit einem hohen finanziellen Risiko behaftet, da viel Geld in die Produktion gesteckt wird, um hochwertige Game-Titel auf den Markt zu bringen – dies jedoch bei ungewissem Erfolg. Durch Games-Förderungen könnten diese Risiken aufgefangen und Entwicklerstudios eine Sicherheit gewährleistet werden, ihre Ideen umzusetzen.

In Bayern werden bereits seit 2009 Spieleentwicklungen gefördert

Auch wenn das Potenzial an Spieleförderungen in Deutschland längst nicht ausgeschöpft ist, entwickelt es sich aktuell in eine positive Richtung: Seit 2020 gibt es eine bundesweite große Games-Förderung, durch die sich deutsche Entwickler um einen nicht rückzahlbaren Zuschuss bewerben können. Bis 2023 sind im Haushaltsplan jährlich 50 Millionen Euro an Fördermitteln für die Games-Branche vorgesehen. Diese ermöglicht es nun auch, umfangreiche Produktionen, die Kosten von mehreren Millionen Euro umfassen können, zu unterstützen. Bundesweit ist dies für die Games-Branche ein wichtiger Schritt.

Neben den bundesweiten Fördermitteln ist es jedem Bundesland selbst überlassen, ob die Videospielentwicklung gefördert werden soll. Bayern gehört zu den Ländern mit den höchsten Fördermitteln für die Branche. Durch die Film-Fernseh-Fonds Bayern (FFF Bayern) werden bereits seit 2009 Spieleentwicklungen finanziell unterstützt. Seit 2018 verfügt die Förderrichtlinie über die EU-Zertifizierung, sodass die maximale Fördersumme für Spielproduktionen auf 500.000 Euro angehoben werden konnte und 2019 Fördermittel in Höhe von insgesamt 2,4 Millionen Euro ausgeschüttet wurden. Bei der Förderung im Land Bayern handelt es sich jedoch um ein bedingt rückzahlbares Darlehen, welches in der Regel zurückzuzahlen ist. Mit dem Beginn der Förderung bereits vor zwölf Jahren ist Bayern auf diesem Gebiet Vorreiter.

Videospiele genießen als kreatives und innovatives Kulturgut eine steigende Anerkennung durch die Gesellschaft. Mit einem starken und kontinuierlichen Wachstum zeichnet sich die Branche als Zukunftsmarkt ab. Das Land Bayern erkannte dies früh und fördert Spieleentwicklungen als Vorreiter bereits seit 2009.  




Quellenangaben

Bild: unsplash.com

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