Symbolbild
zurück zur Übersicht
09.07.2018 17:45 Uhr
148 Klicks
teilen

Auto an beschranktem Bahnübergang von vollbesetzten Zug erfasst - Pkw-Fahrer erlitt tödliche Verletzungen - Er

Am Montag, 09.07.2018, gegen 09.50 Uhr, gingen bei der Integrierten Leitstelle Landshut und der Einsatzzentrale der Polizei mehrere Mitteilungen über einen Unfall zwischen einem Zug und einem Auto am Bahnübergang Herzogau/Griesenau, kurz vor dem Bahnhof Landau a.d. Isar, ein.


Bei den anfahrenden Kräften von Rettungsdienst und Polizei bestätigte sich der Verdacht eines schweren Unfalls. Ein mit etwa 300 Personen besetzter Regionalzug war in Richtung Plattling unterwegs und erfasste am Bahnübergang einen VW Transporter. Dieser wurde durch den Aufprall zur Seite gegen Leitplanken und Schaltkästen geschleudert. Dabei erlitt der 26jährige Fahrer schwerste Verletzungen. Noch an der Unfallstelle während der Notversorgung verstarb der in Landau an der Isar lebende Mann. Der 23jährige Zugführer brachte den mit etwa 300 Personen besetzten Zug an der Stadtgrenze Landau an der Isar zum Stillstand. Alle Zuginsassen blieben unverletzt, der Zugführer erlitt einen Schock und begab sich in ärztliche Behandlung. Ein Kriseninterventionsteam des BRK unterstützte an der Unfallstelle.

Für die 300 Fahrgäste wurden Busse bereitgestellt und der Transfer zum Bahnhof Landau/Isar gesichert. Die eingleisige Bahnstrecke wurde für die Rettungsarbeiten und Ermittlungen gesperrt. Die Bahn organisierte einen Ersatzverkehr.

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Landshut übernahm ein Gutachter der Eisenbahnunfalluntersuchungsstelle die Untersuchung vor Ort zusammen mit der Polizei. Die Bundespolizei war in die polizeilichen Tätigkeiten eingebunden.

Die Sperre der Bahnstrecke Landshut - Plattling dauerte bis zum Abschluss der Unfallaufnahme und endet mit der erfolgreichen Abschleppung des verunglückten Zuges durch die Deutsche Bahn. Der schwer beschädigte VW Transporter konnte geborgen werden und ist polizeilich sichergestellt.

Aufgrund des Unfalls wurde die Bahnschrankenanlage beschädigt. Der Betrieb dieser Schrankenanlage ist bis zu einer Reparatur nicht möglich. Die Gemeindeverbindungsstraße ist am Bahnübergang beidseits bis auf weiteres für den Straßenverkehr gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. Angaben zum entstandenen Schaden sind derzeit noch nicht möglich.
Die Ermittlungen der Landauer Polizei zu Unfallhergang und Unfallursache dauern an. Inwieweit die zur Unfallzeit durchgeführten Wartungsarbeiten an der Schrankenanlage eine Rolle spielen, wird in die Ermittlungen einbezogen.



Medien-Kontakt: Polizeiinspektion Landau an der Isar, Pressebeauftragter Christian Dengler,
Polizeioberkommissar, 09951/9834-20
Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?