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29.05.2019 15:35 Uhr
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Polizeibeamter bei Widerstandshandlung schwer verletzt – 23-jähriger Mazedonier zu Freiheitsstrafe verurteilt

GRAINET, LKR. FREYUNG-GRAFENAU. Anfang April 2019 kontrollierten Beamte der Polizeiinspektion Freyung aufgrund einer Mitteilung einen jungen Mann, der scheinbar Häuser und Grundstücke ausgekundschaftet hatte.

Da sich der junge Mann, wie sich später herausstellte, ein zur Tatzeit 22-jähriger Mazedonier, zunächst nicht ausweisen konnte, sollte er zur weiteren Überprüfung zur Polizeiinspektion Freyung verbracht werden. Während das Fahrrad des Mannes in das Dienstfahrzeug verladen wurde, trat der Mazedonier unvermittelt und gezielt gegen den Fuß eines Polizeibeamten. Der Beamte musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden.

Die Staatsanwaltschaft Passau beantragte unmittelbar nach der Tat einen Haftbefehl gegen den Mazedonier wegen des dringenden Tatverdachts der Gefährlichen Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Der junge Mann wurde nach Vorführung beim zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Passau am 03.04.2019 in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

In der Hauptverhandlung vom 13.05.2019 verurteilte das Amtsgericht Passau den Angeklagten zu einer mittlerweile rechtskräftigen Freiheitsstrafe von 16 Monaten ohne Bewährung. Dies ist u. a. auch das Ergebnis einer schnellen und abgestimmten Zusammenarbeit zwischen Staatsanwaltschaft und Polizei, um derartig schwerwiegende Fälle von Gewalt gegenüber Einsatzkräften zeitnah strafrechtlich zu verfolgen.

„Ich begrüße das Urteil des Amtsgerichts Passau als deutliches Signal aufgrund der schon fast beinahe täglichen Meldungen über Angriffe auf Polizeibeamte, Rettungs- und Hilfskräfte. Bei allem Unverständnis für die Gewaltbereitschaft, nicht nur gegenüber Polizeibeamten, sondern auch gegenüber den Einsatzkräften von Rettungsdiensten und Feuerwehr, möchten wir auch künftig für die niederbayerische Bevölkerung eine „bürgernahe“ Polizei sein. Der respektvolle Umgang mit „Ihrer“ Polizei und den anderen Einsatzkräften sollte eine Selbstverständlichkeit sein“, so das Fazit des niederbayerischen Polizeipräsidenten Herbert Wenzl.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Freyung v. 02.04.2019

Polizeibeamter bei Widerstandshandlung schwer verletzt

GRAINET, LKR FREYUNG-GRAFENAU. Am Dienstag, 02.04.2019, gegen 11 Uhr, meldete eine Frau der Polizei einen jungen Mann mit einem Fahrrad, der offensichtlich Häuser und Grundstücke auskundschaften würde. Eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Freyung konnte den Mann schließlich in Grainet antreffen. Da er keinerlei Ausweisdokumente mitführte, sollte er zur Polizeiinspektion Freyung verbracht werden. Während das Fahrrad verladen wurde, sicherte ein Polizeibeamter den Verdächtigen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Mann äußerst ruhig und kooperativ verhalten.

Der Festgehaltene versuchte unvermittelt und unvorhersehbar zu flüchten. Dabei trat er den neben ihm stehenden Beamten gezielt gegen den Fußknöchel. Der anschließende Fluchtversuch endete nach kurzer Verfolgung mit der Festnahme.
Der bei dem Angriff schwer verletzte Beamte wurde ins Klinikum Freyung eingeliefert. Bei der Überprüfung der Personalien des Verdächtigen auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass er gegenüber den eingesetzten Beamten zunächst falsche Angaben über seine Personalien gemacht hatte.

Der 22-jährige mazedonische Staatsangehörige wurde am Mittwoch, 03.04.19, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Passau dem Haftrichter am Amtsgericht Passau vorgeführt. Nachdem dieser Haftbefehl erließ, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert

Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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