zurück zur Übersicht
04.04.2018
65 Klicks
teilen

Polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Niederbayern für das Jahr 2017

Mit einer Häufigkeitszahl von 3.562 ist Niederbayern der sicherste Regierungsbezirk in Bayern. „Besonders erfreulich ist der Rückgang der Gewalt- und Straßenkriminalität sowie der Rückgang der Fallzahlen bei den Wohnungseinbrüchen“, so Polizeipräsident Rückl. Die durchwegs positiven Entwicklungen werden durch den Höchststand an Drogentoten im Jahr 2017 getrübt.

HINWEIS:

Die Einbeziehung von ausländerrechtlichen Verstößen in die Analyse der Polizeilichen Kriminalstatistik würde dazu führen, dass die tatsächliche Kriminalitätsentwicklung verfälscht dargestellt wird. Zuwanderer begehen bereits beim Grenzübertritt i. d. R. einen ausländerrechtlichen Verstoß. 2017 wurden insgesamt 3.947 entsprechende Straftaten gegen das Aufenthalts-, Asyl- und Freizügigkeitsgesetz/EU statistisch erfasst. Das stellt gegenüber dem Jahr 2016 einen deutlichen Rückgang um insgesamt 93,4 Prozent dar.

Die Zahlen der im Folgenden dargestellten Polizeilichen Kriminalitätsstatistik für den Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern wurden deshalb aufgrund der besseren Aussagekraft und Vergleichbarkeit um die ausländerrechtlichen Verstöße bereinigt.

„Trotz einer hohen Einsatzbelastung und einer Vielzahl von Aufgaben ist es den niederbayerischen Polizistinnen und Polizisten 2017 gelungen, die objektive Sicherheit auf hohem Niveau zu halten bzw. weiter auszubauen“, fasst PP Rückl die Sicherheitslage zusammen. Die Aufklärungsquote konnte auf 68 Prozent verbessert und 29.544 Straftaten geklärt werden.

Die geringe Anzahl an Gesamtstraftaten ist im Wesentlichen auf die Rückgänge im Bereich der Gewaltkriminalität (10,2 Prozent auf 1.681 Fälle) und auf den Bereich der Straßenkriminalität (7,3 Prozent auf 7.307 Fälle) zurückzuführen.

Die Maßnahmenbündel zur Bekämpfung der Wohnungseinbrüche zeigten 2017 Wirkung und es konnte eine Senkung der Fallzahlen um 14,2 Prozent auf 459 erreicht werden.

Auch im Kriminalitätsfeld „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ wurde ein Rückgang um 4,0 Prozent auf insgesamt 530 Fälle verzeichnet.

Eine deutliche Steigerung auf 3.351 Fälle war im Bereich der Rauschgiftkriminalität festzustellen. Besonders negativ ist die Entwicklung bei den Drogentoten. Mit 45 verstorbenen Rauschgiftkonsumenten in Niederbayern wurde der mit Abstand höchste Wert der vergangenen zehn Jahre erreicht.
Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?