Im Altlandkreis Wolfstein sind die Verkehrsunfallzahlen im Jahr 2025 leicht zurückgegangen. Damit entwickelt sich die Region entgegen dem bayernweiten Trend. Dennoch sieht die Polizei weiterhin Handlungsbedarf, insbesondere bei Alkohol am Steuer sowie bei Unfällen mit Fahrrädern und Pedelecs.
Die Polizeiinspektion Freyung und die Polizeistation Waldkirchen registrierten im vergangenen Jahr insgesamt 1136 Verkehrsunfälle, rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Dabei wurden 180 Menschen verletzt, 35 davon schwer. Zwei Personen verloren ihr Leben. In 956 Fällen blieb es bei Sachschäden, wobei in 430 Fällen Wildunfälle die Ursache waren.
Die Gesamtschadenssumme lag bei knapp drei Millionen Euro und damit etwa ein Fünftel unter dem Vorjahreswert.
Sorge bereiten weiterhin Unfälle unter Alkohol oder Drogeneinfluss. Insgesamt wurden 22 entsprechende Verkehrsunfälle registriert. Darüber hinaus zogen die Beamten 166 Fahrer aus dem Verkehr, die unter Alkohol oder Drogen standen, ohne dass es zu einem Unfall gekommen war. Von den 90 festgestellten Drogenfahrern entfiel mehr als ein Drittel auf Kontrollen der Grenzpolizeigruppe Freyung. Zudem konnten 15 Alkoholfahrten rechtzeitig unterbunden werden.

Ein schwerer Verkehrsunfall beschäftigte Einsatzkräfte im Altlandkreis Wolfstein.
Während Motorradfahrer etwas seltener in Unfälle verwickelt waren, stieg die Zahl der verunglückten Radfahrer. Auffällig ist dabei die zunehmende Beteiligung von Pedelecs. Insgesamt wurden 34 Zweiradfahrer verletzt, jeweils etwa zur Hälfte motorisierte und nicht motorisierte. In den meisten Fällen lag die Ursache bei den Zweiradfahrern selbst. Ein Motorradfahrer kam jedoch ums Leben, nachdem ein entgegenkommender Pkw auf seine Fahrspur geraten war.
Positiv entwickelte sich die Unfallbeteiligung älterer Verkehrsteilnehmer. Die Zahl der Unfälle mit Senioren ab 65 Jahren sank deutlich von 111 auf 87 Fälle. Etwa die Hälfte davon wurde von den älteren Verkehrsteilnehmern selbst verursacht. Die Unfallzahlen bei jungen Erwachsenen blieben mit etwas über 80 Fällen nahezu konstant, wobei rund zwei Drittel der Unfälle auf ihr Fehlverhalten zurückzuführen waren.

Polizeiliche Kontrollstelle im Straßenverkehr.
Die Polizei kündigt an, ihre Maßnahmen weiter zu intensivieren. Im Fokus stehen dabei insbesondere Alkohol und Drogen am Steuer, überhöhte Geschwindigkeit, zu geringer Sicherheitsabstand sowie Fehler beim Abbiegen und Vorfahrtsverletzungen.
Verkehrssachbearbeiter PHK Martin Resch betont, dass trotz rückläufiger Zahlen weiterhin konsequente Präventionsarbeit und Kontrollen notwendig seien, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern.

Polizeiinspektion Freyung