Im Römermuseum Kastell Boiotro in Passau läuft derzeit eine besondere Messkampagne: 20 fortgeschrittene Studierende des Bachelorstudiengangs Angewandte Geodäsie und Geoinformation der Hochschule München erfassen im Rahmen eines einwöchigen Praktikums das Museum sowie die umliegenden historischen Bereiche.
Zum Einsatz kommen modernste Technologien wie terrestrisches und UAV basiertes Laserscanning, 3D Fotogrammetrie und Tachymetrie. Die Studierenden setzen damit ihre im Studium erlernten Methoden praxisnah um und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation historischer Bauwerke.

Bürgermeister Andreas Rother (vorne, 4. von links), Stadtarchäologe und Museumsleiter Dr. Thomas Maurer (vorne, 2. Von links) gemeinsam mit den Studierenden, Professoren und fachkundigen Lehrkräften der Hochschule München.
Erfasst werden unter anderem die originalen Mauern des Kastells im Untergeschoss des Museums, rekonstruierte Anlagen im Außenbereich, die mittelalterliche Innstadtmauer sowie der spätrömische Burgus im Bereich der städtischen Kläranlage. Auch ausgewählte Exponate wie Steindenkmäler werden digital dokumentiert.
Die gewonnenen Daten stellt die Hochschule München der Stadt Passau zur Verfügung. Sie sollen künftig für die Vermittlung des UNESCO Welterbes Donaulimes und der Passauer Teilstätten genutzt werden.
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Studium, Forschung und Denkmalschutz ineinandergreifen und zur nachhaltigen Sicherung kulturellen Erbes beitragen.
Das Römermuseum Kastell Boiotro ist aktuell bis 15. November jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind auf der Website www.roemermuseum.passau.de verfügbar.

Stadt Passau