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15.01.2019
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Nationalpark-Einrichtungen bleiben vorerst geschlossen

Neuschönau/Ludwigsthal. Die Gefahr vor herabfallenden Ästen und Baumkronen sowie umknickenden Bäumen ist im Nationalpark Bayerischer Wald weiterhin sehr hoch. In den tieferen Lagen – vor allem im Falkensteingebiet – ist durch das Tauwetter vom Montag zwar einiges an Schneelast von den Bäumen verschwunden, doch das so vermittelte Bild einer vermeintlichen Entspannung trügt. „Wir sehen nahezu überall im Wald stark gebogene Bäume, in den Kronen hängende, bereits abgebrochene Baumgipfel oder abgebrochene Buchenäste“, erklärt Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Und in den Hochlagen sowie in großen Teilen des Rachel-Lusen-Gebiets gab es sowieso kein Tauwetter. „Da befindet sich die ganze Schneelast der vergangenen Tage zum Teil noch in den Bäumen, so dass viele akut umsturzgefährdet sind.“

Nationalparkmitarbeiter sind aktuell damit beschäftigt die Winterwanderwege Zug um Zug zu räumen und freizuschneiden.Nationalparkmitarbeiter sind aktuell damit beschäftigt die Winterwanderwege Zug um Zug zu räumen und freizuschneiden.


Daher können auch die Nationalparkzentren Lusen bei Neuschönau und Falkenstein bei Ludwigsthal derzeit noch nicht freigegeben werden. Gerade die Parkplätze und die Wege durch die Tier-Freigelände müssen vorher noch gesichert werden. Dafür ist die komplette Mannschaft der jeweiligen Servicezentren seit Tagen im Dauereinsatz. Nachdem der Schneefall nachgelassen hat, geht es nun hauptsächlich darum, die Wege zu räumen und den Baumbestand an den Wegen zu kontrollieren sowie potentielle Gefahren zu beseitigen. Aufwändig ist dies vor allem im Tier-Freigelände bei Neuschönau mit seinem rund zehn Kilometer langen Wegenetz. Da in diesem Bereich der Großteil der Schneelast auf den Bäumen geblieben ist, musste für die Arbeiten Spezialausrüstung bestellt werden, auf die derzeit noch gewartet wird.

Die Sperrung des Nationalparkzentrums Lusen mit dem dortigen Tier-Freigelände, dem Hans-Eisenmann-Haus und dem Baumwipfelpfad wird daher bis inklusive Sonntag, 20. Januar, aufrechterhalten. Ab Montag, 21. Januar, hat das Hans-Eisenmann-Haus wieder geöffnet. Wie lange die Sperrung des angrenzenden Tier-Freigeländes darüber hinaus noch bestehen bleibt, ist derzeit nicht absehbar. Etwas unproblematischer gestaltet sich die Lage im Nationalparkzentrum Falkenstein, das ungefähr 200 Höhenmeter niedriger als die Neuschönauer Gehege liegt. Dort sind die Arbeiten zur Verkehrssicherung aufgrund des meist von den Bäumen zu Boden gefallenen Schnees bereits fortgeschrittener. So kann das Haus zur Wildnis und das Tier-Freigelände bei Ludwigsthal ab Donnerstag, 17. Januar, wieder geöffnet werden. Planmäßig geöffnet hat zudem das Waldgeschichtliche Museum in St. Oswald.

Gerade in den Hochlagen des Nationalparks drohen einige an Wanderwegen stehende Bäume akut zu brechen.Gerade in den Hochlagen des Nationalparks drohen einige an Wanderwegen stehende Bäume akut zu brechen.


Auswirkungen hat die Wetterlage außerdem auf die öffentlichen Führungen des Nationalparks. Alle Veranstaltungen im Freien sind bis inklusive Sonntag, 20. Januar, abgesagt. Einzige Ausnahme: Die Führungen durch das Tier-Freigelände des Nationalparkzentrums Falkenstein finden ab Donnerstag wieder statt.

Die Nationalparkverwaltung weist ferner darauf hin, dass die Gefahrenlage durch Schneebruch im Gelände weiter sehr hoch ist. Ausgewiesene Winterwanderwege werden Zug um Zug geräumt und freigeschnitten. Alle sonstigen markierten Wege können im Winter nicht verkehrsgesichert werden. Daher wird ausdrücklich davon abgeraten, diese derzeit zu benutzen.


- sb

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Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldBehörden | Grafenau


Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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