Symbolbild
zurück zur Übersicht
01.09.2017
213 Klicks
teilen

Flüchtiger springt in Donau – Kripo Passau zieht „dicken Fisch“ an Land

Das neu gegründete Kommissariat 11 „Cybercrime“ der Kripo Passau, zuständig für die Kriminalität rund um das Internet, hatte den 31-Jährigen schon länger im Visier. Bereits im Frühjahr diesen Jahres geriet der Mann in Verdacht, mittels ausgeforschter Kreditkartendaten, die er sich zuvor über das sog. Darknet besorgte, im großen Stil Einkäufe, überwiegend hochwertige Markenartikel aber auch Betäubungsmittel, zu tätigen. Die Bestellungen ließ er sich anschließend an verschiedene Packstationen in Passau, Vilshofen, Aldersbach, Fürstenzell, sogar bis nach Eichendorf liefern.

Um auch bei der Abholung der gelieferten Waren anonym zu bleiben, „kaufte“ sich der Tatverdächtige, zusammen mit einer 24-jährigen aus dem nördlichen Landkreis Passau die Zugangsdaten wiederum im „Darknet“.

Dem Kommissariat 11 - Cybercrime- der KPI Passau gelang es nun den „gefakten“ (missbrauchten) Packstations-Account zu identifizieren und die Abholung einer Sendung zu überwachen. Beim Zugriff konnte der Täter zwar flüchten, das Paket wurde aber sichergestellt. Es handelt sich um eine offensichtlich im Darknet bestellte Rauschgiftlieferung – ca. 100 g Marihuana.

Bei den folgenden Wohnungsdurchsuchungen konnte ein Teil der betrügerisch bestellten Kleidungsstücke aufgefunden werden. Zudem wurde etwas Chrystal-Speed aufgefunden.

Der von dem Duo verursachte Schaden beläuft sich nach derzeitigem Ermittlungsstand auf etwa 10.000 EUR in über 40 Fällen.

Die Ermittlungen der Kripo Passau in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Passau dauern an.

Medien-Kontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher Günther Tomaschko, KHK, 09421-868-1014
Veröffentlicht: 01.09.2017, 11.55 Uhr
Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?