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04.02.2019
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ÖPNV-Planung Landkreis Regen

Der Landkreis Regen und die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) arbeiten gemeinsam an einem zukunftsfähigen Konzept zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrsangebotes auf Straße und Schiene. Zusammen haben beide das Planungsbüro VCDB aus Dresden mit der Ausarbeitung beauftragt. Hand in Hand mit den Auftraggebern soll das Büro in den kommenden Monaten nicht nur die aktuelle Situation analysieren, sondern konkrete Verbesserungsvorschläge vorstellen.

Nun haben sich die Verantwortlichen des Planungsbüros im Landratsamt vorgestellt. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen Landkreis, BEG und den Planern wurde das weitere Vorgehen besprochen. Landrätin Rita Röhrl ging dabei auf die Erwartungshaltung der Auftraggeber ein. Man erwarte konkrete Aussagen und Vorschläge. Ihr sei klar, dass zunächst viel Grundlagenarbeit und Datenzulieferung auf die Mitarbeiter zukommt. „Das Ergebnis wird nur so gut werden, wie die geleistete Zuarbeit. Hier bitten wir auch um die Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit und verschiedenen Leistungsträgern aus Wirtschaft, Tourismus und Dienstleistung. Denn nur, wenn wir den tatsächlichen Bedarf abschätzen können, kann ein gutes Verkehrsangebot ausgearbeitet werden, das auch angenommen wird“, sagt Landrätin Röhrl und ergänzt: „Es hilft der beste Tarif nichts, wenn das Angebot nicht stimmt.“ Unterstützung bekam sie von Kreiskämmerer Franz Baierl: „Mit dem Gutachten bekommen wir nicht nur eine umfassende Grundlagenarbeit, sondern auch eine fundierte Evaluierung der zuletzt durch den Landkreis veranlassten Verkehrsverbesserungsmaßnahmen, wie Rufbus und Wabentarif.“

Bereits bei der Ausschreibung haben BEG und Landkreis eng zusammengearbeitet und ein detailliertes Leistungsverzeichnis für den Planungsauftrag erarbeitet. Die Planer konnten nun ihre geplante Vorgehensweise konkret vorstellen. Präzise vorbereitet haben sie die aus ihrer Sicht verkehrlichen Knackpunkte, die es im Landkreis zu verbessern gilt, dargestellt. Dabei haben die erfahrenen Fachleute aus Dresden gezeigt, dass sie mit einer sehr detailgenauen und analytischen Vorgehensweise an das Thema herangehen. Rechnergestützt kann das vorhandene Mobilitätsangebot erfasst und nach seiner Leistungsfähigkeit, nach Anschlusslücken und Parallelangeboten abgebildet werden. Zudem sollen Bedarfspotenziale ermittelt und mit dem Verkehrsangebot verknüpft werden. Dass die künftigen Optimierungen später auch in einer vereinfachten Online-Auskunft und Buchungsfunktion abgebildet werden sollen wurde ebenfalls angesprochen.

So waren nicht nur die Landkreisvertreter mit der ersten Vorstellung und der geplanten Herangehensweise zufrieden, sondern auch die Vertreter der BEG. Aus Sicht von Florian Liese, dem Leiter der Planungsabteilung bei der BEG, sei es wichtig zu hinterfragen, wie sich die Beseitigung von Taktlücken oder die Taktumstellung nach Tschechien und das verbesserte Zubringerbusangebot auf die Nachfrageentwicklung der Waldbahn auswirken würden. Denn oberstes Ziel müsse es sein, die öffentlichen Verkehrsangebote für möglichst viele Menschen attraktiv zu machen. Die Waldbahn sei dabei Rückgrat und Basis für das anschließende Bus- und Rufbussystem.

In der Runde wurden auch die nächsten Schritte besprochen. So sollen nun Expertengespräche mit den Verkehrsunternehmen, Partnern aus Wirtschaft und Tourismus und wichtigen Meinungsträgern stattfinden. Bewusst werde dabei auf Einzelgespräche und Telefoninterviews gesetzt, um langwierige Sitzungs- und Besprechungstermine zu vermeiden. Auch der Zeitplan ist ambitioniert, zum Ende des Jahres sollen konkrete und umsetzbare Ergebnisse vorliegen.

Sie machen sich an die Verbesserung des Personennahverkehrs, v.li. Lisa Stadler, Teresa Seifert, Christina Wibmer, Franz Baierl (alle Landratsamt Regen), Tobias Schmalzl (BEG), Florian Liese (BEG), Landrätin Rita Röhrl, Michael Schütze, Christoph Bochmann, Heike Ikert (alle VCDB), und Günther Weinberger (Landkreis Regen)


- dt

Landratsamt RegenLandratsamt | Regen

Quellenangaben

Heiko Langer, Landratsamt Regen



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