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07.10.2016
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„Das subjektive Sicherheitsgefühl steigt“

Insgesamt sind mittlerweile elf Sicherheitswachten, angegliedert an die jeweiligen Polizeidienststellen, über ganz Niederbayern verteilt – darunter neu aufgebaut die Sicherheitswacht in Waldkirchen.

„Nach einer intensiven dreimonatiger Ausbildung geht seit Mitte Juli nun auch die Sicherheitswacht in Waldkirchen auf Streife und wir sind dankbar für die zusätzlichen Augen und Ohren auf der Straße“, betont Polizeihauptkommissar Georg Binder der Polizeistation Waldkirchen bei einem Besuch von MdL Dr. Gerhard Waschler.

„Waldkirchen ist zwar nicht groß, aber auch wir haben unsere Brennpunkte und freuen uns über die unterstützende Tätigkeit der ehrenamtlichen Helfer“, ergänzt auch der Erste Polizeihauptkommissar Bernd Deutscher –„sie sind sozusagen der verlängerte Arm der Polizei“. So hatten die insgesamt fünf Helfer der neuen Sicherheitswacht bei ihren Rundgängen, unter anderem im Stadtpark, am Busbahnhof oder am Marktplatz, bereits erste Kontakte mit der Bevölkerung: „Wir halten einfach nur die Augen offen, sind präsent, verweisen vereinzelt auf Satzungen, wie Alkoholverbote und geben genau damit den Bürgerinnen und Bürgern ein subjektives Sicherheitsgefühl“, erzählt Mike Müller aus Büchlberg von seinen ersten Erfahrungen. Er selbst hat mit seinem Engagement in der Sicherheitswacht die richtige Aufgabe für sich gefunden. „Als ich von dem Aufbau einer Sicherheitswacht gehört habe, wollte auch ich unterstützend tätig werden. Viele Menschen schauen weg, wenn was passiert – das will ich nicht. Ich will hinsehen und helfen!“

MdL Dr. Gerhard Waschler besucht die neue Sicherheitswacht in Wald-kirchen – Josef Lichtenauer, Margit Puffer, Mike Müller, Polizeihauptkommissar Georg Binder und Erster Polizeihauptkommissar Bernd Deutscher.
v.l. MdL Dr. Gerhard Waschler besucht die neue Sicherheitswacht in Wald-kirchen – Josef Lichtenauer, Margit Puffer, Mike Müller, Polizeihauptkommissar Georg Binder und Erster Polizeihauptkommissar Bernd Deutscher. Foto (Stefanie Starke)

 

Zivilcourage ist dabei nur ein Aspekt für das Engagement der momentan noch fünf Helfer: „Ich habe selbst Kinder und hoffe immer, dass einfach jemand da ist, wenn sie abends unterwegs sind und mal Hilfe benötigen sollten. Daher ist es mir ein Anliegen, auch selbst für andere Menschen da zu sein – es gibt den Waldkirchnern einfach ein gutes Gefühl und das ist die Hauptsache“, erklärt auch Margit Puffer aus Röhrnbach, die einzige Frau unter den Sicherheitswachtlern.

Bei ihren gemeinsamen Rundgängen halten die Ehrenamtler stets engen Kontakt zur Polizeistation. „Sollte wirklich mal was sein, eine Gefahrensituation drohen, dann sind die Helfer über Funk mit uns verbunden – für sie gilt es immer eine entsprechende Distanz zu wahren“, erklärt Polizeihauptkommissar Georg Binder, der die Mitglieder Sicherheitswacht aus- und weiterbildet. „Die Rundgänge und zusätzlichen Augen auf unseren Straßen sollen vorrangig präventiv wirken – gehen und gesehen werden lautet die Devise.“ Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung seien zunehmend positiv.

„Wie aus aktuellen Umfragen hervorgeht, steht das Sicherheitsbedürfnis der Bayern an erster Stelle. Auch deswegen möchte ich mich für das Engagement in der Sicherheitswacht bedanken – ein hochanerkanntes Ehrenamt“, so MdL Dr. Gerhard Waschler, der sich über die Anfänge und die Erfahrungen des Teams erkundigte.
„Wir erhalten die Rückmeldungen, dass es insgesamt ruhiger geworden ist, seit wir unsere Runden drehen – und wir treffen vermehrt auf einsichtige Bürger“, erzählt Mike Müller. Das Engagement bereite ihm Freude, eine Bitte hat er jedoch: „Einheitliche Pullover für die Übergangszeit wären super.“

Noch habe man weitere Plätze zur Verfügung, immerhin wurden der Polizeistation in Waldkirchen insgesamt acht Plätze genehmigt. „Wer Interesse hat, zwischen 18 und 60 Jahren ist und sich gern ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich gerne melden“, so Binder abschließend.


- AB

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Quellenangaben

Stefanie Starke



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