Naturschutzkriminalität - Mehrere tote Vögel aufgefunden – 3. Nachtragsmeldung

Symbolbild
zurück zur Übersicht
Gefällt mir
09.03.2026 11:58 Uhr
34 Klicks

 

SIMBACH B. LANDAU, LKR. DINGOLFING-LANDAU. Nach dem Fund mehrerer toter Vögel, darunter rund ein Dutzend streng geschützter Greifvogelarten, im Juli 2025 in der Nähe eines Waldstücks bei Simbach b. Landau laufen die gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Deggendorf zusammen mit der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar auf Hochtouren weiter.

 

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen, insbesondere den Ergebnissen aus der Untersuchung der aufgefundenen Greifvögel durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und weiteren Untersuchungen des Bayerischen Landeskriminalamtes besteht der Verdacht, dass die Tiere, vier Rotmilane, drei Schwarzmilane, fünf Mäusebussarde, eine Krähe sowie vier Kolkraben mit dem Gift Carbofuran versehene Köder aufgenommen haben und letztendlich daran verendeten.

 

Beamte der Polizeiinspektion Landau a.d.Isar sowie der Zentralen Einsatzdienste Landshut haben Ende Februar 2026 bei insgesamt sechs Zeugen in den Landkreisen Dingolfing-Landau und Rottal-Inn Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Deggendorf, die im Vorfeld von der Staatsanwaltschaft Deggendorf beantragt worden waren, vollzogen und dabei mehrere Mobiltelefone sichergestellt; diese werden nun auf mögliche Hinweise zu der illegalen Tötung der Greifvögel ausgewertet.

 

Besondere Erfahrung der Staatsanwaltschaft Deggendorf im Bereich Wildtierkriminalität 

Die Staatsanwaltschaft Deggendorf verfügt über weitreichende praktische Erfahrungen im Umgang mit Wildtierkriminalität. Vor diesem Hintergrund hatte der Generalstaatsanwalt in München bereits im Herbst 2025 die Staatsanwaltschaft Deggendorf mit der Leitung der Ermittlungen in diesem herausgehobenen Fall betraut.

 

Das Polizeipräsidium Niederbayern engagiert sich für den Tierschutz

Der Tierschutz ist auch dem Polizeipräsidium Niederbayern ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund beteiligen sich niederbayerische Polizeibeamte am Projekt wildLIFEcrime, das vom WWF Deutschland geleitet und von der europäischen Kommission gefördert wird. Als länderübergreifendes EU-LIFE-Projekt setzt sich wildLIFEcrime aktiv für den Schutz von Wildtieren – wie Greifvögel, Luchse oder Wölfe – in Deutschland und Österreich ein. Durch eine enge Zusammenarbeit von insgesamt 13 Projektpartnern verschiedener Organisationen, soll Wildtierkriminalität nachhaltig reduziert werden. Nähere Informationen zum Projekt finden Sie unter https://wildlifecrime.info .


Veröffentlicht: 09.03.2026, 12.00 Uhr


Polizeipräsidium NiederbayernPolizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.



Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?