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02.05.2018
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In der Waldwerkstatt wird schon fleißig gewerkelt

Neuschönau. Der Startschuss für den Umbau des Hans-Eisenmann-Hauses ist gefallen, die ersten Bauarbeiten zur Errichtung der Waldwerkstatt haben begonnen. „Wir sind froh, dass wir mit unserem Projekt nun endlich starten können“, sagt Christian Binder, Leiter des Hans-Eisenmann-Hauses. „Wir wünschen uns schon lange einen Bereich, in dem Kinder spielen, forschen und entdecken können.“ Bis Mitte des Jahres 2019 soll - wenn alles nach Plan verläuft - das EU-Projekt realisiert sein.

Christian Binder und die Projektkoordinatorin Lisa Ornezeder besichtigen einen Tag nach Beginn der Bauarbeiten den Bereich im Obergeschoss, in dem die Waldwerkstatt entstehen soll. Bisher wurde die Fläche gegenüber vom Kinosaal für Wechselausstellungen genutzt. Statt der Kunst geben hier künftig die Kinder den Ton an. Innerhalb eines Tages wurde bereits eine Wand eingezogen und eine neue Tür gesetzt. „Wir haben die Baustelle außerdem mit einer Staubschutzwand vom Hauptgebäude abgetrennt“, sagt Christian Binder. „Dennoch wird es in den kommenden Monaten für unsere Gäste immer wieder zu Unannehmlichkeiten wie Lärm oder Staub kommen.“ Bis zum Sommer dieses Jahres soll der Umbau des Gebäudes dann vollzogen sein. „Neben neuen Durchgängen und neuen Fenstern wird ein Teil der Außenfassade umgestaltet“, so Binder. Nötig seien außerdem eine neue Brandschutz- und Einbruchmeldeanlage. „Wenn diese Technik eingebaut wird, müssen wir die Ausstellung eine Woche schließen.“ Wann, stehe noch nicht fest. Aber der Termin werde frühzeitig bekannt gegeben.

Im Herbst 2018 soll dann mit dem Aufbau der Waldwerkstatt begonnen werden. Herzstück ist der nachgebaute Lusen, auf den die Kinder klettern können und bei dem es viel zu entdecken gibt. Außerdem wird es einen Arbeitsbereich geben, der für Bastel- und Werkarbeiten genutzt werden kann. Themenboxen erklären die Abläufe im Nationalpark. „Die Waldwerkstatt nutzen wir für unser Umweltbildungsprogramm, das sich vor allem an Schulklassen richtet. Der Raum steht aber auch den Individualbesuchern zur Verfügung“, so Lisa Ornezeder. „Kinder und Jugendliche können hier spielerisch die Natur begreifen lernen.“ Wie schon die Ausstellung ist auch die Waldwerkstatt dreisprachig gehalten. „Damit denken wir vor allem an unsere tschechischen Gäste, die von Jahr zu Jahr mehr werden.“

Hier soll die Waldwerkstatt entstehen: Christian Binder und Lisa Ornezeder besichtigen die Baustelle im Obergeschoss des Hans-Eisenmann-Hauses.Hier soll die Waldwerkstatt entstehen: Christian Binder und Lisa Ornezeder besichtigen die Baustelle im Obergeschoss des Hans-Eisenmann-Hauses.

Möglich macht den Bau der Waldwerkstatt ein gemeinsames Projekt mit dem Nachbar-Nationalpark Sumava. In Kasperske Hory wird in einem neuen Gebäude ebenfalls eine Waldwerkstatt errichtet.
„Der Schwerpunkt liegt hier aber nicht wie bei uns auf der ökologischen Wertschätzung, sondern auf dem Kennenlernen des Kulturerbes im Böhmerwald“, erklärt Binder. Die Europäische Union fördert die rund 1,3 Millionen Euro teure Maßnahme zu 85 Prozent mit Mitteln aus dem Interreg-Programm, welches grenzüberschreitende Kooperationen von EU Ländern unterstützt.

Nachdem der Bau der Waldwerkstatt im Hans-Eisenmann-Haus schon sehr lange im Gespräch ist und bisher wegen fehlender Finanzmittel nicht realisierbar war, freut sich auch Dr. Franz Leibl, Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, dass Dank der Interreg-Fördergelder ein Bereich, zugeschnitten auf die Interessen von Kindern und Jugendlichen, gebaut werden kann. „Das ist eine große Bereicherung für das Hans-Eisenmann-Haus und komplettiert das Angebot für unsere Besucher.“


- sb

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Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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