Am Sonntag, 08.03 ist unser Tag, der Welt-Frauentag. Die Wurzeln des Internationalen Frauentags reichen bis 1911 zurück, seit 1975 ist er als weltweiter Aktionstag der Vereinten Nationen offiziell anerkannt. Damals stand vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: Frauen sollten endlich wählen dürfen. Heute sind wir zwar einen großen Schritt weiter, aber noch immer kämpfen Frauen weltweit für echte Gleichberechtigung.
Wie kam man überhaupt auf die Idee?
Die Anfänge des Internationalen Frauentags liegen in den USA: 1909 rief die jüdische Sozialistin Theresa Serber Malkiel in New York den „National Women’s Day“ als Protesttag für Frauenrechte und das Frauenwahlrecht ins Leben. Sie war als junge Textilarbeiterin politisch aktiv geworden, setzte sich für Arbeitnehmerinnen, Eingewanderte und Gleichberechtigung ein und verstand die Frauenfrage als Menschenrechtsfrage. Die deutsche Sozialistin Clara Zetkin griff diese Idee später auf und trug so dazu bei, dass daraus der Internationale Frauentag wurde.
Die heutigen Ungleichheiten sind gravierend und das obwohl wir schon ein ganzes Jahrhundert später haben. Würdet ihr 57 Tage lang in die Arbeit gehen, ohne dass ihr Geld bekommen würdet? NEIN? Na dann willkommen in der Frauenwelt. Genau das verdeutlicht die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen.
Der Gender-Pay-Gap (geschlechtsspezifischer Entgeltunterschied)
In Deutschland verdienten Männer 2025 laut Statistischem Bundesamt im Schnitt 27,05 Euro brutto pro Stunde, Frauen hingegen 22,81 Euro. Diese Lohnlücke von 4,24 Euro stellt einen unbereinigten Gender Pay Gap von 16% dar und hat verschiedene Ursachen wie unterschiedlichen Beschäftigungsumfang, Anforderungsniveau und Berufswahl. Doch selbst bei exakt gleicher Arbeit und gleichen Voraussetzungen bleiben immer noch 6% die sich nicht erklären lassen.
Bis zum 8. März arbeiten Frauen quasi umsonst und erst ab Montag fängt der "richtige Verdienst" an. Klingt lächerlich? Ist es auch - Zeit dass sich was ändert!
Beim Pay-Gap schließt auch der Care-Gap direkt an. Frauen sind nach wie vor diejenigen, die die Kindererziehung, Angehörigenpflege und den Haushalt erledigen. Hier reden wir von 43% Zeit (und sicher auch Nerven) die Frauen darin mehr investieren als Männer. Innerhalb des letzten Jahrzehnts schrumpfte er aber bereits um ca. 10%, denn da waren wir bei über 52%.
Gewalt und Lebensgefahr
Gewalt gegen Frauen ist ein globales Problem. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt körperliche oder sexualisierte Gewalt, oft im häuslichen Umfeld. Die extremste Form ist Femizid, die Tötung von Frauen wegen ihres Geschlechts.
Jährlich sterben rund 360 Frauen in Deutschland durch Partner oder Ex-Partner, fast eine pro Tag und das nur weil sie Frauen sind. Weltweit kämpfen Frauen und Mädchen zudem gegen Zwangsheirat (ca. 12 Millionen Fälle jährlich), Genitalverstümmelung (über 200 Millionen) und Zwangsprostitution. Der Weltfrauentag macht diese Realität sichtbar, es geht um Lohnungleichheit bis Lebensgefahr.
Doch der Fortschritt zeigt sich
Doch es gibt Hoffnung: Der Gender Pay Gap schrumpft langsam, der Care-Gap um 10 Prozent in einem Jahrzehnt. 2026 steigt der Mindestlohn auf 13,90 Euro – besonders Frauen profitieren davon. Grundschulkinder bekommen Ganztagsbetreuung, EU-Gleichstellungsstrategie läuft an. Frauen in Führungspositionen nehmen zu. Zusammen schaffen wir es!
Euch allen einen schönen Welt-Frauen-Tag 💚

Jana erklärt - vielleicht ein neues Format? Mal schauen :)

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