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11.11.2021
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Grauerlen-Förderung am Großen Regen

Grauerlen-Wälder sind rar geworden. Denn die Bäume sind wahre Spezialisten. Sie können sich dort durchsetzen, wo Flüsse regelmäßig über die Ufer treten, es aber auch immer wieder Trockenperioden gibt. Am Großen Regen bei Ludwigsthal würde es solche Voraussetzungen geben - hätte hier der Mensch nicht einst regulierend eingegriffen. Der Nationalpark Bayerischer Wald schafft nun in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf wieder optimalere Bedingungen für die Grauerlen. Nur so hat der von ihnen dominierte Lebensraum eine Chance, sich langfristig zu halten.

Die Maßnahme findet im Rahmen von Verpflichtungen des Natura-2000-Netzwerkes der Europäischen Union statt. Darin werden Grauerlenwälder als prioritär zu erhaltender Lebensraum eingestuft. Ein darauf basierender Managementplan wird nun in Absprache mit der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern umgesetzt. Für den Bereich des Großen Regens bei Ludwigsthal sieht dieser vor allem die Entnahme von Fichten vor. Diese Baumart würde in den Flussauen natürlicherweise nicht so dominant vorkommen. Mit dem zusätzlichen Licht hat der Grauerlen-Nachwuchs auf einen Schlag wieder bessere Wachstumschancen.

Um die Grauerlen (Vordergrund) zu fördern, wurden am Großen Regen einige Fichten entnommen.
Um die Grauerlen (Vordergrund) zu fördern, wurden am Großen Regen einige Fichten entnommen.


- SB


Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldGrafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald

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