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23.12.2018
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Klein, aber fein – Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut feiert 30 Jahre

Klein, aber fein, familienfreundlich, schneesicher, freundliche Mitarbeiter, Gletscher des Bayerischen Waldes und einige weitere im Internet oftmals zu findende Begriffe hat Landrat Sebastian Gruber in seiner Funktion als Zweckverbandsvorsitzender in seiner Begrüßungsansprache vorgetragen, als er ehemalige Verbandsvorsitzende, Verbandsräte, Bergwachtvertreter sowie Mitarbeiter des Zweckverbandes zur gemütlichen Feier des 30-jährigen Bestehens des Zweckverbandes Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut willkommen heißen konnte.
Eine mutige und zukunftsweisende Entscheidung war es, als vor 30 Jahren die Verantwortlichen im Landkreis und in den beiden Kommunen Philippsreut bzw. Mauth den Zweckverband Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut aus der Taufe gehoben haben. Es kann den damals Verantwortlichen nicht genug gedankt werden, meinte Landrat Gruber weiter, das seit den 1960er Jahren bestehende Skizentrum in einen Zweckverband integriert zu haben.
In seinem Grußwort dankte auch Philippsreuts Bürgermeister Helmut Knaus - in weiterer Funktion ist er Kraft seines Amtes auch Stellvertreter des Zweckverbandsvorsitzenden - für die bisherige Arbeit des Zweckverbandes, weil diese Einrichtung für die Gemeinde nach wie vor wirtschaftlich äußerst wichtig sei! Er richtete aber auch einen Appell für eine weitere gedeihliche Zusammenarbeit an alle Mitstreiter, da sich das Skizentrum weiterentwickeln soll.
Die beiden anwesenden Mitglieder des Landtages, Alexander Muthmann - als ehemaliger Landrat war er auch Zweckverbandsvorsitzender - sowie Max Gibis, der auch Vorsitzender des Skiverbandes Bayerwald ist - dankten gleichermaßen allen in den 30 Jahren Beteiligten für die tolle Arbeit im Skizentrum und strichen die Wichtigkeit eines solchen Zentrums besonders hervor. MdL Alexander Muthmann betonte dabei, dass es zwar in der Zukunft nicht leicht sein werde, aber die Ausdauer werde sich bezahlt machen. Seine langjährige Begleiterrolle strich MdL Max Gibis hervor, da er seinerzeit schon als ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Mauth und nun in seinen aktuellen Funktionen Befürworter sei und das Skizentrum Mitterdorf unter anderem immer wieder als ein wichtiges Nachwuchsleistungszentrum bezeichnet.

Die politischen Vertreter und die Zweckverbandsführung mit den Geehrten anlässlich der 30-Jahr-Feier des Zweckverbandes Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut vor dem neuen Pistenbully 400: (von links) Bernhard Hain, MdL Max Gibis, Alfred Schraml, Winfried Ilg, Helmut Behringer, MdL Alexander Muthmann, Landrat Sebastian Gruber, Heinrich Dillinger, Renate Stiller, Manfred Kellhammer, Bgm. Helmut Knaus, Fritz Wimmer, Altlandrat Alfons Urban
Die politischen Vertreter und die Zweckverbandsführung mit den Geehrten anlässlich der 30-Jahr-Feier des Zweckverbandes Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut vor dem neuen Pistenbully 400: (von links) Bernhard Hain, MdL Max Gibis, Alfred Schraml, Winfried Ilg, Helmut Behringer, MdL Alexander Muthmann, Landrat Sebastian Gruber, Heinrich Dillinger, Renate Stiller, Manfred Kellhammer, Bgm. Helmut Knaus, Fritz Wimmer, Altlandrat Alfons Urban


