Umweltminister verleiht erstmals Forschungspreis der Bayerischen Nationalparke

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04.02.2025
Lindberg
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Umweltminister verleiht erstmals Forschungspreis der Bayerischen Nationalparke

 

Erstmals hat Umweltminister Thorsten Glauber den Forschungspreis der Bayerischen Nationalparke vergeben. Preisträger ist Dr. Christian Hoermann von und zu Guttenberg, der sich in den vergangenen Jahren im Bereich der Aas-Forschung einen Namen gemacht hat. Für das Projekt „Belassen von Wildtierkadavern in der Landschaft – Erprobung am Beispiel der Nationalparke“ wurde er nun im Haus zur Wildnis mit dem 5000 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. Glauber betonte: „Bayerns Nationalparke Bayerischer Wald und Berchtesgaden sind Leuchttürme der Naturvielfalt. Sie stehen für gelebten Naturschutz und innovative Forschung. Die Nationalparke gehören zu den führenden Institutionen im Bereich der Schutzgebietsforschung. Der neue 'Bayerische Nationalpark-Forschungspreis' würdigt innovative Forschungsleistungen in den beiden Nationalparken. Mit der ersten Preisverleihung ehren wir eine herausragende wissenschaftliche Leistung und feiern zugleich die großartige Arbeit, die in unseren Nationalparken täglich geleistet wird. Ziel ist es, die Natur bestmöglich zu verstehen, um sie bestmöglich erhalten zu können. Die Studien des Preisträgers Dr. Christian Hoermann von und zu Guttenberg zeigen uns spannend und verständlich, wie Natur funktioniert. Seine Forschungsergebnisse sind ein großer Gewinn für die Wissenschaft und für die Nationalparke.“

 

Dr. Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden (v.l.), Staatsminister Thorsten Glauber und Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald, gratulierten dem Preisträger Dr. Christian Hoermann von und zu Guttenberg. 

Dr. Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden (v.l.), Staatsminister Thorsten Glauber und Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald, gratulierten dem Preisträger Dr. Christian Hoermann von und zu Guttenberg. 


Der Preisträger Dr. Christian Hoermann von und zu Guttenberg stellte im Anschluss nicht nur seine Forschung vor, sondern richtete auch persönliche Worte an die Gäste. „Ich freue mich unglaublich über den Bayerischen Forschungspreis. Es ist das i-Tüpfelchen auf einem langen Weg hin zur Etablierung der Aasökologie. Und diese wiederum ist eine wesentliche Komponente im Prozessschutz unserer Großschutzgebiete.“ Die Bedeutung der Wildtierkadaver für die Biodiversität sei mittlerweile sogar in den Schulalltag der weiterführenden Schulen eingezogen und werde bei zahlreichen TV Dokumentationen thematisiert. „Diesen entscheidenden Schritt habe ich mir sehr lange gewünscht. Ohne mein starkes Team im Nationalpark Bayerischer Wald und natürlich ohne all meine Mitstreiter in 15 deutschen Nationalparks wäre das alles nicht möglich gewesen.“ Hoermann nutzte die Gelegenheit, auch seiner Frau zu danken, die ihn beständig motiviert habe. Aasforschung sei für Hoermann deswegen so interessant, weil der Tod eines Wildtieres nicht das Ende ist. „Es ist der Startschuss für zahlreiche Mikroben, Insekten und große Aasfresser. Das fasziniert mich immer wieder von neuem.“

 

Dass ein so bunt gemischtes Publikum ins Haus zur Wildnis zur Preisverleihung gekommen ist, zeuge davon, wie wichtig und angesehen Forschung in den bayerischen Nationalparken sei, sagte Ursula Schuster, Leiterin des Nationalparks Bayerischer Wald. „Im Laufe der Jahrzehnte hat das wissenschaftliche Arbeiten bei uns im Schutzgebiet kontinuierlich einen immer höheren Stellenwert erlangt und die Ergebnisse haben immer mehr internationale Sichtbarkeit erzielt.“ Dabei sei eines immer von großer Bedeutung gewesen: „Wir wollen praxis- und lösungsorientiert forschen und Strategien zu einem verbesserten Nationalparkmanagement entwickeln, aber auch Lösungen für Wirtschaftswälder bieten.“ Dabei habe man schon viele Erfolge verzeichnen können. „Unsere Empfehlungen, Totholz im Wald zu lassen, um die Biodiversität zu fördern, werden heute ganz selbstverständlich in vielen Wirtschaftswäldern beachtet.“ Aus diesem Grund freue es Ursula Schuster sehr, dass das Bayerische Umweltministerium die Bedeutung der wissenschaftlichen Bemühungen in den Nationalparken so wertschätzt und sich dazu entschieden hat, den Forschungspreis in Leben zu rufen.

 

Dr. Benedikt Wiggering, Deutscher Science Slam Meister, trat mit seinem Vortrag „Wer fraß am Aas?“ bei der Verleihung im Haus zur Wildnis auf.

Dr. Benedikt Wiggering, Deutscher Science Slam Meister, trat mit seinem Vortrag „Wer fraß am Aas?“ bei der Verleihung im Haus zur Wildnis auf.

 

Dem konnte auch Dr. Roland Baier, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, zustimmen. „Forschung ist die Schlüsseldomäne der Universitäten. Unsere beiden Nationalparke mit ihren Kooperationen und engen Verbindungen zwischen Nationalpark und Universität sind heute echte Leuchttürme in der Forschungslandschaft: deutschlandweit und innerhalb der 13 Nationalparke im Alpenbogen.“ Diese Verbindungen würden einen Brückenschlag zwischen exzellenter universitärer Forschung und deren Anwendung in der Klimawandel- und Naturschutzforschung ermöglichen. Dank der herausragenden Forschungsleistungen in globalen Netzwerken fänden hier die besten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen. „Wir haben einen sich selbst verstärkenden, positiven Forschungsprozess gestartet. Ich bin mir sicher, Dank der jungen, hoch motivierten Forschenden, die für Ihre Themen brennen und schon Ideen für neue Projekte haben, erwarten uns noch viele herausragende Forschungspreisträger.“

 

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt von Dr. Benedikt Wiggering, der als Aasökologe im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer nicht nur ein Kollege von Hoermann ist. Mit einem Beitrag zur Aasforschung in den deutschen Nationalparken wurde er im Jahr 2024 zum Deutschen Science Slam Meister gekürt. Im Haus zur Wildnis gab es seinen Vortrag für alle Gäste noch einmal live zu sehen.


- AW


Nationalpark Bayerischer WaldNationalpark Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Annette Nigl, Nationalpark Bayerischer Wald, : Gregor Wolf
Bildupload: Antonia Wittensöllner Antonia Wittensöllner

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