Hauswirtschaft ist "wieder in" - 26 Frauen starten Ausbildung im Zweitberuf

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29.10.2024
Passau
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Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung beginnt neues Semester. 26 Frauen starten in der Hauswirtschaft durch

Mit 26 hochmotivierten Studierenden ist die Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung an der Landwirtschaftsschule Passau in das neue Semester gestartet. 

 

AELF Behördenleiter Helmut Ramesberger (4. Reihe, 1.v.r.), Schulleiter Fabian Werner (3. Reihe, 1.v.r.), stellv. Schulleiterin Sieglinde Preuß (1. Reihe, 1.v.r.) mit Lehrerteam (hinten) sowie Präsident Horst Wipplinger (2. Reihe, 1.v.r.) und Geschäftsführer Josef Ritzer (5. Reihe, 1.v.r.) vom Landwirtschaftlichen Bezirksverein Passau begrüßten die Studierenden an der Landwirtschaftsschule, Abteilung Hauswirtschaft.

 

Die Frauen aus dem Landkreis Passau und Rottal-Inn absolvieren in Teilzeit den einsemestrigen Studiengang „Fachkraft für Ernährung und Haushaltsführung“. In den nächsten 18 Monaten können die Frauen familien- und berufsbegleitend ihr Wissen in Theorie und Praxis vertiefen und durch verschiedene Wahlmodule erweitern. Parallel dazu erwerben sie die Voraussetzungen zur Hauswirtschafterin im Zweitberuf. Der Schwerpunkt des Studiengangs liegt auf den Bereichen Haus- und Textilpflege, Gartenbau, Dekoration, Küchenpraxis und Alltagsunterstützung von betreuungsbedürftigen Personen. Die Bereiche Finanzmanagement, Gründerwissen und Ausbildungskompetenz spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, beispielsweise für die Selbständigkeit im Rahmen hauswirtschaftlicher Dienstleistungen oder als Erwerbskombination in der Landwirtschaft.

 

„Hauswirtschaft ist nach wie vor unverzichtbar“

Schulleiter Fabian Werner und Helmut Ramesberger, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau, freuten sich bei der Begrüßung der neuen Studierenden über die hohe Nachfrage nach dem schulischen Angebot. „Hauswirtschaft ist nach wie vor unverzichtbar – sowohl privat im eigenen Haushalt und der eigenen Familie als auch beruflich in Gemeinschaftseinrichtungen“, erklärte Werner. Behördenleiter Ramesberger bestätigte dies und sieht im gestiegenen Weiterbildungsinteresse gerade junger Frauen erste Ansätze eines Bewusstseinswandels hinsichtlich der Wertschätzung der hauswirtschaftlichen Tätigkeit. Er verwies in diesem Zusammenhang ebenso auf die attraktiven Weiterentwicklungsmöglichkeiten: „Über den Berufsabschluss der Hauswirtschafterin kann beispielsweise die Weiterbildung zur Dorfhelferin erreicht werden. Auch die Hauswirtschaftsmeisterin oder Fachlehrerin an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen seien attraktive Fortbildungsberufe.“

 

„Teilnehmerinnen aus unterschiedlichen Berufen und Altersgruppen“

Sieglinde Preuß, stellvertretende Schulleiterin und Leitung der Abteilung Hauswirtschaft, freute sich, dass auch im neuen Durchgang wieder Frauen aus ganz unterschiedlichen Berufen und im Alter von 22 bis 54 Jahren vertreten sind: „Wir haben Teilnehmerinnen aus dem Handwerk, der Industrie, der Verwaltung, aus Dienstleistungsberufen im sozialen Bereich sowie Akademikerinnen und Selbständige.“ Die Frauen verbinde das Ziel, von Grund auf alles rund um die Themen Haushaltsmanagement und Ernährung zu lernen. „Dabei begleitet die Teilnehmerinnen ein kompetentes fünfköpfiges Lehrerinnenteam sowie externe Experten, die zu thematischen Workshops an die Landwirtschaftsschule kommen“, so Schulleiter Werner.

