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28.07.2018
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Damit auch die Fische wieder wandern können

St. Oswald. Oft stellen sie ein unüberwindbares Hindernis da. Die Rede ist von Durchlassrohren an Wanderwegen und Forststraßen, die aufgrund ihrer Ausrichtung oder Beschaffenheit des Materials ein Weiterkommen für Fische und andere Wasserbewohner unmöglich machen. Im Waldgeschichtlichen Museum St. Oswald wurden nun im Rahmen des LIFE+ Projekts „Moore, Fließgewässer und Schachten im Nationalpark Bayerischer Wald“ unter anderem die Maßnahmen vorgestellt, die das Wandern der Tiere erleichtern sollen.
Ziel des Symposiums war es, dass sich die 26 Teilnehmer aus den Bereichen Wasserwirtschaft, Forst, Naturschutz und Fischerei miteinander vernetzen und ihre bisherigen Arbeitsergebnisse austauschen. Auf dem Programm stand neben vier Fachvorträgen auch eine Exkursion, bei der die bereits umgebauten Durchlässe im Nationalpark besichtigt wurden. An den Standorten Ölbach, Kleine Ohe und Bärenlochbach wurden Methoden und Umbaumaßnahmen vor Ort erläutert.

Jochen Linner, Naturschutzbeauftragter des Nationalparks Bayerischer Wald (l.), erläuterte vor Ort die Umbaumaßnahmen bei den Durchlässen.Jochen Linner, Naturschutzbeauftragter des Nationalparks Bayerischer Wald (l.), erläuterte vor Ort die Umbaumaßnahmen bei den Durchlässen.


Wie Claudia Schmidt, Koordinatorin des Projekts LIFE+ erklärt, ist das Problem weit verbreitet: „Mehr als die Hälfte der knapp 60 000 bayernweit erfassten Querbauwerke ist für Fische und Co. unpassierbar.“ Nur wenn Durchlässe umgebaut und Rohre beispielsweise durch Furten und Holzbrücken ersetzt werden, haben die Fische auch eine Chance, zu wandern. Im Rahmen von LIFE+ werden insgesamt über 30 Durchlässe im Nationalparkgebiet so umgestaltet, dass sie wieder passierbar sind.


- sb

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Nationalparkverwaltung Bayerischer WaldBehörden | Grafenau

Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald



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