Ein wichtiger Teil des kurzweiligen Programms war aber die Rückschau des aktuellen Geschäftsführer-Stellvertreters Alfred Schraml, ist er doch ein Mann der ersten Stunde und hat das Skigebiet in Mitterfirmiansreut gemeinsam mit dem ehemaligen Geschäftsführer Manfred Selwitschka lange geprägt und mit viel Herzblut geführt. Alfred Schraml dankte allen Unterstützern für die Gründung des Skigebietes, allen Befürworter für die Weitsicht und gab in unnachahmlicher Art ein paar Anekdoten zum Besten - denn schwierige Verhandlungen waren seit Anbeginn zu führen, betrieben in der Zweckverband-Gründungszeit doch noch viele Gemeinden auf eigene Kosten ebenfalls kleinere Liftanlagen. „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“, führte er aus. Schwierig sei die Grundstückssicherung gewesen, denn damals verhandelte man noch Verträge mit 20-jähriger Laufzeit aus, was heutzutage undenkbar sei. „Viele haben den Vorteil des Zweckverbandes nicht erkannt, sondern ihn als Melkkuh betrachtet“, erklärte Schraml weiter. Trotzdem konnte die Entwicklung mit sinnvollen Investitionen und Baumaßnahmen vorangetrieben werden. Ein wichtiger Meilenstein war dabei sicherlich die Installierung einer flächendeckenden Beschneiungsanlage. Den Absturz eines im Skizentrum eingesetzten Hubschraubers, der Gott sei Dank glimpflich ausgegangen sei, bezeichnete der agile Geschäftsführer-Stellvertreter als einen der traurigsten Momente seiner bisherigen Amtszeit. Der Junior-Ski-Zirkus ist eindeutig das Herzstück des Skizentrums, davon ist er zurecht überzeugt. Daher richtete er einen flammenden Appell und eine eindringliche Bitte an alle politischen Vertreter zur bestmöglichen Unterstützung des Skigebietes. Die bisherige 30-jährige Zweckverbandszeit beschreibt Alfred Schraml treffend mit folgenden Worten: „Sche is gwen, aber hart!“

Die Zweckverbandsführung anlässlich der 30-Jahr-Feier des Zweckverbandes Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut vor dem neuen Pistenbully 400: (von links) Bgm. Helmut Knaus, Alfred Schraml, Bernhard Hain, Landrat Sebastian Gruber
Die Zweckverbandsführung anlässlich der 30-Jahr-Feier des Zweckverbandes Wintersportzentrum Mitterfirmiansreut-Philippsreut vor dem neuen Pistenbully 400: (von links) Bgm. Helmut Knaus, Alfred Schraml, Bernhard Hain, Landrat Sebastian Gruber


Bewusst im Hintergrund gehalten hat sich der aktuelle Geschäftsführer Bernhard Hain. „Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken“, meinte er, habe er doch in seiner bisherigen einjährigen Tätigkeit sicherlich den kleinsten Anteil aller bisher Beteiligten. Er würdigte und dankte neben den politischen Verantwortungsträgern vor allem auch seinem im letzten Jahr ausgeschiedenen Vorgänger Manfred Selwitschka - der an der Feier leider nicht teilnehmen konnte - als einen Mann, der immer sein Bestes gegeben und das Skizentrum in 29 Jahren entscheidend geprägt habe. Die Vorschau auf künftige Planungen und Vorhaben fiel nicht überraschend eher kurz aus, weil derzeit vor allem die Reduzierung der finanziellen Lasten im Vordergrund steht. Dennoch werde man sich nach Kräften bemühen, die notwendigen Weichen für die Zukunft zu stellen, um den Anschluss nicht zu verpassen und das Angebot weiter zu verbessern. Dazu rief er nicht nur die Anwesenden auf, sondern er versuche in vielen Gesprächen, sämtliche im Skizentrum tätigen Firmen und Organisationen entsprechend zu motivieren. Schließlich seien ihm in der ersten Skisaison einerseits die Mitarbeiter/-innen und viele Beteiligte bereits sehr ans Herz gewachsen, andererseits sei er vom noch nicht vollständig ausgeschöpften Potenzial des Skigebietes überzeugt.
Den Verbandsräten der Gründungszeit sowie verdienten Funktionären und Mitarbeitern wurde für die großartige Unterstützung gedankt und kleine Präsente überreicht. Besonders hervorzuheben sind dabei folgende 30-jährige Tätigkeiten:
Der ehemalige stellvertretende Landrat Helmut Behringer ist seit der Zweckverbandsgründung nach wie vor als Verbandsrat tätig, Winfried Ilg und Renate Stiller unterstützen den Zweckverband seit 30 Jahren tatkräftig bei Verwaltungstätigkeiten und Alfred Schraml engagiert sich ebenfalls seit der Gründung als stellvertretender Geschäftsführer.
Abschließend verkündete der Verbandsvorsitzende, Landrat Sebastian Gruber, mit sichtlichem Stolz seinen herzlichen Dank auch in Vertretung der bisherigen Verbandsvorsitzenden. „Das Skizentrum Mitterdorf ist eine Perle im Bayerischen Wald und einerseits als Einsteiger-Skigebiet mit Familienfreundlichkeit, aber andererseits auch mit Sportlichkeit für Skiklubs ein Aushängeschild für die gesamte Region!“


- sb

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Landratsamt Freyung-GrafenauLandratsamt | Freyung

Quellenangaben

Landratsamt Freyung-Grafenau



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