Freiluftszenen in 8 Akten
Dr. Fritz Haselbeck
Sie sollte ein Gemeinschaftswerk werden, die Theaterwanderung am Rosenberger Gut mit dem Thema „Erinnerungen“ an Adalbert Stifter und die Zeit um die Mitte des 19. Jahrhunderts am Böhmerwald. Das betont Gerhard Eggersdorfer, Chronist und Heimatkundler, sowie Stückescheiber der acht Theaterakte. In zwei Aufführungen bieten einheimische Laiendarsteller unter freiem Himmel dazu historische Spielszenen an.
Sechsmal verbrachte der Linzer Dichter und Schulrat (1805 -1868) seine ländlichen Urlaubstage in seinen „Lackenhäusern“ am Fuße des Dreisessel: „Meine ganze Seele hängt an dieser Gegend!“ Ihm zu Ehren richtete die Gemeinde Neureichenau das Museum „Stifter und der Wald“ im historischen Anbau des altehrwürdigen Guts ein.
Eggerdorfer konzentriert sich in seinen Manuskripten auf Stifters Besuche „im Wald“ und seine Begegnungen mit den einheimischen Leuten. Daneben treten Geschichten, „wahre Begebenheiten“ aus dem Volksmund in den Blick, die in den Waldeinöden hoch interessanten Gesprächsstoff lieferten. Mit großer Identifikation und Hingabe drücken 14 Laienschauspieler – auch Kinder – in ihren leibgeschneiderten Rollen eindrucksvoll tiefe Gedanken und Gefühle aus.

