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30.05.2018
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Wohnungseinbrüche im Raum Landshut geklärt – Zwei Frauen als Tatverdächtige ermittelt

Eine besonders dreiste Masche machten sich eine 28-Jährige und eine 43-jährige, zwischenzeitlich vom Dienst suspendierte Polizeibeamtin aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern, zunutze. Über Traueranzeigen, die sie Ende November 2017 aus der Lokalpresse entnahmen, wurden gezielt Einfamilienhäuser angegangen, bei denen mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen war, dass sich die Wohnungsinhaber gerade bei der Trauerfeier befinden.

Die 43-jährige tatverdächtige Polizeivollzugsbeamtin gelangte über den polizeilichen Datenbestand an die Anschriften der Trauernden und gab sie nach derzeitigem Ermittlungsstand an ihre 28-jährige Komplizin weiter.

Neben Bargeld, Goldmünzen, diversen Sparbüchern, entwendete das Duo Uhren, Schmuck und Heiligenfiguren; der Beuteschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt.

Am Mittwoch, 30.05.2018, wurde durch das Bayerische Landeskriminalamt, Dezernat für Interne Ermittlungen, das zwischenzeitlich die weiteren Ermittlungen aufgrund der Tatbeteiligung einer Polizeibeamtin übernommen hat, ein Durchsuchungsbeschluss bei einem gutgläubigen Abnehmer des Diebesgutes vollzogen. Dieser Beschluss wurde durch die Staatsanwaltschaft Landshut erwirkt und von Beamten des Dezernats für Interne Ermittlungen und der Kripo Landshut ausgeführt.

Im Verlauf der Durchsuchung ergaben sich zudem Hinweise, dass ein, ebenfalls gutgläubiger Abnehmer, Diebesgut aus den Wohnungseinbrüchen abgenommen hat, sodass auch dessen Wohnung durchsucht wurde. Beide Durchsuchungen bestätigten das bisherige Ermittlungsergebnis.

Da die 28-jährige Frau aus dem Landkreis Landshut ohne festen Wohnsitz ist, erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Haftbefehl aufgrund Fluchtgefahr wegen des dringenden Tatverdachts des Wohnungseinbruchsdiebstahls. Sie befindet sich seitdem in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt (JVA). Die 43-jährige Polizeibeamtin ist zwischenzeitlich vom Dienst suspendiert.

Die Ermittlungen des Bayerischen Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Landshut, dauern an.

Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Pressesprecher Günther Tomaschko, KHK, Tel. 09421/868-1014
Veröffentlicht: 30.05.2018, 14.18 Uhr
Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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