Über 60 Studierende aus Deutschland und der Schweiz absolvieren in diesem Jahr ihr Commerzbank-Umweltpraktikum in insgesamt 14 Nationalparken und acht Biosphärenreservaten. Auch im 36. Jahr des Projekts fand die traditionelle Einführungswoche im Wildniscamp am Falkenstein statt. Dort erhielten die Freiwilligen einen umfassenden Einblick in die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in vielfältige Naturschutzthemen.
Nationalparkleiterin Ursula Schuster verabschiedete die Teilnehmenden am Ende der Woche mit großem Dank für Neugier, Tatendrang und Begeisterung. Sie zeigte sich überzeugt, dass die Schutzgebiete in den kommenden Monaten nachhaltig von ihrem Einsatz profitieren werden. Im Nationalpark Bayerischer Wald selbst sind jedes Jahr fünf Praktikumsplätze angesiedelt. Viele Angebote wären ohne Umweltpraktikantinnen und Umweltpraktikanten nicht möglich.

Beim Einführungsseminar standen unter anderem Methoden der Umweltbildung im Fokus.
In den Tagen im Wildniscamp erhielten die Teilnehmenden das nötige Rüstzeug für ihre bevorstehenden Aufgaben. Schuster dankte dabei den Nationalparkmitarbeitenden, Waldführern und externen Referenten, die an Workshops und Aktionen beteiligt waren. Ihr besonderer Dank galt der Commerzbank, die das älteste Ökosponsoring-Projekt Deutschlands seit 36 Jahren finanziert, sowie der Stiftung Kunst und Natur für die Finanzierung und Mitgestaltung des Einführungsseminars. Auch der Verband Nationale Naturlandschaften wurde für die federführende Organisation der Einführungswoche und die Koordination des Programms gewürdigt.
Seit vier Jahren wird die Einführungswoche im Wildniscamp von der Stiftung Kunst und Natur finanziert. Die Stiftung gestaltet das Format gemeinsam mit dem Verein Nationale Naturlandschaften und dem Nationalpark Bayerischer Wald. Ergänzt wird das Seminar durch künstlerische Impulse. Laut Netzwerk- und Bildungskoordinator Sinan von Stietencron steht dabei die Verbindung von Kunst, Kreativität und Naturthemen im Mittelpunkt. In diesem Jahr sollen die Teilnehmenden noch gezielter dabei unterstützt werden, künstlerische Methoden für ihr Umweltpraktikum in den Schutzgebieten zu nutzen.
Auch Andrea Hoffmann von Nationale Naturlandschaften blickt auf eine spannende Saison. Die Studierenden seien für die Schutzgebiete eine wichtige Stütze in der täglichen Arbeit und brächten wertvolle neue Impulse ein. Gleichzeitig sammelten die Praktikantinnen und Praktikanten wichtige Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben. Viele ehemalige Teilnehmende hätten im Anschluss in der Naturschutz- oder Umweltbildungsarbeit Fuß gefasst.

Gruppenfoto aller Teilnehmenden mit dem Betreuer- und Referententeam.
Seit dem Start des Commerzbank-Umweltpraktikums im Jahr 1990 haben bereits mehr als 2.000 Menschen teilgenommen. Auch 2027 wird das beliebte Programm fortgeführt. Bewerbungen sind ab 1. November unter www.umweltpraktikum.com möglich.
Zu den Stimmen aus dem aktuellen Jahrgang gehört Janne Ohrt, die ihr Praktikum im Nationalpark Bayerischer Wald absolviert. Sie freut sich darauf, von der Theorie in die Praxis zu wechseln und Kindern nachhaltige Naturerfahrungen zu ermöglichen. Martin Gretzer, der im Nationalpark Kellerwald-Edersee eingesetzt wird, betont die inspirierende Begegnung mit vielen gleichgesinnten Menschen. Maik Lehmann aus dem Müritz-Nationalpark freut sich darauf, für drei Monate den Schreibtisch gegen Wildnis einzutauschen. Leon Schmidt-Banerjee nimmt aus der Woche im Bayerischen Wald vor allem methodische Tipps und Inspiration für seine Arbeit im Schutzgebiet mit.
