Mit einer gut besuchten Präventionskonferenz ist im Landkreis der offizielle Auftakt zur Umsetzung des Masterplans Prävention Bayern gelungen. Ziel ist es, eine nachhaltige Präventionskultur zu etablieren und den Fokus stärker auf Gesundheitsförderung und Früherkennung zu legen.
Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von René Kurtz, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion Plus, sowie Christopher Kessel vom Gesundheitsamt. Beide betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit über Fach- und Institutionsgrenzen hinweg. Nur durch gemeinsames Handeln könne Prävention langfristig wirksam sein.
Zum Einstieg stellte René Kurtz die zentralen Inhalte des Masterplans vor. Dabei wurde deutlich, dass Gesundheitsvorsorge künftig stärker in allen Lebensbereichen verankert werden soll. Ziel ist es, gesundheitliche Probleme frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Strukturen aufzubauen.

(v.l.): Christopher Kessel und René Kurtz geben gemeinsam mit den Teilnehmenden den Startschuss für den Masterplan Prävention.
Bewegung und Medienkompetenz im Fokus
Einen fachlichen Impuls lieferte Dr. Andreas Weishäupl von der Universität Passau. Er hob die große Bedeutung regelmäßiger Bewegung für die körperliche und mentale Gesundheit hervor. Bereits kleine Bewegungseinheiten im Alltag könnten eine spürbare Wirkung erzielen.
Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmer in einem Workshop an konkreten Zielen des Masterplans. Im Mittelpunkt stand die Prävention von süchtigem Verhalten, insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Medien. Dabei wurden vor allem die Bedürfnisse von Jugendlichen, Eltern und Schulen beleuchtet.
Aktuelle Zahlen zeigen Handlungsbedarf: Über 40 Prozent der Jugendlichen verbringen täglich mehr als vier Stunden in sozialen Medien. Gleichzeitig empfindet mehr als ein Drittel die eigene Nutzung als belastend. Themen wie Online-Betrug und der Umgang mit Künstlicher Intelligenz gewinnen zusätzlich an Bedeutung.
Die Konferenz machte deutlich, dass bereits zahlreiche Initiativen im Landkreis bestehen, diese jedoch stärker vernetzt und weiterentwickelt werden müssen. Vertreter aus Behörden, Polizei, Schulen und dem Gesundheitswesen waren eingeladen, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Zum Abschluss zogen die Organisatoren ein positives Fazit. Die Veranstaltung markiert den Beginn einer intensiveren Zusammenarbeit im Bereich Prävention. Künftig sollen konkrete Projekte in Arbeitsgruppen entwickelt und umgesetzt werden.
Der Startschuss für eine stärkere und vernetzte Gesundheitsvorsorge im Landkreis ist damit gefallen.

Landratsamt Freyung-Grafenau