 

„Hauswirtschaft macht mir Spaß“

Im Gespräch mit den Studienanfängerinnen wird die vielfältige Motivation der Frauen für diese Weiterbildungsmaßnahme deutlich. Laura Zwicklbauer aus Pocking ist Erzieherin und absolviert die Ausbildung für sich selbst, weil ihr die hauswirtschaftliche Tätigkeit gefällt und für das Leben wichtig ist. „Meine Oma hat mich auf das Studienangebot hingewiesen und aus Spaß gesagt, ,das wäre doch was für Dich´. Anfangs habe ich darüber gelacht, zugleich aber für mich festgestellt, dass dies so viel betrifft, was ich gerne tue wie nähen, dekorieren, gestalten und backen“, so die 23-Jährige, die an der Fachschule zusammen mit Franziska Koller den Instagramkanal des neuen Jahrgangs betreut.

 

„Neue Herausforderung und Austausch mit Studienkolleginnen“

Auch die 45-jährige Sabrina Hauck aus Hartkirchen macht die Fachschule für sich und um die eigene Haushaltsführung zu perfektionieren. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und die Möglichkeit, mich mit den Studienkolleginnen auszutauschen und zu vernetzen“, so die gelernte Arzthelferin und Kinderpflegerin.

 

„Wollte schon immer die Hauswirtschaftsschule besuchen“

Die 22-jährige Annalena Murr aus Münchham hat ihr Interesse für die Hauswirtschaft nach Passau geführt: „Ich wollte schon immer die Hauswirtschaftsschule besuchen und bin begeistert, dass ich mein Wissen für den Alltag nun erweitern kann“. Murr meistert die Weiterbildung berufsbegleitend zu ihrer Tätigkeit als außerklinische Intensivpflegerin.

 

„Praktisches fürs Leben lernen“

Die Freude für die Hauswirtschaft, insbesondere für das Backen und Kochen mit regionalen und saisonalen Erzeugnissen teilt auch ihre Cousine Claudia Murr. Die 28-jährige Bankkauffrau aus Bad Füssing möchte an der Landwirtschaftsschule etwas Praktisches fürs Leben lernen: „Seit jeher fasziniert mich die Hauswirtschaft und die Landwirtschaft. Ich koche gerne saisonal und finde es spannend, was man mit den Erzeugnissen, die bei uns in der Region wachsen, alles kochen kann.“ 

 

Vom Technikerbüro an die Hauswirtschaftsschule

Die Leidenschaft für die Landwirtschaft führte auch die 22-jährige Sonja Reitberger aus Hutthurm nach Passau. „Ich habe selbst keinen Hof daheim und war im Sommer auf einer Alm in Obertauern. Ich arbeite jetzt im hauswirtschaftlichen Bereich bei einem landwirtschaftlichen Direktvermarkter und habe gemerkt, dass ich mehr handwerklich arbeiten und mein Wissen in der Hauswirtschaft vertiefen möchte“, so die gelernte technische Zeichnerin. 

 

Den landwirtschaftlichen Betrieb diversifizieren

Für die 26-jährige Landwirtschaftsmeisterin Franziska Koller gehört die Hauswirtschaft im Leben einfach dazu. Der Thyrnauerin, die gern „Bulldog“ fährt und begeisterte Sängerin ist, schwebt beruflich viel vor: „Ich schwanke noch zwischen Kräuterpädagogin, Erlebnisbäuerin und Schlagersängerin“. Als Erlebnispädagogin und Kräuterpädagogin könne sie auf der Hauswirtschaft aufbauen und ihren Betrieb diversifizieren.

 

„Wissen rund um Haus, Hof und Garten erweitern“

Theresa Stockbauer stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Stollberg. Die 28-jährige Absolventin der Staatswissenschaften und Caritaswissenschaften ist im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig und würde den elterlichen Betrieb gerne weiterführen. „Ich möchte mein Wissen rund um Haus, Hof und Garten erweitern, Neues ausprobieren und mich von der Hauswirtschaftsschule und den Lehrerinnen inspirieren lassen“, so Stockbauer. 

 

„Kreislauf vom Garten zum Lebensmittel schließen“

Die 28-jährige Ann-Cathrin Gottinger ist als Industriekauffrau tätig: „Seit klein auf interessiere ich mich für die Gartenarbeit. Mit fünf Jahren habe ich mein erstes Hochbeet bewirtschaftet. Hier an der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung möchte ich mich neben dem Gemüsegartenbau vor allem im Verarbeiten und Haltbarmachen von Lebensmitteln weiterbilden und damit den Kreislauf vom Garten zum Lebensmittel schließen.“ Gottinger kann sich auch vorstellen, in Zukunft Workshops zum Mutter-Kind-Kochen anzubieten, um ihr Wissen weiterzugeben.


- KM


Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten PassauAmt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten PassauPassau

Quellenangaben

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau

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