Beste Aussichten für den Energiestandort Deutschland

zurück zur Übersicht
Gefällt mir
20.11.2024
Iggensbach
1403 Klicks

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich besichtigt neues Werk der Firma Fenecon 

 

Wenn die Sonne kräftig scheint, gibt es in Deutschland schon jetzt mehr als genug Strom. Auch die Strompreise sind deshalb an vielen Tagen im Jahr sehr günstig und liegen immer häufiger sogar im Minusbereich. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden die Stunden mit ausreichend Wind und Sonne für den gesamten deutschen Stromverbrauch schon ein Viertel des Jahres abdecken. Die Schwankungen bei der Abnahme und Zuführung des Stromes sind jedoch belastend für die Stromnetze. Genau hier setzt die Firma Fenecon an, die netzdienliche Heim- und Gewerbespeicher anbietet und aus Batterien für Elektrofahrzeuge Großspeicher für Industrie und Solarparks herstellt. Kombiniert werden diese Speicher mit einer KI-gestützten, opensource-basierten Energiemanagement-Software, die für jede Anlage aus den individuell gelernten Daten zu Stromerzeugung und -verbrauch Vorhersagen generiert und mit dem Strompreis der nächsten eineinhalb Tage an der Börse abgleicht. Der Reststrombezug kann damit auf die günstigsten Zeitpunkte gelegt werden, der Strom wird im Speicher zwischengelagert und späterer teurer Bezug vermieden.

 

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich wollte sich deshalb selbst bei der Firma mit Hauptsitz in Deggendorf informieren, die in diesem Jahr ein neues Werk in Iggensbach errichtet hat. Er war begeistert von der automatisch gesteuerten Speichermöglichkeit, die die Netzbelastung gleichmäßiger verteilt und für die Kunden durch intelligente Optimierung günstigere Strompreise ermöglicht.

 

Gründer, Hauptgesellschafter und Geschäftsführer Franz-Josef Feilmeier hat für seine 2011 gegründete Firma, die nach wie vor ein Eigentümer-geführtes Familienunternehmen ist, bereits viele renommierte Preise erhalten – zuletzt war sie unter den 50 schnellstwachsenden Technologieunternehmen Deutschlands aufgeführt. Aus der einstigen Garagenfirma hat sich ein Unternehmen mit über 330 Mitarbeitern an mehreren Standorten in Bayern, Deutschland und zuletzt South Carolina entwickelt.

 

Eine Besonderheit ist die Verwendung von Batterien für Elektrofahrzeuge, aus denen stationäre Speicher in verschiedenen Leistungsgrößen entstehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist etwa, dass eine Batterie in ein Elektrofahrzeug nur eingebaut werden darf, wenn sie maximal ein Jahr alt ist. Diese Tatsache sowie kleinere optische Mängel oder Maßabweichungen an Batterien, die jedoch keine Auswirkungen auf die Leistung haben, führen dazu, dass bei Autoherstellern ein gewisser Anteil der Batterien nie in ein Fahrzeug eingebaut werden. Das bedeutet aktuell, dass sie sofort entsorgt und geschreddert werden. Solche Batterien kauft Fenecon stattdessen an und verarbeitet sie zu stationären Speichersystemen.

 

Franz-Josef Feilmeier, Dr. Olaf Heinrich und Jona Hallitzky (v. l.) in der Produktionshalle von Fenecon in Iggensbach. 

 

„Es werden derzeit mehr neue Batterien entsorgt, als für Großspeicher importiert werden. Wir könnten also in diesem Bereich viele Ressourcen sparen“, erläuterte der für die Unternehmensstrategie Verantwortliche Jona Hallitzky.

Diese Batterien können sowohl hinter dem Stromzähler, also auf Seiten des Verbrauchers (Privathaushalt oder Unternehmen) zum Einsatz kommen und in Kombination etwa mit einer PV-Anlage die Stromabnahme und -zuführung steuern. Genauso aber können sie auch vor dem Stromzähler, auf Seiten des Stromerzeugers bzw. im Netz installiert werden und dort z.B. angeschlossen an einen Solarpark selbst Teil des Stromhandel-Systems werden. 

 

Der Bedarf und das Interesse an diesen Systemen ist groß, auch deshalb, weil viele der Fenecon-Modelle notstromfähig sind, sich im Ernstfall auch vom Internet trennen lassen sowie die Daten auf Servern in Deutschland gespeichert sind. „Uns ist wichtig, dass die Speicher nicht aus dem Ausland wie beispielsweise China erreichbar und steuerbar sind“, erklärt Franz-Josef Feilmeier. Er verweist darauf, dass die Branche keine Förderungen brauche, wohl aber Vorgaben, um Hersteller in Sachen kritischer Infrastruktur (u.a. China) zu reglementieren. „Der Weg der Daten raus aus dem Speicher, um Monitoringdaten bereitzustellen, ist gleichzeitig der Weg rein. Die Software kann immer von dort übersteuert werden, wo der Datenserver sitzt“, betont der Geschäftsführer. Deshalb bietet auch der amerikanische Markt derzeit große Entwicklungsmöglichkeiten für die Firma, denn dort ist der Bedarf groß, chinesische Produkte werden jedoch aus Sicherheitsbedenken nicht zugelassen.

 

Das neue Werk in South Carolina ist auch wegen der Nähe zu Elektrofahrzeugherstellern sinnvoll. „Kurze Wege sowie Lager- und Produktionskapazitäten vor Ort sind für die Herstellung sowohl ökonomisch als auch ökologisch von Interesse.“

Für die Entwicklung der Technik und Software ist und bleibt aber Niederbayern der beste Standort. „Wir haben ein hochmotiviertes Team aus bestens ausgebildeten und engagierten Mitarbeitern.“ Diese berechnen bei Gewerbe- und Sonderkunden zunächst anhand bestehender Daten die technische Konfiguration und Wirtschaftlichkeit eines Speichers und bieten die Systeme alternativ zum Kauf auch zur Miete an.

