Für den scheidenden Landrat Josef Laumer gab es in diesen Tagen viele letzte Termine. Einer davon hatte eine besondere Bedeutung: Am Dienstag, 21. April, erfolgte sein letzter Spatenstich als amtierender Landrat. Damit wurde der offizielle Startschuss für den Bau eines Kreisverkehrs an der Straßenkreuzung SR 13, SR 68 und St 2326 bei Rattiszell gegeben.

Vertreter von Politik, Verwaltung und beteiligten Firmen beim symbolischen Spatenstich am Knotenpunkt bei Rattiszell
Der Umbau der Kreuzung nahe der Auffahrt zur B 20 ist seit Jahren ein großes Anliegen der Bevölkerung. Sowohl die Gemeinde Rattiszell als auch Kreisrat Hans Kienberger hatten sich wiederholt dafür eingesetzt. Beide waren zudem als Rettungssanitäter häufig bei Unfällen an dieser Stelle im Einsatz. Wie Landrat Laumer erklärte, stellte die Unfallkommission im Dezember 2024 fest, dass sich der Knotenpunkt zu einem offiziellen Unfallhäufungspunkt entwickelt hat. Daraufhin beschlossen Bauausschuss und Kreistag den Umbau zur Kreisverkehrsanlage.
Entsprechend groß war die Freude bei den Verantwortlichen der umliegenden Gemeinden. Stallwangs Bürgermeister Max Dietl betonte die gemeinsame Bedeutung des Projekts für beide Orte. Auch Rattiszells Bürgermeister Manfred Reiner hob hervor, dass es sich um ein gemeindeübergreifendes Vorhaben handelt und dankte den Entscheidungsträgern für die Unterstützung.
Am Spatenstich nahmen neben Vertretern aus Politik und Verwaltung auch das Planungsbüro KEB GmbH aus Straubing, die ausführende Firma STRABAG sowie das Staatliche Bauamt Passau teil. Die beteiligten Baulastträger einigten sich darauf, dass der Landkreis Straubing-Bogen den Umbau federführend übernimmt. Eine entsprechende Vereinbarung wurde bereits getroffen.
Aktuell laufen die Vorbereitungen für die Baustelle. Ab der zweiten Maiwoche sollen die eigentlichen Bauarbeiten beginnen. Die Fertigstellung ist für Ende August geplant. Während der Bauzeit wird es zu wechselnden Straßensperrungen kommen. Die genauen Umleitungen werden derzeit abgestimmt und rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,15 Millionen Euro, wovon etwa 0,9 Millionen Euro durch Fördermittel gedeckt werden sollen. Der geplante Kreisverkehr erhält einen Außendurchmesser von 40 Metern, einen Innendurchmesser von 26 Metern und eine Fahrbahnbreite von sieben Metern.

Landratsamt Straubing-Bogen