In Kohlbruck hat die Stadt Passau mit den Erschließungsarbeiten auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände begonnen. Damit wird die Grundlage für den geplanten Neubau eines modernen Standorts der Bundespolizei geschaffen.
Bereits im Januar 2024 wurde der Verkauf von rund 16.800 Quadratmetern an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben notariell besiegelt. Mit dem jetzigen Baustart setzt die Stadt einen wichtigen Schritt zur Weiterentwicklung des Areals.
Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Rother soll der neue Standort in unmittelbarer Nähe zur Landespolizei und zum Gemeinsamen Zentrum entstehen. Ziel ist es, Synergien zwischen den verschiedenen Sicherheitsbehörden zu schaffen und die Polizeipräsenz in Passau weiter zu stärken.
Im Rahmen der äußeren Erschließung werden unter anderem Kanalbauarbeiten für Schmutz- und Regenwasser durchgeführt, ein Regenrückhaltesystem errichtet sowie Pflaster- und Asphaltarbeiten umgesetzt. Zudem werden notwendige Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Telekommunikation verlegt.
Zur besseren Verkehrsanbindung entsteht an der nordwestlichen Grundstücksgrenze ein neuer Wendehammer. Der bestehende Wendehammer in der Dr.-Emil-Brichta-Straße wird im Zuge der Maßnahme zurückgebaut und durch eine angepasste Straßenführung ersetzt.

Spatenstich für die Erschließungsmaßnahme in Kohlbruck mit Bürgermeister Andreas Rother (3. von rechts), Leon Vandenhende (Bauleiter Berger Bau SE; von links), Tobias Pauli (Polier Berger Bau SE), Franz Blöchl (Prokurist und Abteilungsleiter Berger Bau SE), Simon Fükelsberger (Dienststelle Straßen - und Brückenbau) sowie Thomas Teichmann (Dienststellenleiter Stadtentwässerung).
Ein Teil des Baumaterials stammt aus dem Felsabbruch des Rad- und Fußgängertunnels durch den Georgsberg und wird im Sinne der Nachhaltigkeit wiederverwendet.
Die Fertigstellung der äußeren Erschließungsarbeiten ist derzeit für den 20. Oktober 2026 geplant. Die anschließende Bebauung sowie die innere Erschließung liegen im Verantwortungsbereich des Staatlichen Bauamts.
Die Bedeutung des Projekts zeigt sich auch in der Entwicklung der Bundespolizei in Passau: Seit der Verlegung des Standorts im Jahr 2015 ist die Zahl der eingesetzten Beamten auf über 500 Kräfte gestiegen. Die Inspektion gilt damit als größte Flächeninspektion an der Südgrenze Deutschlands und deckt nahezu den gesamten Regierungsbezirk Niederbayern ab.

Stadt Passau
Berger Bau SE