Versuchter Telefonbetrug – Haftbefehl gegen mutmaßlichen Abholer erlassen
ROTTENBURG A. D. LAABER, LKR. LANDSHUT. Nachdem am vergangenen Freitag im Raum Landshut und Passau wieder zahlreiche Anrufe von Telefonbetrügern gemeldet wurden, konnten Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Rottenburg a. d. Laaber einen mutmaßliche Geldabholer vorläufig festnehmen.
Ein 68-Jähriger erhielt letzten Freitag, 27.02.2026, gegen Mittag einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Der Anrufer behauptete, seine Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem ein Mensch ums Leben gekommen sei. Zur Abwendung einer Haftstrafe müsse eine Kaution in Höhe von 49.000 Euro hinterlegt werden.
Nachdem der Mann die Masche durchschaute ging er zum Schein auf die Forderung des Anrufers ein und verständigte zeitgleich die Polizei, die wenig später den mutmaßlichen Abholer, einen 34-jährigen Serben, in der Nähe des Rottenburger Bahnhofs vorläufig festnahmen.
Die Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Zwischenzeitlich erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten gewerbsmäßigen Betrugs als Mitglied einer Bande. Er wurde am Samstag, 28.02.2026, nach Vorführung beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Landshut in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Veröffentlicht: 02.03.2026, 10.30 Uhr

Polizeipräsidium Niederbayern