Ein arbeitsreiches Jahr am BKH Straubing

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15.01.2025
Landshut
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Prof. Dr. Joachim Nitschke zum Jahresgespräch bei Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich

 

Das vergangene Jahr sei eines der anstrengendsten seines Lebens gewesen, sagte Prof. Dr. Joachim Nitschke, Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Straubing, bei seinem Jahresgespräch mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich am Donnerstag in Landshut. Die Geiselnahme am 17. August, bei der vier Patienten einen Mitarbeiter überwältigten und dadurch aus dem BKH entweichen konnten, sei eine extreme Ausnahmesituation gewesen. Aber auch die Planung mehrerer Baumaßnahmen, der stärkere Fokus auf Öffentlichkeitsarbeit und die personelle Situation seien herausfordernde Themen 2024 gewesen. Nun allerdings, so zeigte sich Prof. Nitschke sicher, sei man in allen Bereichen auf einem sehr guten Weg.

 

Das prägendste Thema für das Krankenhaus, die Mitarbeiter aber auch für viele Bürgerinnen und Bürger sei die Geiselnahme vom 17. August gewesen. Auf einer besonders gesicherten Station überwältigten vier Patienten einen Mitarbeiter und bedrohten ihn. Auf diese Weise erzwangen sie die Öffnung der Sicherheitsschleuse. Nach ihrer Flucht wurden die Täter in Österreich und der Türkei gefasst. „Die Brutalität des Vorfalls hat uns erschüttert“, sagte Prof. Nitschke. „Dennoch haben wir unverzüglich wichtigste Maßnahmen umgesetzt.“ Dazu zählte er unter anderem: die Schließung möglicher Sicherheitslücken, das Verbot potenziell missbrauchbarer Gegenstände, neue Dienstanweisungen und eine Überprüfung aller Patienten auf Fremdgefährlichkeit. „Bei jeder Maßnahme müssen wir sorgfältig zwischen Sicherheit und Patienten-Rechten abwägen“, so Prof. Nitschke.

 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (links) empfing Prof. Dr. Joachim Nitschke in der Hauptverwaltung des Bezirks Niederbayern in Landshut.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich (links) empfing Prof. Dr. Joachim Nitschke in der Hauptverwaltung des Bezirks Niederbayern in Landshut.

 

Schon jetzt sei die Wirkung der Maßnahmen zu beobachten, sagte der Ärztliche Direktor weiter. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlten sich sicherer, es sei mehr Ruhe eingekehrt. Diverse Öffentlichkeitsmaßnahmen hätten dazu geführt, dass der Diskurs um das Thema Maßregelvollzug versachlicht worden sei. Prof. Nitschke: „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter und der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität. Wir werden das Risiko solcher Vorfälle weiter minimieren und transparent über unsere Arbeit aufklären.“

 

Doch auch abseits der Geiselnahme sei 2024 ein arbeitsreiches Jahr gewesen. „Wir sind mit der Planung unserer Bauvorhaben gut vorangekommen“, sagte der Ärztliche Direktor. In die Zielplanung sei etwa der Neubau eines Entlasshauses für weitgehend gelockerte Patienten sowie die bauliche Veränderung der Pforte aufgenommen worden. Außerdem soll das gesamte Krankenhaus in den kommenden beiden Jahren mit einer neuen Brandmeldeanlage ausgestattet werden.

 

Die personelle Situation habe sich im BKH Straubing 2024 sukzessive verbessert, sagte Prof. Nitschke. Nicht nur in Verwaltung und Pflege gebe es ausreichend Bewerber. „Sogar im ärztlichen Bereich sind im vergangenen Jahr viele qualifizierte Bewerbungen eingegangen. Das ist in vielen anderen Kliniken Deutschlands anders.“ Wesentlich dazu beigetragen habe der attraktive Standort Straubing, schnelle und unkomplizierte Einstellungsverfahren und ein gutes Zusammenspiel zwischen Krankenhaus und Bezirk als Träger.

 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich lobte Prof. Nitschkes Engagement. „Gerade in ländlich geprägten Regionen wird der Mangel an Ärzten und medizinischem Personal immer gravierender.“ Dass das BKH Straubing hier eine Ausnahme bildet, sei ein gutes Zeichen für das Renommee der Institution. „Eine gute personelle Ausstattung ist eine wichtige Voraussetzung, unseren staatlichen Auftrag der Resozialisierung umzusetzen.“

 

Besonders hervor hob der Bezirkstagspräsident auch die Öffentlichkeitsarbeit des BKH Straubing. „Es ist wichtig, die Arbeit des Maßregelvollzugs immer wieder zu erklären und dadurch Verständnis für diese Aufgabe zu schaffen.“ Positives Beispiel hierfür seien etwa die Verkaufsaktionen im Krankenhaus wie der Weihnachtsbasar, bei denen die Werkstücke der Patienten aus den verschiedenen Arbeitstherapiebereichen angeboten werden. „Die vielen Besucher dort zeigen das große Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so Dr. Heinrich.  


- AF


Bezirk NiederbayernBezirk NiederbayernLandshut

Quellenangaben

Bezirk Niederbayern, Korbinian Huber
Bildupload: Amelie Fuchs

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