Der Spielsucht vorbeugen - Zu welchen Schutzmaßnahmen sind Casinos verpflichtet?

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18.11.2022

Die Spielsucht ist ein ernstes Problem, das zu vielen Erkrankungen und finanziellen Schwierigkeiten führen kann. In Europa haben schätzungsweise mehr als 2% der Erwachsenen Glücksspielprobleme und diese Zahl wächst derzeit schnell an. Casinos sind immer gut, wenn es um Boni ohne Einzahlung geht, doch welche Maßnahmen gibt es, die Kunden vor der Sucht schützen können?

Die Gamingbranche konnte in den letzten zehn Jahren aufgrund des Anstiegs der Online Casinos um viele Milliarden Euro wachsen, und natürlich hat diese Überpräsenz des Glücksspiels auch schwerwiegende Folgen auf Personen, die zu Suchterkrankungen neigen.

Glücksspieler können häufiger unter Depressionen, Angstzuständen, Stimmungsstörungen und anderen Formen von Geisteskrankheiten leiden als Nichtspieler. Sie geraten auch eher in finanzielle Schwierigkeiten wie Konkurs und Schulden. Zudem leiden die sozialen Kontakte und das Umfeld deutlich unter der Sucht, die einen Spieler tagein und tagaus beschäftigt und diesem kaum oder nur schwer eine Chance gibt, wieder davon loszukommen. Neben den offensichtlichen finanziellen Problemen warten auf Süchtigen oftmals sogar rechtliche Probleme, etwa dann, wenn Forderungen und Verbindlichkeiten nicht mehr nachgekommen werden können.

Die ersten Anzeichen einer aufkommenden Spielsucht

Wenn der Spieler anfängt, häufiger zu zocken oder sich während anderer Tätigkeiten mit dem Spielen beschäftigt und Schwierigkeiten hat, sein Verhalten zu kontrollieren, muss er sich fragen, ob er ein Problem hat. Das Gefährliche an der Sucht ist, dass die Gamer immer wieder Argumente finden, mit denen sie sich selbst davon überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Für die offensichtlichen Probleme, die leider viel zu oft vor Freunden und Verwandten versteckt werden, entwickeln sie eine regelrechte Blindheit, die erst dann weicht, wenn es schon zu spät ist.

Was tun seriöse Online Casinos, um der Spielsucht vorzubeugen?

Viele Glücksspielportale haben Tageslimits, Beratungsstellen und psychologische Hilfe - alles, was der Spielsucht vorbeugen kann. Im Folgenden wird genauer auf die vorhandenen Schutzmaßnahmen eingegangen.

Die Glücksspielsucht ist ein Problem, das nicht auf den Einzelnen beschränkt ist. Es betrifft auch die Menschen herum. Daher ist es wichtig, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Gamer davor zu schützen, abhängig zu werden und ihre Beziehungen zu Familie, Freunden und Arbeit zu beeinträchtigen.

Einige Casinos bieten Beratungsstellen für Spieler an, die Hilfe bei der Überwindung ihrer Sucht brauchen. Bei den anderen kann man mit psychologischer Hilfe über Chats oder Telefonleitungen rechnen. Viele Dienstleister haben auch Selbstausschlussprogramme, die es Kunden ermöglichen, ihren Account zum Spielen aufzugeben, um sie an der Rückkehr zu hindern. Bemerkt der Spieler, dass die Limits überschritten sind, und dass die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass beim nächsten Casinobesuch den Versuchungen nicht standgehalten wird, so stellt sich eine hervorragende Variante des Selbstschutzes dar.

Listen

Listen unterschiedlicher Art, die nach den geltenden Vorschriften der Gesetzgebung genutzt werden müssen, sind eine der effektivsten Methoden, Spieler vor dem Abdriften in die Sucht zu bewahren. Mittels des dauerhaften Trackings, das durch die genaue Identifikation des Besuchers möglich ist, lässt sich früh erkennen, ob jemand Tendenzen zum suchthaften Verhalten zeigt. Die Aufbewahrung und die Verarbeitung der gesammelten Informationen ermöglicht das frühzeitige Sperren eines Spielers über einzelne Casinos und sogar Ländergrenzen hinweg. Wird der Zugang versperrt, so erfolgt eine Art „kalter Entzug“ für den Süchtigen. Da es sich bei der Technik immer noch um etwas Neues handelt, können keine klaren Aussagen zur tatsächlichen Effektivität dieser Methoden getroffen werden.

Tägliche Limits

Eine der häufigsten Sicherheitsvorkehrungen besteht darin, tägliche Limits festzulegen, wie viel ein Gamer setzen kann. Dies hilft den Spielern, der Versuchung, mehr zu riskieren, zu widerstehen, und es ermöglicht ihnen auch, Zeit außerhalb des Casinos zu haben. Natürlich funktioniert diese Maßnahme nur aufgrund der Listen. Hat ein Besucher in einem Casino seine Grenzen überschritten, so nützt es natürlich nichts, wenn er sich danach einfach bei einem anderen Anbieter zum Weiterspielen entscheidet. Ist das Limit überschritten, so bedeutet das für den Spieler, dass er zu einer Pause gezwungen wird. Wiederholt sich das, so droht vielleicht sogar eine vollständige Sperrung oder zumindest eine längere Pause.

Persönlichkeitstest

Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus Persönlichkeitstest. Immer mehr Online Casinos weltweit legen Wert darauf, dass sie ihr Angebot ausschließlich den Spielern öffnen, die zuvor einen kurzen Persönlichkeitstest bestehen. In den meisten Fällen ist es zwar nach wie vor so, dass sich diese Tests relativ einfach manipulieren lassen, dennoch tragen sie ihren Teil dazu bei, dass die Personen, die schon zuvor einen Hang zur Sucht hatten, davon abgehalten werden, den Anfechtungen zu erliegen.

Ein Fazit zur Suchtprävention durch die Casinos

Hinter den Maßnahmen zur Suchtprävention durch die Casinos stehen in erster Linie die Regierungen und diese werden im besten Fall noch zahlreiche weitere Maßnahmen umsetzen. Zieht man ein Fazit, so darf festgestellt werden, dass sich die Dienstleister auf einem guten Weg befinden, dennoch braucht es noch deutlich mehr, um eine noch bessere Prävention zu ermöglichen.




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