Die Passauer Polizei zieht ein positives Fazit hinsichtlich der Maidult 2026. Die eingesetzten Kräfte hatten dieses Jahr, insbesondere an den beiden Wochenenden sowie am 1. Mai-Feiertag zahlreiche Vorfälle zu bewältigen. Diesbezüglich bewährte sich 2026 ein modifiziertes Einsatzkonzept mit erhöhtem Personalansatz.
Neben Diebstählen, Beleidigungen und Streitigkeiten kam es zu insgesamt 16 Vorgängen aus dem Spektrum der Körperverletzungsdelikten, darunter auch zwei tätliche Angriffe auf Polizeibeamte. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 10 Körperverletzungsdelikte verzeichnet wurden, ist die Anzahl der Vorfälle im Jahr 2026 um sechs Fälle gestiegen.
Am Abend des 30.04.2026 wurde der Polizeiinspektion Passau eine verdächtige Person mit einer mutmaßlichen Schusswaffe auf dem Gelände der Passauer Maidult gemeldet. Einsatzkräfte der Dultwache konnten kurze Zeit später einen 16-jährigen Jugendlichen aus Bad Füssing antreffen. Wie sich herausstellte, führte der Jugendliche eine täuschend echt wirkende Spielzeugpistole mit sich. Nach eigenen Angaben hatte er diese zuvor an einem Losstand gewonnen und anschließend ausgepackt. Der 16-Jährige zeigte sich gegenüber den Einsatzkräften kooperativ. Die Spielzeugwaffe wurde sichergestellt, zudem erhielt der Jugendliche einen Platzverweis.
Am frühen Morgen des 01.05 2026 kam es auf dem Gelände der Passauer Maidult zu mehreren Beleidigungen und Bedrohungen gegenüber eingesetzten Polizeibeamten. Ein 21-jähriger Mann aus Passau sprach Polizeibeamte auf dem Festgelände ohne erkennbaren Anlass aggressiv an und beleidigte diese wiederholt massiv. Auch während der anschließenden Personalienfeststellung setzte der erheblich alkoholisierte Passauer sein Verhalten fort und äußerte zudem Drohungen gegen die Einsatzkräfte. Da er sich nicht beruhigen ließ, musste der 21-Jährige gefesselt werden. Gegen ihn wurden entsprechende Strafanzeigen erstattet. Darüber hinaus wurde ein Betretungsverbot für die Passauer Maidult eingeleitet. Im Zuge der Anzeigenaufnahme fiel auch ein 16-jähriger Begleiter aus Kollnburg negativ auf. Dieser beleidigte ebenfalls die eingesetzten Polizeibeamten. Gegen den Jugendlichen wurde ebenfalls Anzeige erstattet, zudem erhielt auch er ein Betretungsverbot für das Festgelände.
Am 09.05.2026 gegen 22:25 Uhr kam es auf dem Gelände der Passauer Maidult zu einer Auseinandersetzung zwischen einem 21-jährigen Mann und einem 14-jährigen Jugendlichen. Im Verlauf des Streits schaltete sich ein weiterer 14-Jähriger ein. Der 21-Jährige stieß den Jugendlichen daraufhin mit erheblicher Kraft gegen den Brustkorb. Nach der polizeilichen Anzeigenaufnahme wurde der 21-Jährige in Gewahrsam genommen. Während des Einsatzes beleidigte er zudem die eingesetzten Polizeibeamten. Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen österreichischen Staatsbürger, die beiden 14-Jährigen sind deutsche Staatsangehörige.
Insgesamt wurden 14 Betretungsverbote für die gesamte Dultzeit durch die Stadt Passau erlassen, um die Sicherheit während der Veranstaltung zu gewährleisten.
Die Polizeiinspektion Passau wurde während der gesamten Veranstaltungszeit durch die Zentralen Einsatzdienste Passau sowie die Technischen Einsatzdienste Passau unterstützt, um eine umfassende Sicherheitslage zu gewährleisten.
Insgesamt zieht die Polizei Passau ein positives Reümee. Dies ist mitunter auf gute Zusammenarbeit mit allen betroffenen Organisationen und dem bewährten Sicherheitskonzeptes der Stadt Passau zurückzuführen.

Polizeiinspektion Passau