 

Die Aussichten für Deutschland als Energiestandort bewertet man bei Fenecon sehr positiv. „Wir haben bei den erneuerbaren Energien schon einen guten Status erreicht, der weiter ausgebaut wird. Deutschland wird in Zukunft ein günstiges Energieland sein, nur jetzt ist das noch nicht für jeden sichtbar“, ist Feilmeier überzeugt. Derzeit sei es deshalb wichtig, dass bestehende Unternehmen nicht abwandern wegen der Probleme der letzten Jahre. „Bei den riesigen Herausforderungen, vor denen wir stehen, sind Lösungen genau das, was wir brauchen“, zeigte sich der Bezirkstagspräsident begeistert von den optimistischen Prognosen der Firma. Auch für Einrichtungen der öffentlichen Hand, etwa große Energieverbraucher wie Krankenhäuser, könnten intelligente Speichersysteme interessant sein – aus ökonomischer und ökologischer Sicht. „Wenn beides Hand in Hand geht, können notwendige Veränderungen auch schnell gehen“, so Heinrich, der dafür der Firma Fenecon alles Gute wünschte.


- AW


Bezirk NiederbayernBezirk NiederbayernLandshut

Quellenangaben

Bezirk Niederbayern
Manuela Lang
Bildupload: Antonia Wittensöllner

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.


Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?


Ähnliche Berichte




Diese Webseite verwendet Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Um die Funktionen unserer Webseite vollumfänglich Nutzen zu können, willigen Sie bitte in deren Nutzung ein.

Akzeptieren und schließen
Alle Cookies akzeptieren Alle ablehnen Cookie-Einstellungen anpassen
Cookie-Erklärung Über Cookies
Notwendig Statistiken Marketing

Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Name Anbieter Zweck Ablauf
cookieinfoWAIDLER.COMSpeichert die Benutzereinstellungen zu den Cookies.90 Tage
waidler-sessionWAIDLER.COMEindeutige ID, die die Sitzung des Benutzers identifiziert.Session

Statistik-Cookies helfen Webseiten-Besitzern zu verstehen, wie Besucher mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden.

Name Anbieter Zweck Ablauf
_gaWAIDLER.COMRegistriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.2 Jahre
_ga_*WAIDLER.COMEnthält eine zufallsgenerierte User-ID. Anhand dieser ID kann Google Analytics wiederkehrende User auf dieser Website wiedererkennen und die Daten von früheren Besuchen zusammenführen.2 Jahre
_gatWAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken1 Tag
_gat_*WAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken2 Jahre
_gac_*WAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken2 Jahre
_gidWAIDLER.COMRegistriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.1 Tag

Marketing-Cookies werden verwendet, um Besuchern auf Webseiten zu folgen. Die Absicht ist, Anzeigen zu zeigen, die relevant und ansprechend für den einzelnen Benutzer sind und daher wertvoller für Publisher und werbetreibende Drittparteien sind.

Name Anbieter Zweck Ablauf
IDEWAIDLER.COMVerwendet von Google DoubleClick, um die Handlungen des Benutzers auf der Webseite nach der Anzeige oder dem Klicken auf eine der Anzeigen des Anbieters zu registrieren und zu melden, mit dem Zweck der Messung der Wirksamkeit einer Werbung und der Anzeige zielgerichteter Werbung für den Benutzer.1 Jahr
AMP_TOKENWAIDLER.COMNutzer-ID für AMP Tracking1 Jahr
FPIDWAIDLER.COM2 Jahre
test_cookieWAIDLER.COMVerwendet, um zu überprüfen, ob der Browser des Benutzers Cookies unterstützt.15 Minuten
ads/ga-audiencesWAIDLER.COMUsed by Google AdWords to re-engage visitors that are likely to convert to customers based on the visitor's online behaviour across websites.Session
NIDWAIDLER.COMNutzerpräferenzen und Werbung, Registriert eine eindeutige ID, die das Gerät eines wiederkehrenden Benutzers identifiziert. Die ID wird für gezielte Werbung genutzt.1 Jahr
_gcl_auWAIDLER.COMConversion-Tracking und Anzeigenmessung90 Tage
_gcl_awWAIDLER.COMZuordnung von Conversions zu Ads-Klicks90 Tage
_gcl_dcWAIDLER.COMConversion-Tracking (Display & Video 360)90 Tage
ANIDWAIDLER.COMWerbe-Tracking1 Jahr
Einstellungen speichern

Cookies sind kleine Textdateien, die von Webseiten verwendet werden, um die Benutzererfahrung effizienter zu gestalten.

Laut Gesetz können wir Cookies auf Ihrem Gerät speichern, wenn diese für den Betrieb dieser Seite unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen benötigen wir Ihre Erlaubnis.

Diese Seite verwendet unterschiedliche Cookie-Typen. Einige Cookies werden von Drittparteien platziert, die auf unseren Seiten erscheinen.

Sie können Ihre Einwilligung jederzeit von der Cookie-Erklärung auf unserer Website ändern oder widerrufen.

Erfahren Sie in unserer Datenschutzrichtlinie mehr darüber, wer wir sind, wie Sie uns kontaktieren können und wie wir personenbezogene Daten verarbeiten.

Bitte geben Sie Ihre Einwilligungs-ID und das Datum an, wenn Sie uns bezüglich Ihrer Einwilligung kontaktieren.