Wechsel von Regen- und Sonnenphasen im August

zurück zur Übersicht
Gefällt mir
06.09.2023 10:45 Uhr

 

Schönes Sommerwetter vom 11. bis 23. August

Fritz Haselbeck

Mit einem Temperatursturz von 18 Grad ging die heurige Hochsommerzeit am 25. August zu Ende, innerhalb von zwei Tagen fiel das Thermometer von 29 Grad auf 11 Grad ab. Es folgte eine Schlechtwetterperiode mit Gewittern, Sturmböen, z. T. starken und anhaltenden Regenfällen. Der August präsentierte sich, auf längere, zusammenhängende Phasen bezogen, in großen Zügen wechselhaft: In den ersten 10 Tagen war es sehr unbeständig, wiederholte Niederschläge erbrachten in diesem Zeitraum eine Regenmenge von 108 Litern pro qm. Danach baute sich für zwei Wochen, unterbrochen durch ein kurzes Gewitter am 16. August, eine stabile Schönwetterlage auf, die auch dem Bayerischen Wald viel Sonnenschein und hochsommerliche Wärme bescherte. Mit Beginn des letzten Augustwochenendes änderte sich das Wetterbild gravierend: Heftige Gewitterschauer mit Sturmböen bestimmten dieses, in der Folge nahm ein ausgedehntes Mittelmeertief durch einen ausgedehnten Bogengriff von Nordosten her unsere Region in Beschlag nahm.

Insgesamt gab es im Monat August 175 Sonnenstunden (2021: 150 Std. / 2022: 220 Std. / im Extremjahr 2003: 300 Std.!), wobei die Sonne an 8 Tagen gar nicht zum Vorschein kam. An zwei Tagen schien sie länger als 12, an 12 Tagen länger als 10 Stunden. Der heißeste Tag war mit 31 Grad am 14. August (2021: 29 Grad / 2022: 31 Grad / 2003: 36 Grad). „Sommertage“, also solche mit 25 und mehr Grad hatten wir 15, „Heiße Tage“, mit 30 Grad und darüber hinaus, insgesamt 5 Tage. Das Mittel der Maximaltemperaturen im August lag bei plus 22 Grad (2021: 21 Grad /2022: 23,5 Grad / 2003:26 Grad), die nächtlichen Minimaltemperaturen pendelten sich bei 17 Grad ein (2021: 11 Grad / 2022: 13 Grad / 2003: 15 Grad). Das waren, verglichen mit zurückliegenden Jahrzehnten, überdurchschnittlich laue Nächte. Relativ niedrige Temperaturen in der ersten und letzten Augustwoche verringern die Durchschnittswerte deutlich, extreme Hitzewerte blieben im Bayerischen Wald aus.

Die Niederschlagsmenge ergab im August 245 Liter pro qm (2021: 150 l / 2022: 115 l / 2003: 50 l). Das ist der zweithöchste Stand innerhalb der letzten 40 Jahre, nur 2002 war er höher, nämlich 265 Liter pro qm. Der meiste Tagesregen fiel mit 60 Litern mit Unwetter am 28. des Monats, 15 Tage blieben völlig niederschlagsfrei.


- DH



Quellenangaben


Bildupload: Dr. Fritz Haselbeck

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?