Rauchen zählt weiterhin zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Darauf macht das Gesundheitsamt Freyung Grafenau aufmerksam und beteiligt sich an der bundesweiten Aktion Rauchfrei im Mai.
Amtsärztin Dr. med. Karin Drachsler betont, dass trotz rückläufiger Zahlen noch immer viele Menschen rauchen. In Deutschland gilt Tabakkonsum als bedeutendster vermeidbarer Risikofaktor für schwere Erkrankungen, insbesondere für Krebs. Rund 90 Prozent der Lungenkrebsfälle sind auf das Rauchen zurückzuführen, insgesamt steht es mit etwa 20 Prozent aller Krebsneuerkrankungen in Zusammenhang.
Darüber hinaus erhöht Rauchen das Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen, Schlaganfälle und chronische Atemwegserkrankungen wie COPD erheblich. Jährlich sterben in Deutschland über 120000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Umso wichtiger ist die klare Botschaft: Es ist nie zu spät aufzuhören, jeder Rauchstopp lohnt sich.
Auch bei Jugendlichen zeigt sich ein Wandel. Klassisches Rauchen ist zwar rückläufig, gleichzeitig gewinnen alternative Nikotinprodukte wie Vapes an Bedeutung. Diese werden häufig unterschätzt, enthalten jedoch ebenfalls gesundheitsschädliche Stoffe und können den Einstieg in die Abhängigkeit erleichtern.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit des Gesundheitsamtes ist die Prävention. So wird unter anderem in Schulen über die Risiken informiert und es werden Programme sowie Materialien bereitgestellt. Zudem wurde im Gesundheitszentrum in Waldkirchen ein Infostand eingerichtet, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.

Dr. med. Karin Drachsler am Infostand im Gesundheitszentrum mit Informationsmaterialien und Giveaways rund um den Rauchstopp sowie zur Aktion Rauchfrei im Mai.
Kinder gelten als besonders gefährdet, da sie empfindlicher auf Schadstoffe reagieren. Deshalb ist es wichtig, dass sie in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen und nicht durch Passivrauchen belastet werden.
Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, sollte sich Unterstützung suchen. Ohne Hilfe sind nur etwa drei Prozent der Versuche langfristig erfolgreich, mit professioneller Begleitung steigt die Erfolgsquote deutlich. Angebote reichen von Kursen über Beratungsstellen bis hin zu digitalen Hilfen.
Die bundesweite Aktion Rauchfrei im Mai bietet eine niedrigschwellige Möglichkeit, einen Rauchstopp zu starten. Teilnehmende erhalten während des gesamten Monats Unterstützung, etwa durch Tipps per App, E Mail oder Social Media. Ziel ist es, mehr Menschen zu einem ernsthaften Aufhörversuch zu motivieren und bestehende Angebote bekannter zu machen.
Dr. med. Karin Drachsler ermutigt dazu, den ersten Schritt zu wagen. Bereits kurz nach der letzten Zigarette beginnen sich Puls und Blutdruck zu verbessern, langfristig sinkt das Risiko für schwere Erkrankungen deutlich. Jeder Verzicht zählt und jede Unterstützung erhöht die Erfolgschancen.
Weitere Informationen zur Teilnahme am Mitmachmonat „Rauchfrei im Mai“ gibt es unter: www.rauchfrei-im-mai.de

Landratsamt Freyung-Grafenau