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03.08.2019
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Verleihung des Oberbürgermeister-Dieter-Görlitz-Preises 2019 im Alten Rathaus Deggendorf

Am 23. Juli wurde im Alten Rathaus in Deggendorf der Oberbürgermeister Dieter-Görlitz-Preis 2019 an vier junge, innovative und kreative Menschen verliehen. 


Die Preisträger Andreas Kappl, David Pfeffer und Matthias Binder nahmen ihre Urkunden, überreicht von Altoberbürgermeister Dieter Görlitz, Oberbürgermeister Dr. Christian Moser und dem Präsidenten der Technischen Hochschule Deggendorf, Prof. Dr. Peter Sperber, persönlich entgegen. Preisträger Matthias Süß konnte leider nicht anwesend sein, bekommt seine Auszeichnung aber zu einem späteren Zeitpunkt überreicht. Sehr schön wurde der Festakt von Schülerinnen und Schülern des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich musikalisch umrahmt.

 

Musikalische Umrahmung durch eine Schülerin des St.-Gotthard-Gymnasiums Niederalteich


Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Preisträger und Ihre Gäste durch Oberbürgermeister Dr. Christian Moser begrüßt. In seiner Rede sprach er unter anderem über das über 20-jährige Bestehen der Oberbürgermeister-Dieter-Görlitz-Stiftung und über die große Bedeutung der Stiftung für die Förderung junger regionaler Talente in dieser Zeit. Außerdem rief Moser dazu auf, generell nicht in alten und bequemen Gewohnheiten zu verharren, sondern sich dem Fortschritt und der Entwicklung, die von den jungen Menschen ausgehen, zu öffnen und sie zu fördern.


Nach Moser hielt Staatsminister a.D. Helmut Brunner ein Grußwort, in welchem auch er dazu riet, neugierig zu bleiben, Mut zu zeigen und zuversichtlich zu sein und danach zu streben, besser zu sein als der Durchschnitt. Die Preisträger bezeichnete er als „junge Himmelsstürmer“ und gratulierte Ihnen zu ihren Erfolgen.

 

Staatsminister a.D. Helmut Brunner hielt ein Grußwort


Eine Laudatio, in der er jeden der Preisträger vorstellte, hielt Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Sperber. Nachdem er sich mit einigen Dankesworten an Herrn Görlitz wandte, in denen er sich auf die Aufmerksamkeit, den Respekt und die Anerkennung bezog, die die Stiftung den jungen Menschen mit dem Preis zuteil werden lässt, begann die eigentliche Verleihung mit der Nennung des ersten Preisträgers.

 

Die Laudatio hielt Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Sperber

 

David Pfeffer ist Schüler am St.-Gotthard-Gymnasium in Niederalteich und hat schon während seiner  Schullaufbahn seine Leidenschaften Musik und Wissenschaft zu verbinden versucht. Bei Jugend forscht nahm er mehrmals erfolgreich teil, wobei er einmal sogar Regionalsieger war. 2018 schließlich stellte er mittels einer 15-minütigen Performance bei einem Science Slam eine Verbindung zwischen physikalischem Fachwissen, musikalischer Instrumentenlehre und Unterhaltung her. Dabei erklärte er - auch für Laien verständlich und interessant - die Entstehung eines Tons und die dafür nötigen und veränderbaren Größen, die zu dem Ton führen anhand einer Formel. Seine Performance mit einem Kollegen durfte er auch bei der Preisverleihung vorführen, sodass sich das Publikum live von seinen Fähigkeiten überzeugen konnte.

 

Preisträger David Pfeffer und sein Kollege stellten ihr Projekt vor


Der nächste Preisträger war Matthias Süß, der leider nicht persönlich anwesend sein konnte. Er ist Schüler der Aloys-Fischer-Schule in Deggendorf und beschäftigt sich ebenfalls mit akustischen Phänomenen, dergestalt, dass er selber einen Röhrenverstärker entwickelt hat. Besonders ist daran, dass sich sein Verstärker mit früheren Verstärkern großer Herstellerr wie Grundig oder Schaub-Lorenz vergleichen lässt und dass er Klangqualitäten zurück bringt, die mit den Halbleiter-Verstärkern bereits verschwunden waren.


Matthias Binder entwickelte im Rahmen seiner Masterarbeit an der Technischen Hochschule Deggendorf einen Programmcode zur Berechnung eines Rohrbodens, der für Reaktoren für heterogene Gasphasenreaktionen benötigt wird. Für die Dimensionierung des Rohrbodens wird ein Rohrbodengenerator verwendet, der durch Matthias Binders Masterarbeit zukunftssicher revidiert werden konnte.


Der Vierte Preisträger, Andreas Kappl, hat ebenfalls seine Masterarbeit an der TH Deggendorf geschrieben. Sein komplexes Thema waren die Hochfrequenzdatenleitungen im Bordnetz eines Autos und deren Fehleranalyse mit Hilfe künstlicher Intelligenz, also maschinellen Lernens. Binder arbeitete hier für den Automotive Zulieferer Dräxlmeier in Vilsbiburg, dessen Erwartungen durch seine Ergebnisse weit übertroffen wurden.


Alle vier Preisträger zeichnen sich durch ihre kreative und gleichzeitig fundierte Herangehensweise an Ihre Interessengebiete aus. Eigenschaften, die selten in einer Person zusammentreffen, nämlich Kreativität und innovatives Denken in Kombination mit analytischem Potential und Findigkeit beim Lösen von Problemen, wie auch Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Sperber sinngemäß in seiner Laudatio anmerkte.

 

David Pfeffer nahm seine Urkunde von Altoberbürgermeister Dieter Görlitz entgegen, Oberbürgermeister Dr. Christian Moser und Hochschulpräsident Prof. Dr. Peter Sperber gratulierten ihm


- ho



Quellenangaben

Henriette Olbertz-Weinfurter



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